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12.09.2013 Landrat besuchte Waldbronn

Landrat zu Gast in Waldbronn
Besuch bei Polytec und Gespräch mit Gemeinderäten

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel (rechts) war im Rahmen seiner regelmäßigen Gemeindebesuche jetzt in Waldbronn zu Gast. Im Beisein von Bürgermeister Franz Masino trug er sich ins Goldene Buch der Gemeinde ein.


Im Rahmen seiner regelmäßigen Gemeindebesuche war Landrat Dr. Christoph Schnaudigel am Donnerstag, 12. September, in Waldbronn zu Gast, um sich mit Bürgermeister Franz Masino und den Gemeinderäten über das aktuelle Geschehen auszutauschen und anstehende Herausforderungen aus erster Hand zu erfahren.
Den Auftakt bildete die Besichtigung der Firma Polytec. Der Weltmarktführer auf dem Gebiet der berührungslosen laserbasierten Schwingungsmesstechnik beschäftigt am Standort Waldbronn 300 Mitarbeiter. "40 % unserer Belegschaft sind Physiker und Ingenieure, dazu kommen noch Elektroniker und Mechatroniker, die als Spezialisten in der Fertigung arbeiten“, skizziert Geschäftsführer Dr. Hans-Lothar Pasch die Struktur von Polytec. "Als Hochtechnologieunternehmen fühlen wir uns in Waldbronn und der TechnologieRegion sehr wohl und wissen es sehr zu schätzen, dass wir die Firma an diesem Standort um 8.000 qm auf das Doppelte erweitern konnten“, so Dr. Pasch.

Bürgermeister Franz Masino und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel lassen sich von Polytec-Geschäftsführer Alfred Link (von links) die Messsysteme erklären, die auch für Fahrzeugkarosserien angewendet werden.


Auf dem Firmengelände ist ein weltweit einzigartiger Teststand untergebracht, an dem Geschäftsführer Alfred Link eindrucksvoll veranschaulichte, wie die von Polytec entwickelten und hergestellten Messgeräte funktionieren. "Der Raum ist schallisoliert und der Boden durch Fugen abgekoppelt, damit keine Gebäude-Schwingungen die Messungen beeinflussen. mit eigenen Messgeräten messen wir für unsere Kunden das Schwingverhalten z. B. von Autokarosserien oder Flugzeugflügeln. Die Messergebnisse fließen dann in die weitere Entwicklung beim Kunden ein“. Die Herstellung der Messgeräte erfolgt in komplexen und präzisen Prozessen. "Die Geräte, die wir in die Bereiche Forschung und Entwicklung verkaufen, aber auch selbst für Auftragsmessungen einsetzen, sind sehr spezifisch und die einzelnen Bauteile sehr komplex. Präzision ist daher bei der Fertigung entscheidend. Die Arbeit an modernen Fräszentren, die beispielsweise einen Aluminiumblock von fünf Seiten bearbeiten, erfordert von unseren Mitarbeitern fundiertes Fachwissen, erläutert Alfred Link beim Rundgang durch die Fertigung. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel war beeindruckt von dem Portfolio der Firma, die in Waldbronn einen guten Standort mit Perspektiven gefunden habe.
Beim anschließenden Gespräch mit den Gemeinderäten nahm das Thema Unterbringung großen Raum ein – in verschiedenen Ausprägungen. Zum Einen ging es um die Unterbringung und Betreuung von Kindern. Hier dankte der Landrat der Gemeinde, die erst vor wenigen Wochen eine neue Kinderkrippe eröffnet hat. "Die Städte und Gemeinden unternehmen gewaltige Anstrengungen, um den Bedarf zu decken. Wir haben im Landkreis zwischenzeitlich ausreichend Plätze.“ Weniger positiv sieht es mit Möglichkeiten zur Unterbringung von Asylbewerbern aus. Innerhalb von zwei Jahren habe der Landkreis zusätzlich 400 Plätze geschaffen, doch die vorhandenen ca. 600 Plätze reichen mittlerweile schon nicht mehr aus, um die Asyl Suchenden bis zum Abschluss des Verfahrens in den Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen, skizzierte der Landrat die schwierige Situation. Nicht viel anders ist die Lage in den Gemeinden, die für die sogenannte Anschlussunterbringung nach Abschluss des Asylverfahrens zuständig sind. "In Waldbronn haben wir noch nicht genügend Gebäude und Wohnräume zur Verfügung, um alle aufzunehmenden Personen unterzubringen. Das beschäftigt derzeit Verwaltung und Gemeinderat“, pflichtete Bürgermeister Franz Masino bei.
Die Anbindung an den ÖPNV war ebenso Thema wie die Weiterentwicklung von Waldbronn. "Waldbronn ist eine attraktive Gemeinde in günstiger Verkehrslage und zum Wohnen sehr begehrt. Leider können wir die große Nachfrage nicht decken, das wollen wir mit Blick in die Zukunft angehen“, gab Bürgermeister Franz Masino zum Abschluss des Gesprächs einen kurzen Ausblick.

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