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30.05.2013 Fronleichnam 2013

Den Glauben bezeugt

Der Regen machte am Fronleichnamsfest eine Pause und so konnte die Prozession der Seelsorgeeinheit Karlsbad-Waldbronn bei Sonnenschein bis zur Kapelle "Maria Zuflucht" ziehen.

Die gemeinsame Prozession aller Pfarreien der Seelsorgeeinheit Karlsbad-Waldbronn zog in diesem Jahr durch die Straßen Busenbachs. Verantwortlich für die Organisation war die Pfarrei St. Katharina. An Fronleichnam, dem Hochfest "des heiligsten Leibes und Blutes Christi“ wird die leibliche Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert. Die erste Fronleichnamsprozession in Bayern fand 1273 in Benediktbeuren statt.
Etwas sorgenvoll schauten die Verantwortlichen der Seelsorgeeinheit Karlsbad-Waldbronn in den Tagen vor dem Fest zum Himmel. Für Pfarrer Torsten Ret allerdings stand am Vortag schon fest: "Wenn es nur leicht regnet, findet die Prozession statt." Bei schönem Wetter könne schließlich jeder eine Prozession halten. Wie auf Geheiß verzogen sich am Fronleichnamstag auch die Wolken.

Den Blumenteppich vor der Kapelle "Maria Zuflucht" gestalteten Mitglieder des Pfarrgemeinderats.

Schon früh am Morgen machten sich die Kolpingsfamilie, die Jugend und die Ministranten und der Pfarrgemeinderat aus der Pfarrei Busenbach auf, um die drei Altäre am Prozessionsweg zu schmücken. Zwei davon standen in der Leopoldstraße, einer vor der Kapelle "Maria Zuflucht".
Bis über den letzten Platz hinaus war die Busenbacher Pfarrkirche St. Katharina beim vorausgehenden Gottesdienst von Gläubigen aller Pfarreien besucht. Dies wertete Pfarrer Torsten Ret als ein erfreuliches Zeichen für das Zusammenwachsen der Seelsorgeeinheit. Menschen gingen auf die Straße und demonstrieren öffentlich für ihre Überzeugung und "deshalb gehen wir heute mit dem Allerheiligsten, mit Jesus Christus auf die Straße", so Pfarrer Ret. Menschen aus der gesamten Seelsorgeeinheit seien zusammengekommen, um ihren Glauben in der Öffentlichkeit zu bezeugen.
Seine Predigt hatte der Pfarrer unter das Thema "Brot" gestellt. Wenn wir Brot brechen und essen, sei das mehr als Nahrungsaufnahme. Das Brotbrechen bedeute die Aufnahme von Gemeinsamkeit und auch das Wunder der Brotvermehrung sei keine Show, sondern vielmehr eine Aufforderung zum Teilen gewesen. Wie das Brot verwandelt werde ohne sein Aussehen zu ändern, so werden auch wir durch Christus verwandelt.

Erste Station auf dem Prozessionsweg war der von der Kolpingsfamilie Busenbach gestaltete Altar in der Leopoldstraße.

Musikalisch begleitete der Musikverein "Edelweiß" Busenbach die Prozession auf ihrem Weg durch die Straßen Busenbachs. Gleichsam als Symbol für die Gemeinsamkeit in der Seelsorgeeinheit waren auch Musiker aus Reichenbach und Etzenrot mit dabei. Sichernd begleitet wurde die Prozession durch Polizei, Freiwillige Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz Busenbach. Grund zum Eingreifen gab es nicht. Der Abschluss des Fronleichnamsfests war eigentlich mit einem familiären Beisammensein bei der Kapelle geplant. Er wurde aber im Voraus schon ins Busenbacher Pfarrheim verlegt. "Wir wollten unser Glück nicht überstrapazieren", sagte Pfarrer Torsten Ret bei seinem Schlusshinweis vor der Busenbacher Kapelle. Dort klang die Prozession aus mit dem Lied "Großer Gott, wir loben dich!"

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