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29.06.2013 Kirchenmusikprojekt Seelsorgeeinheit

"Geh, aber geh mit Gott"

Über 200 Mitwirkende waren am Musikprojekt der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad in der Reichenbacher Pfarrkirche St. Wendelin beteiligt.

"Kirche ist Bewegung und braucht Menschen, die sich bewegen lassen", sagte Pfarrer Torsten Ret bei der Aufführung des Musikprojekts der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad in der Reichenbacher Pfarrkirche. Das Konzert war in der Tat ein Zeichen für Bewegung, denn über 200 Mitwirkende fast jeden Alters ließen sich zum Mittun bewegen. Die Resonanz bei den Zuhörern war an beiden Abenden groß, die Reichenbacher Kirche war gut besetzt. Die Organisation der Vorbereitung und des Konzerts selbst lag bei Kurt Bechtel.
Viele Monate haben sich die Kirchenchöre, verstärkt um Projektsängerinnen und Sänger in Gesamt und Registerproben auf das Projekt vorbereitet. Initiiert wurde es von Pfarrer Torsten Ret, der es sich nicht nehmen ließ, auch Gesamtproben zu besuchen. Mitstreiter waren schnell gefunden. So übernahm Stefan Fritz, er leitet den Kirchenchor Reichenbach-Etzenrot, die musikalische Gesamtleitung. Ihm zur Seite standen bei Einzelproben Monika Keßler vom Kirchenchor Busenbach und Norbert Höptner aus Karlsbad.
In fünf Themenkreisen hatte Günter Bauer, zuständig für Dramaturgie und Moderation, den Weg der Seelsorgeeinheit als Glaubensweg beschrieben. Sie bestehe formal schon eine Weile auf dem Papier, so Bauer. Das Kirchenmusikprojekt solle zum Zusammenwachsen beitragen.
Zeichen für dieses Zusammenwachsen waren die Teilnahme der Kirchenchöre aus Busenbach, Karlsbad (Leitung: Norbert Höptner) und Reichenbach-Etzenrot, verstärkt durch Projektsängerinnen und Sänger. Stefan Fritz als musikalischer Leiter hatte dazu eine Band gewonnen mit Ulrike Rose, Brigitte Kruse und Bennet Niederhöfer sowie das Schulorchester des Hebel-Gymnasiums Pforzheim, das von Monika Keßler geleitet wird, der Dirigentin des Busenbacher Kirchenchors.

Mit Spielen wurden die einzelnen Themenblöcke näher beleuchtet.

Die Themenkreise wurden verdeutlicht durch Jugendliche aus der Seelsorgeeinheit mit aussagekräftigen Spielen, Liedern des Chores und gemeinsam mit der Gemeinde gesungene Liedern. In einem Vorspiel ließ Bruno Hamm die Reichenbacher Orgel in all ihrer Schönheit erklingen.
"Mit meinem Gott spring ich über Mauern" sangen anschließend der evangelische (Leitung: Hannah Fritz) und der katholische Kinderchor Karlsbad (Leitung: Katja Habitzreiter) und der Schulchor der Anne-Frank-Schule, geleitet von Rolf Nold. Danach folgte gemeinsam mit der Gemeinde von Kinder- und Projektchor aus dem Gesangbuch "Kreuzungen" das Lied "Gut, dass wir einander haben".
Im zweiten Themenkreis "Flurbereinigung" stand die Neuordnung im Mittelpunkt des Spiels und der Lieder. "Das Feld bestellen und säen" hatte das Gleichnis vom Senfkorn zum Inhalt mit dem Choral "Jesus bleibt meine Freude" von Johann Sebastian Bach als einem der musikalischen Höhepunkte. "Gott lässt wachsen" führte zum letzten Kreis "Ernten". Beim "Psalm 150" von Cesar Franck mit zahlreichen Dur-Moll-Wechseln setzten Chor und Dirigent einen Höhepunkt. Überhaupt konnten sich Sänger und Instrumentalisten jederzeit auf Stefan Fritz verlassen, der mit seiner Ruhe und sicheren Zeichengebung wesentlich für den Erfolg stand. Den eindrucksvollen Schlusspunkt setzte mit den Kinderchören der Song "Schau auf die Welt" des 1945 geborenen Engländers John Rutter.
Mit Beifall nach den einzelnen Darbietungen und Standing Ovations am Schluss dankten die Zuhörer allen Mitwirkenden für einen eindrucksvollen "konzertanten Gottesdienst", wie es Pfarrer Ret formulierte.

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