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12.10.2013 Pervez Mody beim Kulturring

Pervez Mody gastierte erneut beim Kulturring

Pervez Mody im Kulturtreff.


zum dritten Mal war es dem Kulturring Waldbronn gelungen, den jungen indischen Pianisten Pervez Mody nach Waldbronn zu locken. In Indien geboren erhielt er mit vier Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Nachdem er mehrere Wettbewerbe gewonnen und zahlreiche Konzerte gespielt hatte, erhielt er mit 17 Jahren ein Stipendium am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau, das er mit höchster Auszeichnung abschloss.
1995 begann er wiederum als Stipendiat ein Aufbaustudium an der Musikhochschule Karlsruhe, das er 1998 mit den besten Noten abschloss. 2002 erhielt er für sein Konzertexamen die höchste Auszeichnung. Seit der Zeit führen ihn Konzerttourneen als Solist und mit renommierten Orchestern durch ganz Europa, Südamerika und Indien.
Auch bei diesem Konzert bestätigte Pervez Mody den Ruf, der ihm vorausging. Die Zuhörer begegnetem einem sympathischen jungen Pianisten mit einer exorbitanten Gestaltungskraft, der das Wesentliche einer Komposition sehr fein herausarbeiten kann. Diese Begabung fesselte und begeisterte die Zuhörer ebenso wie seine schier unglaubliche Sicherheit und Virtuosität.
In seinem Konzert begann er mit drei Werken des 1908 gestorbenen amerikanischen Komponisten Edward MacDowell. Er begann mit "To a wild Rose", dem wohl populärsten Stück des Komponisten, aus den Woodland Sketches, ließ das "Schottische Poeme" aus den sechs Poemen nach Heinrich Heine folgen und schloss mit der dreisätzigen Sonate "Keltic". Von Franz Liszt, dem wohl genialsten Virtuosen seiner Zeit, interpretierte Mody ausdrucksstark "Consolation Nr. 3". Der "Rigoletto Paraphrase" von Liszt, passend zum Verdi Jahr, liegt das Quartett aus der gleichnamigen Verdi-Oper zu Grunde.
Schwerpunkt im Programm waren fünf Werke von Alexander Skrjabin. Der "Sonate Nr. 4" ließ Mody das "Nocturne Op. 9", das "Impromptu aus Op. 14" "Preludien aus Op. 22" folgen. Bei den "2 Poéme op. 63" war bereits der atonale Stil Skrjabins zu hören, der einen Wendepunkt in der Musik einläutete. Den Schlusspunkt setzte mit "L'isle Joyeuse" von Claude Debussy eines der populärsten Werke des französischen Impressionismus.
Mit lang anhaltendem Beifall dankten die Zuhörer Pervez Mody für einen interessanten und virtuosen Abend beim Kulturring Waldbronn. Er seinerseits dankte für den Applaus mit zwei Stücken von Frederic Chopin als Zugabe.

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