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22.04.2013 Info zur Gemeinschaftsschule

Konzept der Gemeinschaftsschule vorgestellt

Das Podium war besetzt mit (von rechts) Daniel Hager-Mann, Elisabeth Groß, Bürgermeister Franz Masino, Peter Hepperle, Marion Zimmer, Eva Heimlich und Walter Knab.


Gut besucht war die Informationsveranstaltung zur Gemeinschaftsschule (GMS) im Kurhaus Waldbronn. Auf eine Frage von Daniel Hager-Mann, er ist stellvertretender Leiter der Stabsstelle "Gemeinschaftsschule" im Kultusministerium, zeigte sich, dass viele Eltern, Lehrer und Kommunalpolitiker gekommen waren. In allen drei Gruppen waren auch viele Teilnehmer aus der Nachbargemeinde Karlsbad anwesend. Eingeleitet wurde die Info-Veranstaltung eine Percussion-Gruppe der Albert-Schweitzer-Werkrealschule unter der Leitung von Lehrer Jens Ohrndorf.
Eröffnet wurde der Abend durch Bürgermeister Franz Masino, der die Teilnehmer auf dem Podium vorstellte. Noch vor den Sommerferien soll der Waldbronner Gemeinderat eine Entscheidung pro oder contra Gemeinschaftsschule treffen. "Das wird nicht einfach!", betonte Masino auch angesichts der wenige Tage vorher gefallenen Entscheidung in Karlsbad, wo der Gemeinderat einstimmig für eine Verbundschule mit integrierter Gemeinschaftsschule votierte und auch angesichts der Tatsache, dass Waldbronn erst kräftig in Baumaßnahmen investieren muss. Im Raum stehen bisher rund 4 Mio. Euro. Dennoch bekannte sich Masino klar dazu, für Waldbronn weiterhin diese Schulform anzustreben.
Bei diesem Schultyp handle es sich um eine neue Schulart, führte Daniel Hager-Mann vom Kultusministerium aus. Es genüge nicht, nur das Türschild zu wechseln. Vielmehr basiere eine GMS basiere auf drei Säulen: ihrem pädagogischen Konzept, den baulichen Voraussetzungen wie Fachräume, Mensa, und eben der Mindestschülerzahl. Zwingend, so Hager-Mann, sei die Zweizügigkeit und hier sollten es mindestens 40 Kinder pro Schuljahr sein. Der Klassenteiler liege bei 28 Schülern. Konzeptionell warte die Gemeinschaftsschule mit vielen Neuerungen auf: statt Klassen gebe es Lerngruppen, individualisierte Lernformen werden eingeführt, die Lehrer sind dann Lernbegleiter und die Entscheidung über den angestrebten Schulabschluss fällt erst in Klasse neun oder zehn. Auch Noten soll es nur noch geben, wenn die Eltern es explizit wünschen. An deren Stelle treten ausführliche schriftliche und mündliche Besprechungen über den Lernfortschritt.
Aus dem Alltag einer GMS berichtete begeistert Marion Zimmer aus Oberhausen. Dort ist eine der Modellschulen im Land angesiedelt. Ein erstes Konzept für eine GMS in Waldbronn stellten Rektor Peter Hepperle und Konrektorin Eva Heimlich von der Albert-Schweitzer-Schule vor, betonten aber, dass sie erst am Anfang des Weges seien. Einen Überblick über mögliche Schülerzahlen gab Waldbronns Hauptamtsleiter Walter Knab.
Pro und contra kamen in der von Schulamtsdirektorin Elisabeth Groß moderierten Diskussion ausführlich und engagiert zu Wort. Bedenken gegen die Gemeinschaftsschule versuchte Groß zu entkräften.

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