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20.07.2013 50 Jahre Waldschule Etzenrot

"Waldschule ist gut aufgestellt"

Mit dem Musical "Waldleben" eröffnete der Schulchor das Schulfest der Walödschule

50 Jahre Waldschule Etzenrot war Anlass genug, ein Schulfest zu feiern, das weitgehend unter dem Thema "Wald" stand. Gelungen ist es, weil an der Waldschule alle -Schüler, Lehrer und Eltern- gemeinsam anpackten.
100 Schüler von der ersten bis zur achten Klasse wurden anfangs der 50er Jahre von zwei Lehrern in zwei Klassenzimmern unterrichtet. Ein dritter, eigentlich notwendiger Lehrer, konnte im damaligen Schul- und Rathaus nicht eingestellt werden. 1958 beschloss der Gemeinderat einen Schulneubau für 550.000 Mark. Zum Schuljahr 1962/63 konnten die Schüler ihre neue Schule in Beschlag nehmen. 123 Schüler waren es im ersten Jahr. Heute besuchen 74 Kinder der ersten bis vierten Klasse die Waldschule.

Interessiert verfolgten die Zuschauer im Saal des Gesellschaftshauses das Geschehen beim "Waldleben".

Die Schule ist auch Stützpunktschule für "Lese-Intensiv-Maßnahme“ (LIMA) und "Rechen-Intensiv-Maßnahme (RIMA). Die Schule pflegt Kooperationen mit Vereinen, Projektarbeiten oder sportliche Aktivitäten gehören ebenfalls zum Schulprofil. In Etzenrot war man immer darauf bedacht, etwas andere Wege zu gehen. Die vormalige Schulleiterin Ingeborg Jörg erwähnt frühere Projekte wie "gemeinsame Stunden mit allen Klassen“ oder das "gesunde Frühstück“, ein Angebot von Schülern für Schüler. Und auch das macht die Waldschule aus: Engagierte Eltern, die sich einbringen. Gerade sie waren einer der Trümpfe beim Schulfest.
Eingeleitet wurde das Schulfest im Gesellschaftshaus Etzenrot. Dort begrüßte Rektorin Ruth Csernalabics die in großer Zahl gekommenen "Etzerötter", die damit die Verbundenheit mit "ihrer Waldschule" zum Ausdruck brachten. Ihr besonderer Gruß galt Bürgermeister Franz Masino, den Nachbarschulleitern Peter Hepperle und Rolf Nold sowie mit Ingeborg Jörg einer ihrer engagierten Vorgängerinnen. In der Waldschule, so Csernalabics, habe traditionell das Kind im Mittelpunkt gestanden. Eine solch kleine Schule sei "ein Schatz in der Schullandschaft". Für manchen Schüler sei es auch nach der Grundschule von Vorteil, in einem überschaubaren Rahmen bleiben zu können.

Einen Riech- und Klanggarten hatte die Garten AG der Waldschule zum Schulfest gestaltet.

Dem schloss sich Bürgermeister Franz Masino an. Schon die Auswahl des Standorts vor 50 Jahren sei ein Volltreffer gewesen. Er wies auch darauf hin, dass die Waldschule als einzige Waldbronner Schule ein Kunstwerk auf der Giebelwand ziere. Das Motiv vom reichen Fischfang werde auch durch die geplante energetische Sanierung des Gebäudes nicht betroffen. Mit Projekten und Kooperationen lasse die Waldschule immer wieder aufhorchen, die über 40 Jahre von Raimund Koch und Ingeborg Jörg engagiert geführte wurde. Die Waldschule sei heute auch bei sinkenden Schülerzahlen "gut aufgestellt". Glückwünsche überbrachten auch die Rektoren Hepperle und Nold für "über 500 Schüler" der beiden Waldbronner Nachbarschulen.
Danach zauberten die Kinder des Schulchores "Waldleben" auf die Bühne des Gesellschaftshauses. Einstudiert hatte Victoria Mertes die Lieder, die auch am Klavier begleitete, die schönen Masken hatte Dorothea Heimes, die Mutter eines Waldschul-Kindes, entworfen und mit den Schülern gestaltet. Das Musical schildert in neun Liedern das Leben im Wald bei andauerndem Regen. Jedes der kleineren Waldtiere hat anders unter der anhaltenden Nässe zu leiden. Schließlich vereinen sich alle zum Schlusssong "Wer weiß, wie lang der Wald noch steht?" Langer Beifall dankte dem Schulchor für seine gelungene Leistung.

Zwei Insektenhotels hatten die Viertklässler der Waldschule unter Anleitung von Manfred Sties gebaut. Beim Schulfest wurden sie "eröffnet".

Danach begann auf dem Gelände der Waldschule das Schulfest mit einigen Höhepunkten. Zwei Insektenhotels wurden eröffnet, die die Viertklässler unter Anleitung von Manfred Sties vom BUND gebaut hatte. Großen Zuspruch fand auch der von der ehemaligen Rektorin Ingeborg Jörg gestaltete Rückblick auf 50 Jahre Waldschule. Rund ums Schulhaus gab es einen Riech- und einen Klanggarten, gestaltet von der Garten-AG der Schule. Bei Kaffee und Kuchen war vor allem für Eltern und ehemalige Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in Erinnerungen zu schwelgen. Auch das gehört zu einem Schulfest.

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