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24.07.2013 Waldbegehung des Gemeinderats

Gutes Zwischenzeugnis für Forsteinrichtung

An mehreren Stellen wurden wurden bei der Begehung des Waldbronner Gemeindewalds Aufforstungen besichtigt.


Ein "Zwischenzeugnis" für die Umsetzung der Forsteinrichtung gab es bei der Waldbegehung des Waldbronner Gemeinderats. Martin Köllner, beim Regierungspräsidium Freiburg für die Forsteinrichtung im Bezirk Karlsruhe zuständig, hatte großes Lob für Revierförster Josef Mayer parat.
Der Waldbronner Wald laboriert noch immer an den Nachwirkungen des Sturms Lothar und auch der heiße Sommer 2003 hat bei den Buchen Schäden hinterlassen, von denen sich die Bäume bis heute nicht erholt haben. Bei der Vornutzung konnte nur die Hälfte des Plans erreicht werden, sie soll aber in den nächsten fünf Jahren gesteigert werden. Bei der Hauptnutzung schlug Köllner vor, abweichend über die nächsten 10 Jahre den Einschlag um 2000 auf 18000 Festmeter zu reduzieren. Bei der Jungbestandspflege waren 5 ha geplant, 7 ha wurden durchgeführt. Trotz dieses hohen Pflegeaufwands, so Mayer, konnten noch 7000 Euro Gewinn erwirtschaftet werden. Auf Fragen der Gemeinderäte blickte Forstamtsleiter Thomas Rupp vorsichtig in die Zukunft. Das Betriebsergebnis könne in den nächsten Jahren annähernd konstant bleiben, da weniger Pflegemaßnahmen anfallen.

Martin Köllner (rechts), vom Regierungspräsidium Freiburg, erläutert den Zwischenstand der Forsteinrichtung. Das Schaubild wird gehalten von Revierförster Josef Mayer und Forstamtsleiter Thomas Rupp (2. und 3. von rechts).

Für Diskussionen gesorgt hatte der Einschlag an den unteren Parkplätzen beim Kurpark. Er sei aber notwendig gewesen, so Rupp und Mayer, da die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleitet war. An zwei Bäumen, die aber in den nächsten Wochen noch gefällt werden, erläuterten Rupp und Mayer die Schadbilder. Aufgeforstet wurde die Fläche weitgehend mit Douglasien. Unterstützt durch die Naturverjüngung soll hier ein Mischwald mit Douglasien als Hauptelement entstehen.
Ein Schwerpunkt war das GeoCaching. Waldbronn hat mit Zustimmung des Natur- und Landschaftsschutzes zwei GeoCache-Pfade zum Thema "Spaß in Waldbronn" geschaffen, wie Bürgermeister Franz Masino erläuterte. Waldbronns Umweltbeauftrage Isa Weinerth sah darin die Chance, Menschen in die Natur zu bringen und Infos über Waldbronn zu vermitteln. Probleme, so Mayer, bereite der "Wildwuchs". Werde ein ungenehmigter Cache gefunden, kann ihn die Gemeinde sicherstellen. Rupp plädierte für eine Liste mit möglichen Standpunkten, wobei die Entfernung vom Weg nie mehr als 10 m betragen soll und die Caches nur auf festen Wegen erreichbar sind.
An einer weiteren Station zeigte Thomas Rupp, dass in jüngeren Beständen oft noch ältere Bäume stehen, die aber erhalten werden, solange sie verkehrssicher sind. Ein weiteres Beispiel waren Eichen in einem 70-jährigen Bestand, die entlang des Weges freigestellt werden, um die Kronenentwicklung zu fördern.
Insgesamt erfolgt der Nachwuchs in Waldbronn zu 80 Prozent durch Naturverjüngung. Bei Nachpflanzungen sprach sich Rupp für Bäume aus, die nach heutigem Wissensstand dem Klimawandel standhalten können. Die Waldwege werden, so die Forstleute, durch Starkregen immer wieder geschädigt. "Wir können die Wege leider nicht stark-niederschlagsfest machen", sagte dazu Thomas Rupp.

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