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23.12.2012 Konzert zur Weihnachtszeit

Breite Palette der Blasmusik souverän gespielt

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Saal im Kurhaus Waldbronn beim Konzert zur Weihnachtszeit des Musikvereins "Lyra" Reichenbach

Bläserjugend und Blasorchester des Musikvereins "Lyra" Reichenbach gestalteten das Konzert zur Weihnachtszeit. Dabei gelangen im sehr gut besuchten Kurhaus beeindruckende Interpretationen originaler Blasmusik und Arrangements fast aller Stilepochen.

Für 40 Jahre erhielt Alexander Horsch die Goldene Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Auf unserem Bild von links: Lyra-Vorsitzender Günter Geisert, Blasmusikpräsident Michael Weber und Alexander Horsch

Vorsitzender Günter Geisert freute sich über den guten Besuch des Konzerts. Unter den Zuhörern begrüßte er namentlich Bürgermeister Franz Masino, Ehrenbürger Helmut Völkle, die Pfarrer Bettina Roller und Torsten Ret, Rektor Peter Hepperle, Michael Weber, den Präsidenten des Blasmusikverbandes Karlsruhe, und eine Abordnung der Feldmusik Rothenburg in der Schweiz. Michael Weber, Präsident des Blasmusikverbands Karlsruhe, ehrte im Rahmen des Konzerts Alexander Horsch mit der Goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände. Horsch ist seit 40 Jahren bei der Lyra aktiv und Vorsitzender Günter Geisert ernannte ihn zum Ehrenmitglied. 10 Jahre aktiv sind, sie erhielten die Ehrennadel in Bronze, Anne Spanger, Simon Bertelmann und Tobias Endres.

Die Ehrennadel in Bronze des Blasmusikverbands erhielten (v.links) Tobias Endres, Anne Spanger und Simon Bertelmann.

Eröffnet wurde der Abend durch die Bläserjugend, bei der Rebecca Steigert durchsProgramm führte. In "March Mania" hatte Michael Story bekannte Märsche vom River Quai-Marsch bis zu Stars and Stripes zu einem aparten Potpourri zusammengestellt. Mit diesem Stück verabschiedete sich der langjährige Dirigent Gernot Franz von den Nachwuchsmusikern und übergab den Stab an Fabian Müller. Mit den Phil-Collins-Melodien "Selections from Tarzan" eröffneten die Jungmusiker unter Fabian Müller, ließen danach "Vois sur ton chemin" von Bruno Coulais mit einem sehr schön gespielten Flötensolo von Julia Dreher folgen, um mit "Highlights" aus Steve Jablonskys Filmmusik zu "Transformers" den offiziellen Teil zu beenden. Für den langanhaltenden Beifall bedankten sie sich mit Filmmusiken, die Michael Story zusammengestellt hatte.
Durch das Programm des Blasorchesters unter der Leitung von Gernot Franz führte wieder Dieter Bertelmann. Gleich der einleitende Bach-Choral "Jesus bleibet meine Freude" zeigte die Stärken von Franz und seinen gut 60 Musikern: die Themen wurden fein ziseliert und transparent aufgeblättert. Dieses transparente Musizieren sollte sich auch in den übrigen Stücken des Abends fortsetzen. Selbst bei gwealtigen Steigerungen blieb der Klang stets durchsichtig, kein Thema ging verloren. In den drei Sätzen "Marsch, Tanz der Rohrpfeifen, Trepak" aus Tschaikowskys "Nussknacker-Suite" sah man förmlich die Ballerinen über die Bühne schweben.

Stabwechsel bei der Bläserjugend: Fabian Müller (li.) übernahm jetzt die Leitung von Gernot Franz

Die Sagenwelt der nordischen Mythologie ist Schauplatz der original für Blasorchester geschriebenen Komposition "Fate of the Gods" des amerikanischen Komponisten Steven Reinecke. In gewaltigen, tonmalerischen Bildern erzählt er vom Untergang der Welt, von der Götterdämmerung und der Erschaffung einer neuen, idyllischen Welt durch den Baum des Lebens.
Mit dem Paso Doble "Amigas de la Armonica" von Martinez-Gallego klang der erste Teil aus, um nach der Pause mit einem "Latin Pop Special" von Masato Myokoin weiterzugehen. Im Mittelpunkt stand der fünfte Satz "Hobbits" aus der Sinfonie "The Lord of the Rings" von Johan de Meij. 1988, lange vor den Filmerfolgen geschrieben, entwickelt sich in diesem Satz aus einem Volkstanz eine strahlende Hymne, mit der der Sieg der Hobbits über das Böse gefeiert wird. Gernot Franz ließ mit seinen Musikern die Schönheit dieser Sinfonie erklingen. Unterstützt wurde diese Darbietung durch eine Bilderpräsentation aus dem Leben der Hobbits, die Ines Ochs zusammengestellt hatte.
Dass das Blasorchester aber auch im Big-Band-Stil swingen kann, bewiesen die Musiker als Kontrastprogramm mit Duke-Ellingtons "I don't mean a Thing". Titelmelodien aus den James-Bond-Filmen "Octopussy", "James Bond jagt Dr. No", "In tödlicher Mission" und natürlich "Goldfinger", arrangiert von Johan de Meij, beendeten den offiziellen Teil. Für den jubelnden Applaus bedankten sich Orchester und Dirigent mit dem "Honky Tonk Ragtime" von Willy Faust, um mit Jacob de Haans sinfonischer Bearbeitung von "Stille Nacht" die Zuhörer in die Weihnachtszeit zu entlassen.

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