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11.11.2012 Kirchenvisitation

Zielvereinbarungen weisen in die Zukunft

Die Zielvereinbarungen für die evangelische Kirchengemeinde Waldbronn stellte die Visitationskommission mit (von links) Pfarrer Volker Fritz, Elke Körfer, Dekan Paul Gromer und Karl-Peter Niebel in einer Gemeindeversammlung vor.


Im Rhythmus von 6-8 Jahren finden in den evangelischen Kirchengemeinden Visitationen statt. Sie sind der "offizielle Besuch kirchenleitender Organe bei den Ortsgemeinden", die damit enge Verbindung zum Gemeindeleben halten. Dabei soll nicht nur kontrollierend zurückgeblickt werden, wichtiger ist die Zielvereinbarung.
Die Visitationskommission mit Dekan Paul Gromer an der Spitze hielt sich dazu fast eine Woche in Waldbronn auf. Besuche bei Polytec, im Rathaus und Seniorenhaus am Marktplatz beleuchteten die Themenfelder Kirche und Arbeitsleben, Verhältnis zur Gemeinde und zu sozialen Einrichtungen. Selbstredend traf sich die Visitationskommission auch mit dem Ältestenkreis der Gemeinde.

Die Visitationskommission beim Besuch der Firma Polytec.

Zum Auftakt besuchten Mitglieder der Visitationskommission, der evangelische Kirchengemeinderat Waldbronn und Bürgermeister Franz Masino die Polytec GmbH. Produkte und Geschäftsfelder des Waldbronner Messtechnikspezialisten wurden im Rahmen einer Unternehmenspräsentation und einer anschließenden Firmenführung erklärt. Reges Interesse an einem der größten Arbeitgeber der Gemeinde bestand unter den Teilnehmern. Nicht nur Fragen zur Technologie und zu den Kooperationspartnern wurden beantwortet sondern auch Themen zum Arbeitsumfeld, zum Betriebsklima und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie erörtert. Die Polytec GmbH beschäftigt weltweit über 350 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist Spezialist für innovative optische Messsysteme und weltweit Marktführer auf dem Gebiet der berührungslosen Schwingungsmesstechnik. "Selten erlebt man einen solchen Höhepunkt gleich zu Beginn einer Visitationswoche“, lobte Dekan Paul Gromer.
Mit einem Festgottesdienst endete am Sonntag die Visitationswoche in der evangelischen Kirchengemeinde Waldbronn. Umrahmt wurde er vom Kirchenchor unter der Leitung von Dettmar Tetzlaff.
In der anschließenden Gemeindeversammlung, die Manfred Sties leitete, stellte Dekan Paul Gromer, der Leiter der Visitationskommission, Elke Körfer, Pfarrer Volker Fritz und Karl-Peter Niebel als Mitglieder vor, ehe er die im Rahmen der Visitation mit dem Ältestenkreis weiterentwickelten Zielvereinbarungen für die künftige Gemeindearbeit erläuterte. Sie wiesen in die Zukunft mit der klaren Absicht, neue Mitglieder zur Kirchengemeinde hinzuführen. Die Gemeindeleitung habe perspektivisch Schwerpunkte erarbeitet, die Kommission habe mit ihrem "Blick von außen" Ergänzungen angebracht.
"Unsere evangelische Kirchengemeinde ist ein Ort der Begegnung. Wir sind offen für Neues, interessiert am Menschen und gestalten das Miteinander in Gottes Schöpfung mit", heißt es im Leitsatz. Aus ihm wurden neun Zielvereinbarungen entwickelt. Stärker in den Blick genommen sollen Neuzugezogene werden. Einen Empfang und Briefe soll ein Arbeitskreis 2013 realisieren. Bei "mit Familien Gemeinde gestalten" sollen über bestehende Gruppen hinaus weitere Eltern angesprochen werden. Vor allem junge Familien rücken hier in den Fokus.
Breiten Raum nimmt die Intensivierung der Kinder- und Jugendarbeit ein. Konfi3, Tauferinnerungsgottesdienste nach 5 Jahren werden hier genannt. Ab dem kommenden Schuljahr soll es auch Sing-Schülergottesdienste in der Anne-Frank-Schule geben. Abgestimmt werden soll diese Arbeit bei jährlichen Treffen der Verantwortlichen mit der Gemeindeleitung. In diesen Bereich gehört auch der Ausbau der Jugendarbeit in der Regio. Der zuständige Gemeindediakon wird ein von Waldbronn ausgehendes Projekt anstoßen.
Ein Arbeitskreis aus Kirchengemeinderat, Gemeindepfarrerin und Diakonieverein soll eine Konzeption für die Arbeit der Kirchengemeinde im neuen Waldbronner Pflegeheim erarbeiten. Zum besseren Kennenlernen der Gemeindemitglieder untereinander ist für 2015 ein Gemeindenachmittag geplant, einen Stammtisch für Männer wird es ab Herbst 2013 geben.
Verjüngt und erweitert werden soll der Besuchsdienstkreis. Unter "Theologie und Glaube" sind Glaubens- und Theologiekurse und eine ökumenische Bibelwoche in 2014 ins Auge gefasst.
Kritik aus der Gemeindeversammlung am zu weit in die Zukunft reichenden Zeitplan begegnete Manfred Czychi, Vorsitzender des Kirchengemeinderats. Der Blick habe sich dabei auf die Machbarkeit gerichtet. "Das Programm bedeutet unheimlich viel Arbeit für die Ehrenamtlichen", merkte Czychi an. Manfred Sties regte an, dass sich die Gemeinde dem landeskirchlichen Umweltprojekt "Der grüne Gockel" anschließt.

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