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06.04.2002 Ausstellung im Rathaus: Bilder aus der Champagne

 

Ausstellung im Rathaus: Bilder aus der Champagne

Bei der Eröffnung der Gemäldeausstellung (v.l.) Colette Loriot, Jean Campistron, Bürgermeister Harald Ehrler, James Fouquet und Rainer Lange

Bilder aus der Champagne

Maler aus Esternay stellen im Rathaus Waldbronn aus

Noch bis 23. April zu sehen

Das Vorhaben, im neuen Rathaus Waldbronn ständig Gemälde zu zeigen, wurde jetzt mit einer Ausstellung fortgesetzt, in der 15 Künstlerinnen und Künstler aus der Champagne unter dem Thema "Maler aus Esternay stellen aus" ihre Werke präsentieren. In dieser Region liegt mit Esternay die Gemeinde, mit der die älteste Waldbronner Partnerschaft besteht. Esternay wurde 1968 Partnergemeinde Etzenrots und von dieser ehemals selbständigen Gemeinde mit in die Gemeindefusion eingebracht. Musikalisch Umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung durch Roswitha Sicca und Armin Bitterwolf von der Musikschule Waldbronn. Die Ausstellung wird bis zum 23. April 2002 gezeigt. Sie ist Montag bis Mittwoch von 9 bis 17 Uhr, Donnerstag von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr zu sehen.
Bürgermeister Harald Ehrler hob in seinen Grußworten hervor, dass diese Ausstellung schon seit längerer Zeit geplant war. Erfreulich sei, dass in ihr eine lebendige Partnerschaft zum Ausdruck komme. Zur Ausstellungseröffnung konnte Waldbronns Bürgermeister neben den Künstlern Colette Loriot und Jean Campistron auch weitere Gäste aus der Partnergemeinde mit James Fouquet, dem Präsidenten des Partnerschaftskomittees an der Spitze, willkommen heißen. Sein Gruß galt aber Renate Bernhardt, der Vorsitzenden des Freundeskreises St. Gervais. Ehrler schloss mit dem Wunsch, dass die Ausstellung viele Menschen anlockt und so auch die überwiegend auf familiärer Basis funktionierende Partnerschaft mit Esternay weiter belebt wird.
Rainer Lange, Vorsitzender des Waldbronner Partnerschaftskreises, hob das Verdienst von Colette Loriot am Zustandekommen dieser Ausstellung hervor. Sie stellte die 42 Werke von Künstlern aus der Champagne zusammen, um in dieser Ausstellung auch die Schönheit dieser Landschaft zu repräsentieren. Eine Gemäldeausstellung sei in diesem Rahmen auch deshalb ideal, weil keine Sprache notwendig sei, um Bilder zu verstehen. Denn jeder interpretiere ein Bild auf seine Weise.
Für das Partnerschaftskomitee Esternay bedankte sich Präsident James Fouquet bei allen Waldbronnern für die gastfreundliche Aufnahme und die Möglichkeit, in Waldbronn Bilder von Künstlern aus der Champagne zeigen zu können.
Unter den 15 Künstlerinnen und Künstlern, die Colette Loriot für diese Ausstellung gewinnen konnte, sind auch sehr renommierte Vertreter des französischen Kunstschaffens vertreten, die zudem mit Ausstellungen weit über Frankreich hinaus bekannt geworden sind. In alphabetischer Reihenfolge stellen im Rathaus aus:
Jacques Anglade, kommt nach seinem Studium an der Kunstakademie in Paris und nach mehreren Jahren grafischen Kunstschaffens zur Malerei. Er gewann zahlreiche Preise und Auszeichnungen.
Pierre Barideau ist Autodidakt und erwarb das Diplome der "Famous Artists School" in West Port, Connecticut, USA. Ausstellungen von ihm waren zu sehen unter anderen im "Salon des Indépendants" in Paris. Er bevorzugt florale Motive der Provence, hauptsächlich in Öl.
Pierre Besson ist im Bereich Kommunikation und Werbung tätig und hat eigene Untersuchungen zum Thema "Entwicklung der Vorstellungskraft im poetischen Ausdruck mit Hilfe von Zeichnen, Malen und Fotografie" veröffentlicht. Ausstellungen in Paris, Reims, Le Mans und Westfrankreich. Er trat außerdem 1985 als Autor und Herausgeber einer Zusammenstellung von Zeichnungen unter dem Titel "Dessimagination" hervor und gab zusammen mit der Reimser Dichterin Micheline Guilhabert eine Auswahl von 46 Zeichnungen und Gedichten heraus.
Bruno Bottaï ist ebenfalls Autodidakt, er malt vorzugsweise Landschaften und Stilleben. Er gewann zahlreiche Auszeichnungen. Fernand Bottaï gewann dreimal den Preis des "Salon Orange" und zahlreiche weitere Preise. Er war bereits 1995 an einer Ausstellung in Waldbronn beteiligt.
