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31.03.2002 Musikverein Edelweiß Busenbach

Den Hauptteil des 39. Osterkonzerts gestaltete das Blasorchester unter der Leitung von Thomas Schachschal.

Den Hauptteil des 39. Osterkonzerts gestaltete das Blasorchester unter der Leitung von Thomas Schachschal.

Konzertante Musik beherrschte Osterkonzert

Beim 39. Osterkonzert des Musikverein "Edelweiß" Busenbach musizierten Schüler – und Blasorchester

Zum 39. Mal bereits zeigten die Musikerinnen und Musiker des Musikverein "Edelweiß" Busenbach ihr großes Können bei ihrem Osterkonzert, das sich inzwischen einen festen Platz nicht nur im Terminkalender Waldbronns, sondern weit darüber hinaus erworben hat. Bezirksvorsitzender Steffen Neumeister nannte Busenbach eines der "Vorzeigeorchester" in Bezirk und Blasmusikverband. Gestaltet wurde es in diesem Jahr vom Schülerorchester unter der Leitung von Dietmar Schulze und vom Blasorchester unter Thomas Schachschal.
Vorsitzender Fritz Müller konnte unter den zahlreichen Zuhörern Waldbronns Ehrenbürger und Bürgermeister i.R. Martin Altenbach, Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle, Musikschulleiter Armin Bitterwolf, den Präsidenten des Blasmusikverbandes Michael Weber, Bezirksvorsitzenden Steffen Neumeister und Schülerinnen und Schüler der Ecole de Musique St. Gervais besonders begrüßen. Steffen Neumeister ehrte im Verlauf des Konzerts die Musikerinnen und Musiker Diana Austen, Stefanie Kreutz, Antje Lauinger, Jasmin Reiser, Sabrina Vogelbacher und Michael Trautmann für zehnjähriges aktives Musizieren mit der Bronzenen Ehrennadel.
Eröffnet wurde das Konzert durch die Schülerkapelle, die einen guten Einblick in die Jugendarbeit gab, die beim Busenbacher Musikverein geleistet wird. Die jungen Musiker begannen mit einem Auszug aus der Festmusik von Richard Wagner und ließen in der Zusammenstellung von Dietmar Schulze ein Medley aus bekannten Musicals folgen. In "The great locomotive chase" von Robert W. Smith erzählten die jungen Musiker eine Geschichte aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, ehe sie mir "Popmusic", Zusammenstellung Dietmar Schulze, große Hits zu Gehör brachten. Für den lebhaften Beifall bedankten sich die Jungmusiker mit einer besonderen Zugabe, die Einblick in die rhythmische Ausbildung gab, und bei der mit allem musiziert wurde, was der Körper hergab.
Das Programm des Blasorchesters unter der sicheren Leitung von Thomas Schachschal verlangte dann nicht nur den Musikerinnen und Musikern alles ab, auch bei den Zuhörern war über fast das gesamte Programm hohe Konzentration gefordert. Schachschal ging konsequent einen anderen Weg als bei bisherigen Konzerten: keine traditionellen Märsche oder Ouvertüren, dafür konzertante Musik auf hohem Niveau, meist von Komponisten unserer Zeit. Dabei bestach das Orchester durch ein transparentes Musizieren, bei dem die einzelnen Stimmen und Motive filigran und klar akzentuiert herausgearbeitet waren.
Das begann mit dem einleitenden "Czardas" aus dem Ballett "Coppelia" des 1891 verstorbenen Leo Delibes. Mit Frank Laffin als Sprecher interpretierte das Blasorchester dann die musikalische Erzählung "Max und Moritz", in der der zeitgenössische Komponist Hans Dörner die Streiche der beiden Wilhelm-Busch-Figuren musikalisch nachzeichnete. Eingearbeitet in das Stück waren Melodien von bekannten Volks- oder Kinderliedern, die die einzelnen Streiche musikalisch charakterisierten.
Fast kammermusikalisch ausgeprägt waren die sechs "Rumänischen Tänze" des Ungarn Bela Bartok (1881 – 1945), die fein ziseliert von den einzelnen Instrumentengruppen gespielt wurden. Melodiös und transparent musiziert auch "Böhmische Dorfbilder" nach Gemälden von Josef Lada, für Blasorchester geschrieben von Evzen Zamecnik mit den Sätzen "Der Frühling", "Der Nachtwächter" und dem anschaulich im wahrsten Sinn des Wortes dargebotenen Schlusssatz "Die Rauferei im Wirtshaus". Den französischen Gästen aus St. Gervais gewidmet war der "Marche Militaire Francaise" von Camille Saint-Saens.
In den modernen Bereich zielte zunächst die "Trumpet Party" von Markku Johansson, einem Samba für drei Solotrompeten und Blasorchester, gespielt von Eugen Rudolf, Harald Reiser und Nils Kaminski. Bei "Abba Symphonic" von Benny Andersson, Stig Anderson und Björn Ulvaeus bewiesen die Musiker, dass sie mit Elisabeth Ochs, Simone Weber und Michael Trautmann auch hervorragende Gesangssolisten in ihren Reihen haben. Das galt genau so für das Folgende "I will follow him" aus dem Musical "Sister Act", das Elisabeth Ochs, Jasmin Reiser, Hildegard und Michael Trautmann, Simone Weber und Miriam Weimann gefühlvoll interpretierten. In "Fusion Factory" vermischte James L. Hosay frühe Jazz – Harmonien mit Rock – Elementen. Für den Beifall bedankten sich Dirigent und Musiker mit "Slava" von Nikolai Rimskij – Korssakow, einem Werk, das den Musikern und dem Dirigenten nach nunmehr fast dreistündiger Konzertdauer nochmals alles abverlangte. Mit dem Titel aus "Sister Act" als zweiter Zugabe verabschiedeten sich die Musiker und ihr Dirigent dann endgültig von ihrem Publikum.

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