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16.12.2012 Concordia Lieder- und Theaterabend

Lieder, Ehrungen und Theater zum Jahresschluss

Gut besucht war der Lieder- und Theaterabend des Gesangverein "Concordia" Reichenbach im Kurhaus.

Den Lieder- und Theaterabend zum Jahresende nutzt der Gesangverein "Concordia" Reichenbach jedes Jahr, um langjährige Aktive zu ehren. Vorsitzender Harry Reiser konnte dazu im Kurhaus Bürgermeister Franz Masino, Waldbronns Ehrenbürger Helmut Völkle und Martin Vogel, den Vorsitzenden der Sängergruppe Albtal begrüßen.

Ehrungen beim Gesangverein "Concordia" Reichenbach: (von links) Renate Becker, Paul Müller, Franz Becker und Erwin Becker.

Der Sängergruppenvorstand ehrte für 40 Jahre Paul Müller mit der Silbernen Ehrennadel des Badischen Chorverbands, außerdem wurde Müller von der Concordia zum Ehrenmitglied ernannt. 60 Jahre aktiv ist Franz Becker, der langjährige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende des Reichenbacher Gesangvereins. Ihm übergab Vogel die Ehrenurkunde des Deutschen Chorverbands. Auf 65 aktive Jahre bringt es Erwin Becker. Er erhielt die Urkunde und den Ehrenteller des Badischen Chorverbands. Für 25 Jahre als Sängerin wurde Renate Becker ausgezeichnet.
Umrahmt wurden die Ehrungen mit weihnachtlich gestimmten Melodien durch die "Concordia-Kids" mit "Weihnachten ist nicht mehr weit". Teenie–Chor und "The Voices" sangen unter der Leitung von Tina Jankovic das aus dem Kongo stammende "Siyona". "The Voices, Männerchor, Frauenchor und gemischter Chor, alle unter der Leitung von Joachim Langnickel setzten das Liedprogramm mit weihnachtlichen Weisen fort. Mit dem gemeinsam gesungenen "Süßer die Glocken nie klingen" endete dieser Teil des Abends.
Besinnlich, aber auch mit Spaß beschloss der Gesangverein "Concordia" Reichenbach das Jahr, wie Harry Reiser bei der Begrüßung sagte. Für den Spaß sorgte einmal mehr die Theatergruppe, die mit der Komödie von Arno Boas "Die giftige Verwandtschaft" einen Volltreffer landete. Mit ihrem temperamentvollen Spiel gedachten die Akteure auch ihres verstorbenen Theaterleiters Manfried Anderer, der noch die Vorarbeiten zu diesem Abend geleistet hatte.

"Die giftige Verwandtschaft" stellte die Theatergruppe des Gesangvereins "Concordia" Reichenbach vor: Szene mit (von links) Birgit Rupp, Christian Müller, Katrin Reiser, Manuel Kunz und Christina Kies.

Schon die Eröffnung verheißt nichts Gutes. Zwei Familien, Tochter und Sohn, jeweils mit Anhang, reisen mit Auto und Zug zum 70. Geburtstag von Oma an. Beide spekulieren darauf, dass sie Oma überreden können, in ein Altersheim zu ziehen, ihr Haus zu verkaufen und das Geld ihnen zu überlassen.
Als sie endlich ankommen, hat Oma eine Überraschung parat. Nicht nur dass sie Yoga-Übungen macht, bei ihr eingezogen sind zum Entsetzen der "giftigen Verwandtschaft" mit dem ehemaligen Schiffskoch Siggi ein Obdachloser und noch dazu eine Ratte. Und Oma setzt noch einen drauf. Sie will ihr Geld verwenden, um mit Siggi ein Obdachlosenprojekt zu starten. Nach Handgreiflichkeiten unter den raffgierigen Kindern, vergifteten Waffeln, die Ratte bleibt als Opfer zurück, zieht es Oma mit Siggi in die Ferne. Zur Traumschiffmelodie sieht man sie in der Karibik genüsslich Cocktails schlürfen.

Beim Singen eines Ständchens mit (von links) Katrin Reiser, Manuel Kunz, Christina Kies, Birgit Rupp, Christian Müller und Julia Dürr.

Christina Kies spielte die Oma als resolute, aber durchaus sympathische alte Dame. Die beiden raffgierigen Familien wurden typgenau mit großem komischem Potenzial gespielt von Katrin Reiser als Tochter Margit und Manuel Kunz als Schwiegersohn Hermann. Den Gegenpol bildete die Familie um Eisenbahnfan Eberhard, dem Christian Müller Kontur gab, und seiner Frau Gertrud, die Birgit Rupp treffend charakterisierte. Gut typisiert auch Julia Dürr als hoch pubertierendes Töchterchen –"Vadder, was isn en One Night Stand?"- und Sebastian Kunz als der Lausbub Max.
Der Ex-Schiffskoch Siggi war Gerhard Anderer von der Figur her geradezu auf den Leib geschrieben. Ordnung im Chaos soll schließlich Kristina Bodnar als Polizistin schaffen, aber auch sie kapituliert. Als Souffleuse fungierte Martina Kunz, die Maske besorgten Melanie Bechtel und Nicole Rodriguez. Bei der Einstudierung hatte Edelbert Schuster die Akteure unterstützt. Lang anhaltender Beifall dankte der gesamten Theatergruppe für einen vergnüglichen Abend.

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