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09.05.2013 Sportfest TSV Reichenbach

24. Schüler- und Behindertensportfest

Die Siegerehrung vereine die behinderten Sportler nochmals auf der Bühne, mit dabei (von links) Bürgermeister Franz Masino, William Schmitt (TSV), Gerhard Becker und (rechts) Carlheinz Löschner (beide Lions-Club.

Der Wettergott war dem TSV Reichenbach gnädig, denn es blieb diesmal weitgehend trocken. Über 200 Schüler hatten 18 Vereine aus der Region gemeldet. Behinderte Sportler waren es 21, die aus ganz Baden-Württemberg angereist waren. Die beiden stärksten Gruppen kamen vom BVSG Aalen mit 9 Aktiven und von der TSG Reutlingen mit 6 Sportlern.

Gespannt wird geschaut, was die Konkurrenz macht.

Die rückläufige Zahl behinderter Sportler beobachtet Organisator William Schmitt aufmerksam. Viele Vereine und Organisationen hätten abgesagt, weil sie am Feiertag keine Betreuer für ihre Sportler aktivieren konnten. Franz Hager aus Aalen, ehemals Fachwart Behindertensport im württembergischen Leichtathletik-Verband und Stammgast beim Reichenbacher Sportfest, sieht dagegen hier eine gute Gelegenheit, die Wettkampfform seiner Sportler zu überprüfen, stehen doch im Juni die deutschen Meisterschaften an.

Mit Engagement wurde beim Weitsprung um jeden Zentimeter gekämpft.

Während die Schüler beim Hoch- oder Weitsprung, beim Schlagballwurf und den Läufen um gute Platzierungen kämpften, meist lebhaft angefeuert von den mitgereisten Eltern oder Betreuern, absolvierten die Behinderten in unmittelbarer Nachbarschaft ihre Wettkämpfe im Kugelstoßen und Laufen, im Standweitsprung und Speerwurf. Gerade dieses Nebeneinander von Sportlern mit Handicap und den jungen Leichtathleten macht für viele den besonderen Reiz des Reichenbacher Sportfests aus.
Bei den Behinderten herrscht bei allem Wettkampf eine fast familiäre Atmosphäre. Viele kommen schon seit Jahren hierher und so werden beim Kugelstoßen alle Ergebnisse beklatscht, gleich ob die Eisenkugel weit hinaus flog oder schon nach zwei Metern im Sand landete. Am Ende gab’s für die Sportbegeisterten Urkunden. Und auch bei der Siegerehrung wurden die Ergebnisse der "Konkurrenz" freudig beklatscht. Einer der behinderten Sportler war angesichts seiner eben verkündeten Leistungen und der ganzen Atmosphäre so angetan, dass er spontan Bürgermeister Franz Masino umarmte.

Mit Energie und Kraft wurde die Eisenkugel von den behinderten Sportlern aus dem Kreis befördert.

Zum 24. Mal habe der TSV Reichenbach jetzt ein gemeinsames Sportfest für Behinderte und Schüler ausgerichtet. Er dankte allen Helfern, die dieses Sportfest erst möglich machten. So seien von den 60 Kampfrichtern 50 vom TSV Reichenbach gestellt worden, erläuterte Schmitt sichtlich stolz.
Bei der Siegerehrung erhielt jeder teilnehmende Sportler eine Urkunde. Bürgermeister Franz Masino lobte den TSV Reichenbach, dass er ein Leichtathletiksportfest für Behinderte und Schüler durchführt. Für die Gemeinde überreichte er ein "unterstützendes Kuvert". Carlheinz Löschner, amtierender Präsident des Lions-Clubs Waldbronn, fand es bewundernswert, mit welch großem ehrenamtlichen Engagement der TSV behinderte Sportler in das Sportfest einbeziehen. Auch vom Lions-Club kam, wie schon in all den Jahren zuvor, eine finanzielle Unterstützung. Franz Hager aus Aalen dankte im Namen der behinderten Sportler für die familiäre Atmosphäre beim Reichenbacher Sportfest. Wenn es im kommenden Jahr zum 25. Mal gemeinsam stattfinde, werde Aalen mit einer zahlmäßig wesentlich stärkeren Mannschaft am Start sein.
Drei Pokale wurden bei der Siegerehrung verliehen. Für den zahlenmäßig am stärksten Verein ging er in diesem Jahr an Aalen. Den Pokal für den ältesten Teilnehmer erhielt "Stammgast" Hubert Florek aus Baden-Baden. Der Pokal für die insgesamt beste Leitung ging an Jens Schneider aus Kirchheim.

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