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09.11.2012 History of Rock

Rockhits aus sechs Jahrzehnten

Mit "History of Rock" erzählten "The Voices" des Gesangvereins "Concordia" Reichenbach die Rockgeschichte über sechs Jahrzehnte, auf unserem Bild bei der phantasievollen Interpretation des "Ärzte"-Hits "Westerland"


Zwei Rocker mit schweren Maschinen rollten bei "History of Rock" des Gesangvereins "Concordia" Reichenbach in den Kurhaussaal. Lederjacke, Helm, Sonnenbrille, alles stimmte und auch der von beiden live interpretierte Song "Born to be wild" aus dem Film "Easy Rider" passte. Mit lautstarkem Jubel begrüßten die Zuschauer die beiden Oberrocker Bürgermeister Franz Masino und Pfarrer Torsten Ret.

Pfarrer Torsten Ret (rechts) und Bürgermeister Franz Masino sangen als Überraschungsgäste unterstützt von "The Voices" den Hit "Born to be wild".

Das war aber nur einer der Höhepunkte eines rundum gelungenen, auch in seiner Präsentation stimmigen Events des Chors "The Voices" unter der sicheren Leitung von Joachim Langnickel. Die Verbindung zur Zeitgeschichte stellte Manuel Luchena mit seiner erfrischenden Moderation her. Mit "Amadeus" von Falco eröffnete Luchena auch die beiden ausverkauften Abende. Nicht mehr und nicht weniger als eine musikalische Zeitreise durch sechs Jahrzehnte Rockgeschichte hatten sich "The Voices" vorgenommen. Begleitet wurden sie dabei von einer fulminanten Live-Band aus "LA, Langensteinbach", wie Luchena sagte. Dabei traten bei einzelnen Songs Aktive von "The Voices" auch als sichere Solisten hervor. Unterstützt wurde der 38 Aktive zählende Chor durch Mitglieder der Concordia-Tanzgarde.
Nach dem Abba-Musical vor einigen Jahren sollte es diesmal etwas ganz anderes sein, sagte Carmen Bechtel, Vertreterin von "The Voices" in der Concordia-Verwaltung. Gemeinsam mit Joachim Langnickel wurde der Plan geboren, die Geschichte der Rockmusik auf die Bühne zu bringen. Aus einer großen Auswahl blieben einschließlich Zugaben dann 17 Songs übrig. Die Schwierigkeit war, Rocksongs zu finden, für die es auch Chorsätze gab. Bei einigen wurde man fündig, für den Rest griffen Joachim Langnickel und Thorsten Reinau zur Feder und schrieben die Arrangements für "The Voices" eben selbst.

Manuel Luchena war nicht nu rein hervorragender Sänger, er führte auch locker und leicht durchs Programm.

Die Zeitreise begann in den Goldenen Fünfzigern, Elvis Presley mit "Jailhouse Rock" und Peter Kraus mit seinem "Sugar Baby" waren hier vertreten. Für die 60er standen die "Rolling Stones" mit "Satisfaction". Weiter ging es in den 70ern mit "My oh My" von "Slade", "Smoke on the Water" von "Deep Purple" und Brian Mays "We will rock you" der Gruppe "Queen", gesungen von Manual Luchena, mit dem die Zuschauer in die Pause entlassen wurden.
Ganz aktuell wurde es danach mit Pink Floyds "The Wall", mit der auf den Tag genau an den Mauerfall vor 23 Jahren erinnert wurde. In dieser Zeit entstand auch Bon Jovis "Livin on a Prayer" und auch "Wind of Change" der "Scorpions" zeigte, dass Rockmusik durchaus auch politisch wirken kann.

23 Jahre nach dem Mauerfall erinnerten "The Voices" mit "The Wall" an dieses Ereignis.

Für die 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts standen im abwechslungsreichen Programm "Simply The Best" von Tina Turner, "Westerland", der auch optisch sehr stimmig präsentierte Song der "Ärzte". Die Rocker von "Metallica" hatten mit "Nothing else matters" den Weg ins Programm gefunden.
Unser Jahrtausend eröffneten "Die Sportfreunde Stiller" mit "Ein Kompliment", ehe Bon Jovis "It's my Life" den offiziellen Schlusspunkt markierte. Stehend dankten die Zuhörer zum Schluss allen Aktiven, die sich als Zugabe mit dem 1977 entstandenen Hit "Rockin' all over the world" der Band "Status Quo" und mit "Tage wie diese" der "Toten Hosen" für den Beifall bedankten. Und Joachim Langnickel stellte am Ende zufrieden fest: "Die Arbeit über mehr als ein Jahr hat sich gelohnt!" "The Voices" aber haben an beiden Abenden neue Freunde gewonnen.

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