Jean-Pierre Bidault ist Autodidakt, beginnend mit Öl, danach Guache und schließlich passionierter Aquarellmaler, der vorzugsweise Küstenlandschaften der Bretagne, Häfen, alte Häuser als Motive darstellt. Er gewann zahlreiche erste Preise, Goldmedaillen, Bronze-Plaquetten und war bereits 1995 an der Ausstellung in Waldbronn beteiligt.
François Campistron Julien ist Schüler seines Bruders Jean Campistron und seit 1976 Mitglied der Vereinigung "Lebendige Kunst" von Châlons-en-Champagne mit zahlreichen persönlichen Ausstellungen und Gruppen-Ausstellungen. Er erhielt den Aquarell-Preis Esternay 1998 und den Guache-Preis Esternay 2001.
Jean Campistron ist ein ehemaliger Schüler der "Ecole normale superieur" für angewandte Künste in Paris. Seit 1970 Ausstellungen mit zahlreichen Auszeichnungen in französischen Großstädten, in Deutschland, Italien, USA und Japan. Er erhielt auch eine Einladung in die ehemalige UdSSR, wo seine Werke im Puschkin-Museum in Moskau und in der Eremitage von Sankt Petersburg ausgestellt werden. Mehrere öffentliche Einrichtungen in Paris und der französischen Provinz stellen seine Bilder aus, so unter anderen das Theater de Champs-Elysées, das Theater Marigny, la Chapelle de la Sorbonne, Orangerie im Schloss von Versailles, Flughafen Orly, Caroussel du Louvre, Nationalversammlung, Jean Campistron ist Lehrer an der Nationalen Hochschule für angewandte Kunst und Berufe des Kunsthandwerks in Paris.
Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise und ist Ehrengast zahlreicher Ausstellungen. Arbeiten von Ihm befinden sich u.a. in der Botschaft von Mauritius in Paris, in der Sammlung von Taiyo Bijutsu Kyokai in Japan, in zahlreichen privaten Sammlungen in Frankreich, USA, England, Japan, Italien und Deutschland. Schließlich ist Jean Campistron Ritter vom Orden der Künste und Schriften.
Demongeot ist Maler, Bildhauer, Portraitist und malt seit 1980 in Öl in einem sehr eigenständigen, strukturhaften Stil. Sein Themenschwerpunkt sind Menschen in Vietnam und Gabun, wo er während eines Aufenthalts 1994 Zugang zum bildhauerischen Gestalten findet und die Frau bevorzugter Gegenstand seiner Arbeiten ist. Er ist in zahlreichen Privatsammlungen in Frankreich, Belgien, Schweiz und USA vertreten.
Alain Déschamps, zunächst Autodidakt, lernte in den Ateliers namhafter Künstler im Périgord. Zahlreiche Ausstellungen mit der Künstlervereinigung der Polizeipräfekturen in Paris, der Region Paris und auf den Antillen, sowie seit seiner Übersiedlung nach Montmirail regelmäßige Ausstellungen in der Region.
Daniel Diebold erhielt seine künstlerische Ausbildung an der "Ecole Nationale des Beaux-Arts" in Reims. Seine Arbeiten wurden auf zahlreichen Ausstellungen mit Preisen honoriert.
Colette Loriot wird durch ihren international bekannten Vater Bernard Loriot sehr früh in alle Techniken der Malerei eingeführt. Nach dem Abitur studiert sie drei Jahre die schönen Künste in Caen: Kupfergravur, Anatomische Studien, Werbe-Deko, Töpferei, Bildhauerei, Malen in Öl, Aquarell und Keramik. Danach folgen weitere Studien in Komödie, Theater und Film nach dem Vorbild der amerikanischen Künstlerausbildung. Sie nimmt Unterricht im Fechten, im Stunt, im klassischen Tanz und in Choreografie. Sie eröffnet schließlich in Paris die Galerie "Loriot", wo sie Werke ihres Vaters und eigene Arbeiten ausstellt. Seit acht Jahren lebt sie in Esternay, wo sie weiterhin künstlerisch tätig ist.
Anaël Topenot entwirft Industrie-Werbegrafik und –Dekorationen und ist Gründer der Bewegung "Kunst und Industrie". Zu diesem Thema verfasst er auch eine Dokumentation.
Todor Vassilev studierte an der Kunstakademie in Sofia angewandte Kunst, Design und Mode. Nach Beendigung seines Studiums verbringt er ein Jahr in Polen, wo er unter anderem die Technik der Ikonenmalerei erlernt. Danach folgen mehrere Aufenthalte in Russland als Film-Kulissenmaler. 1981 übersiedelt er nach Frankreich und widmet sich seit 1995 ausschließlich der Malerei mit zahlreichen Ausstellungen und Preisen.
Lucette Vieau ist Autodidaktin und malt seit fünf Jahren.

 

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