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01.07.2013 Regierungspräsidentin besuchte Waldbronn

Situation Waldbronns dargelegt

Eintrag ins "Goldene Buch" der Gemeinde: (von links) Bürgermeister Franz Masino, Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel

Ihren Antrittsbesuch in Waldbronn machte in Begleitung von Landrat Dr. Christof Schnaudigel Regierungspräsidentin Nicolette Kressl. In einem einleitenden Gespräch mit Bürgermeister Franz Masino wurden kommunale Schwerpunkte erörtert.
Ein wichtiges Thema war die regionale Schulentwicklung. Waldbronn wollte mit einem Antrag zur Gemeinschaftsschule seinen Schulstandort sichern, muss aber mindestens 4 Mio. investieren, während Karlsbad, wie Masino einräumte, ohne größere Investitionen auskomme. Deshalb habe man sich geeinigt, im kommenden Jahr einen gemeinsamen Antrag zu stellen. Der Standort, so Masino, werde wohl auf Karlsbad hinauslaufen. Eckpunkte zur regionalen Schulentwicklung müssten festgelegt werden, betonte die Regierungspräsidentin. Erfreut war sie ebenso wie der Landrat darüber, dass bei den Kommunen die Interkommunale Zusammenarbeit funktioniere.
Masino wies auf die Struktur Waldbronns mit Gewerbe und zahlreichen Einrichtungen zur Naherholung hin. Global Player wie Agilent und Polytec hätten sich auch wegen der Waldbronner Infrastruktur angesiedelt. Auf eine Frage der Regierungspräsidentin nach den Bauplatzpreisen räumte Masino ein: "Sie gehen gegen Null, denn wir haben keine Bauplätze mehr!" Auf dem freien Markt würden Plätze aber mit Quadratmeterpreisen bis 500 Euro gehandelt.

Bei einer kurzen Ortsbefahrung machte Bürgermeister Franz Masino mit Regierungspräsidentin und Landrat auch in Neurod bei dem alten Fabrikensemble Station


Als große Aufgabe bezeichnete es Masino, jährlich 1 Mio. für die Gemeindestraßen aufzuwenden. Auf die finanzielle Situation eingehend sagte er, dass Waldbronn 2007 runde 22 Mio. Schulden hatte, derzeit liege man bei knapp 16 Mio. und für 2020 peile man die 10 Mio.-Marke an, "wenn die wirtschaftliche Entwicklung so bleibt". Im Hinblick auf die hohe Verschuldung, habe man 2009 die Einrichtungen und freiwilligen Leistungen der Gemeinde auf den Prüfstand gestellt. Besonders der Eistreff sei immer wieder Diskussionsthema. Allerdings sei der Betrieb dort so optimiert, dass die Einrichtung einschließlich Abschreibungen jährlich einen Verlust von nur noch 100.000 Euro produziere. Auf die Frage der Regierungspräsidentin nach einem privaten Betreiber meinte Masino, der sei schon zu finden, aber nur wenn die Gemeinde das Defizit trage.
Insgesamt bekannte sich Waldbronns Bürgermeister zu den freiwilligen Einrichtungen. "Unsere Bürger zahlen hohe Grundstückspreise und eine hohe Grundsteuer, da können wir nicht eine Einrichtung nach der anderen schließen, wegen der sie zum Teil nach Waldbronn gezogen sind".
Ein Fragezeichen setzte er hinter den angedachten Hochwasserdamm oberhalb von Neurod. Dort trat er vehement für die Entwicklung des Fabrikgebäudes ein, da sonst das denkmalgeschützte Ensemble zu verfallen drohe. Ein potenzieller Investor benötige kleinere bauliche Ergänzungen, was der Regionalverband aber beharrlich ablehne.

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