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15.03.2013 Beo-Projekt im Jugendtreff

Berufsorientierung im Jugendtreff

Mit Eifer bei der Sache: (von links) Lukas Schatzl, Tugay Altinbas, Michelle Beideck und Christian Fien-Feuerstein.


"Du interessierst Dich für den Beruf des Malers? Dann solltest Du hier teilnehmen", heißt es im Programm des BeoNetzwerks. "Beo" steht dabei für "berufliche Orientierung". Konkret ging es um ein neues Design für die Theke im Jugendtreff Waldbronn. Sie wurde verputzt und mit einer speziellen Farbschicht überzogen.
Auftraggeber für das BeoNetzwerk ist die Bundesagentur für Arbeit und getragen wird es vom Landkreis und vom Stadtjugendausschuss Karlsruhe. Ziel der angebotenen Projekte ist, Ausbildungsberufe und deren Inhalte praxisnah zu vermitteln. 97 werden in Stadt- und Landkreis Karlsruhe angeboten, 7 in Ettlingen, je 4 in Rheinstetten und Waldbronn.
Das Jugendtreff-Projekt läuft in Kooperation mit "Die Meistermaler" und nicht nur Firmenchef Dominic Csernalabics ist vor Ort, auch Christian Fien-Feuerstein, Auszubildender im dritten Lehrjahr, gibt wertvolle Tipps aus der Praxis. Vom Betrieb hat er die Zusage, übernommen zu werden, bestätigt er eine entsprechende Frage mit einem zufriedenen Kopfnicken.
Eine Schülerin und zwei Schüler haben sich gemeldet. Die weiteste Anreise hat dabei die Realschülerin Michelle Beideck aus Hagsfeld. Von dem Projekt hat sie erfahren, als das BeoNetzwerk in der Schule vorgestellt wurde. Der weite Anfahrtsweg sei kein Problem: "Ich werde gebracht und auch wieder abgeholt!"
Die Achtklässlerin hat an diesem Nachmittag zunächst den diffizilsten Part. Durch Abtragen der oberen Farbschicht wird das Logo des Jugendtreff sichtbar. Derweil streichen die beiden Waldbronner Lukas Schatzl, Achtklässler der Anne-Frank-Realschule, und Tugay Altinbas, Neuntklässler der Hauptschule Reichenbach, die Tischfläche der Theke mit einem schützenden Klarlack. Beide sind oft im Jugendtreff, wie Leiter Detlef Schäfer bestätigt. Zusammen mit Maximilian Heck vom Landratsamt ist er bei diesem Projekt mit vor Ort.
Aber die nächste Aufgabe wartet schon. Dominic Csernalabics hat einen verzweigten Baum mit Eulen und Fledermäusen auf die Thekenfläche gezaubert und die Konturen müssen mit Farbe gefüllt werden. Alle drei sind mit Feuereifer bei der Sache und können sich durchaus vorstellen, einmal diesen Beruf anzustreben. Michelle erzählt stolz, dass sie mit ihrem Vater zusammen im elterlichen Hof eine Wand gestaltet habe. Eines aber ist für alle wichtig: Die Angebote in diesem Projekt sind eine gute Möglichkeit, Vorstellungen mit der Wirklichkeit zu vergleichen. In einem "Qualipass" werden die wesentlichen Inhalte beschrieben und es ist vermerkt, dass die Teilnahme auf "freiwilligem Engagement" basiert.

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