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30.03.2002 Musikschule St. Gervais zu Gast

Renate Bernhardt (vorne), Vorsitzende des Waldbronner Freundeskreises St. Gervais, überreichte Eric Parra, dem Leiter der Ecole de Musique St. Gervais, ein Präsent, rechts Waldbronns Musikschulleiter Armin Bitterwolf.

Renate Bernhardt (vorne), Vorsitzende des Waldbronner Freundeskreises St. Gervais, überreichte Eric Parra, dem Leiter der Ecole de Musique St. Gervais, ein Präsent, rechts Waldbronns Musikschulleiter Armin Bitterwolf.

Junge Musiker aus St. Gervais gaben Konzert

Ecole de Musique löste damit Versprechen eines Gegenbesuchs ein

Lebendig sind die Partnerschaften Waldbronns. Das zeigt sich gerade in diesen Tagen. Über Ostern waren Lehrkräfte und Schüler der Ecole de Musique St. Gervais zu Gast in Waldbronn, ab dem kommenden Wochenende werden Künstler aus Esternay, der anderen französischen Partnergemeinde, im Waldbronner Rathaus ausstellen.
Am Samstag vor Ostern musizierten Schüler und Lehrer der Ecole de Musique St. Gervais im Rahmen einer Partnerschaftsbegegnung im Kulturtreff Waldbronn. Damit wurde in das Bild der Partnerschaft mit der französischen Gemeinde am Fuß des Mont-Blanc ein weiterer, gelungener Mosaikstein eingefügt. Vor zwei Jahren machte dabei die Musikschule Waldbronn den Anfang. Ebenfalls Schüler und Lehrer waren in Savoyen zu Gast und gaben ein Konzert. Am Ende stand dann die Einladung zu einem Gegenbesuch in Waldbronn, der jetzt eingelöst wurde.
Insgesamt 26 Teilnehmer, darunter fünf Lehrkräfte, waren nach Waldbronn gekommen und gestalteten ein Konzert, das von den zahlreichen Zuhörern begeistert aufgenommen wurde. Damit ging auch der eingangs geäußerte Wunsch von Eric Parra, dem Leiter der Ecole de Musique, in Erfüllung, mit diesem Konzert genau so viel Freude zu bereiten, wie es der Waldbronner Musikschule in St. Gervais gelungen war. Begrüßt wurden sie zu Beginn durch Renate Bernhardt, Vorsitzende des Freundeskreises St. Gervais, und von Musikschulleiter Armin Bitterwolf, die ihre Gäste willkommen hießen und unter den Zuhörern auch Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle begrüßen konnten. Beide betonten ebenso wie Eric Parra, dass der Austausch der beiden Musikschulen vor allem junge Menschen zusammenführe.
Das Konzertprogramm selbst hatten die jungen Gäste aus St. Gervais geschickt aufgebaut. Ausgehend von Duos wurden die Gruppen immer größer bis zum abschließenden Finale alle jungen Musikerinnen und Musiker die Bühne des Kulturtreff mit ihrer unbändigen Spielfreude füllten. Durch das Programm führte Eric Parra, der daneben noch selbst am Flügel und am Marimbaphon aktiv war, so wort- und gestenreich, dass auch die Zuhörer wussten, um was es ging, die kein Französisch verstanden.
Begann man mit einer Klaviersuite für Klavier zu vier Händen von Claude Debussy und zwei alten Tänzen für Posaunenduo noch ganz traditionell, so leitete das Klarinettenkonzert eines zeitgenössischen französischen Komponisten schnell zu modernen Rhythmen über. Ob Glenn-Miller-Sound, Jazz, Blues, die weltberühmte Filmmusik zu "Pink Panther", sie gaben den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, ihre mit Technik gepaarte Spielfreude zu zeigen. Besonders beeindruckte bei den letzten Stücken die Improvisationsfähigkeit der einzelnen Instrumentalgruppen. Saxophon, Klarinette, Trompete, Posaune, Klavier, Schlagzeug und Marimbaphon wechselten sich in gekonnten Einlagen ab, die von den Zuhörern zunehmend mit spontanem begeistertem Szenenapplaus bedacht wurden.
So war am Ende des knapp zweistündigen Konzerts klar, dass die französischen Musikschüler nicht ohne Zugabe von der Bühne kommen würden. Und auf Zustimmung stieß auch der abschließende Wunsch von Eric Parra und Armin Bitterwolf, diese Konzerte zu einem festen Bestandteil der Partnerschaft werden zu lassen.
So war am Ende des knapp zweistündigen Konzerts klar, dass die französischen Musikschüler nicht ohne Zugabe von der Bühne kommen würden. Und auf Zustimmung stieß auch der abschließende Wunsch von Eric Parra und Armin Bitterwolf, diese Konzerte zu einem festen Bestandteil der Partnerschaft werden zu lassen.
Der Freundeskreis hatte um das Konzert herum ein Rahmenprogramm für die französischen Gäste organisiert. So wurden sie nach ihrer Ankunft im Rathaus durch Bürgermeisterstellvertreter Helmut Völkle begrüßt, der dabei die Grüße des in Urlaub weilenden Bürgermeisters Harald Ehrler überbrachte. Am Sonntag fuhren die jungen Musiker dann nach Bruchsal, um das Schloss und vor allem das Musikinstrumentenmuseum zu besichtigen. Nach einem Besuch in der albtherme besuchte man das Osterkonzert des Musikverein "Edelweiß" Busenbach. Im Anschluss daran hatte der Musikverein die französischen Gäste zu einem gemeinsamen Abendessen in den Proberaum eingeladen. Bei der Abfahrt am Montagmorgen dankte Patrick Clevy, der Vertreter des Partnerschaftskomitees aus St. Gervais, dass alle St. Gervolains gerne noch hier bleiben würden, weil es in Waldbronn so schön sei.

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