Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.529.747

Volltextsuche



 

13.01.2013 Spark - die klassische Band

Altes und Neues mit einander verwoben

Im Kulturtreff gastierte "Spark – die klassische Band" mit (v.links): Stefan Glaus (Violine), Mischa Cheung (Piano), Victor Plumettaz (Cello), Andrea Ritter und Daniel Koschitzki (Flöte)

Vor fast ausverkauftem Haus gastierte jetzt im Kulturring Waldbronn "Spark – die klassische Band" in einer gemeinsamen Veranstaltung von Kulturring Waldbronn und der Buchhandlung LiteraDur, deren Inhaberin Barbara Casper zu Beginn die Zuhörer begrüßte. Bereits nach den ersten Stücken wurde den Zuhörern klar, warum Spark zu den Senkrechtstartern der internationalen Kammermusikszene zählt und 2011 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet wurde. Durch das Programm führte die Zuhörer Daniel Koschitzki.
Das Quintett verbindet den Klang eines klassischen Kammermusikensembles mit dem Biss einer Rockband und erschließt damit die Klassik einem völlig neuen Publikum. Mit einem Ohr für das Ungewöhnliche und Ungehörte zeigt Spark, wie spannend und farbenreich Musik klingt, die sich sowohl der Tradition verpflichtet fühlt, als auch der Innovation verschrieben hat.
Die Gründer der Gruppe, Andrea Ritter und Daniel Koschitzki, sind aus dem weltweit renommierten Blockflötenquartett, dem Amsterdam Loeki Stardust Quartet, hervorgegangen. Bei Spark greifen sie zu extremen Flöten wie Paetzold-Bass, Modernem Alt oder Helder-Tenor. Zusammen mit dem Geiger Stefan Glaus, dem Cellisten Victor Plumettaz und dem Pianisten Mischa Cheung entwickeln sie die klassische Moderne weiter und brechen die Grenzen zwischen den Genres auf. Das Quintett erobert die Bühne mit 30 verschiedenen Flöten, drei Streichinstrumenten, zwei Pianisten, Melodica, Stimmeinlagen und der Lust am spontan improvisierten Moment.
Gemeinsam spüren die fünf Musiker überlieferten europäischen Volksweisen nach und holen deren zeitlose Melodien in unser Jahrhundert. Alte deutsche Balladen, Evergreens von den britischen Inseln, feurige Balkanrhythmen, skandinavische Mystik, russische Seele, mediterrane Lebensfreude und ein Hauch von weiß-blauer Biergarten-Seligkeit mischen sich zu einer Huldigung auf Europa. Die Heimatländer der Musiker sind Deutschland, die Schweiz, Ungarn und die Slowakei, und diese Vielfalt nutzen sie nun für ein ganz persönliches Portrait der europäischen Volksmusik. Geschickt kombinieren sie klassische, von der Folklore beeinflusste Meisterwerke mit eigenen Arrangements sowie brandneuen Auftragswerken einer illustren Riege international gefragter Komponisten. Mit dem erfolgreichen New Yorker Komponisten Lev „Ljova" Zhurbin, dem holländischen Publikumsliebling Chiel Meijering und dem Rising Star Johannes Motschmann aus Berlin hält Spark einigen seiner absoluten Favoriten die Treue und schafft damit eine eigene Tradition. Daneben tauchen mit dem preisgekrönten finnischen Komponisten Jonne Valtonen oder dem renommierten, in der Schweiz lebenden Arrangeur und Komponisten Wolfgang Drechsler, neue Namen auf. Last but not least stammen ein Teil der Werke von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi, Johannes Brahms, Sulchan Zinzadze, Béla Bartók, Ralph Vaughan Williams, Michael Nyman und Fazil Say.

[<< Übersicht]