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11.03.2013 Eiche in Neurod wurde gefällt

Eiche in Neurod musste gefällt werden

Nicht mehr sicher war die vierstämmige Eiche auf dem Vorplatz des Bahnhofs Neurod. Sie musste deshalb gefällt werden, eine Nachpflanzung ist geplant.

Gefällt wurde die vierstämmige, etwa 16 m hohe Eiche auf dem Bahnhofsvorplatz in Neurod. Bei dem Baum bestand akute Unfallgefahr. Zu diesem Ergebnis kam ein Gutachten, das die AVG als Eigner des Geländes in Auftrag gegeben hatte.

Offene Höhlung am Stammfuß im Norden
mit nässendem Ausfluss

Erhöht wurde das Sicherheitsrisiko durch die Sitzbank der Bushaltestelle unmittelbar am Stammfuß. Um den Baum herum befinden sich der Buswendeplatz und dahinter der gut angenommene Kfz-Parkplatz. Untersucht wurde der Baum von Thomas Michael Dutschmann, einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Baumpflege, Baumphysiologie und Verkehrssicherheit von Bäumen. Dutschmann listet die Krankheiten und Verletzungen der Traubeneiche detailliert auf. Offene, teilweise nässende Höhlungen, Fäule im Kernholz, Rissbildungen nach einem Blitzeinschlag und Totholz im gesamten Kronenbereich stellen erhebliche Sicherheitsrisiken dar.
Durch die festgestellten Defekte gehen vom Baum Bruchgefahren aus, denen nur durch starke Schnittmaß-nahmen zu begegnen ist. Das natür-liche Erscheinungsbild des Baumes würde dadurch vollständig verän-dert. Nur weitere, aufwändige Un-tersuchungen könnten letztlich Klarheit bringen, ob der Baum er-halten werden kann. Bis diese Maß-nahmen abgeschlossen seien, müsse der gesamte Parkplatz gesperrt werden.

Rißbildungen am Stämmling im Osten mit
offenem Splintholz nach Blitzeinschlag.
Hier besteht akutes Bruchrisiko und
damit Unfallgefahr

Alternativ empfiehlt Dutschmann die umgehende Fällung des Baumes. Werde sie vom Eigentümer beschlossen, sollten auf jeden Fall Bäume nachgepflanzt werden. Beispielhaft nennt Dutschmann Hainbuche, Säulenhainbuche oder kompakte Hainbuche. In Frage kämen Solitärbäume mit einer Gesamthöhe von 4 bis 5 m und einer Kronenbreite von 2 bis 3 m. Wie zu erfahren war, plant die AVG eine solche Nachpflanzung.

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