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13.10.2012 Woan-Soo Chung beim Kulturring

Bach, Beethoven, Brahms im Mittelpunkt

Die südkoreanische Pianistin Woan-Soo Chung gestaltete beim Kulturring Waldbronn einen Klavierabend.


Mit einem "B-Programm" wartete die Pianistin Woan-Soo Chung beim Kulturring auf. "B" bezieht sich aber keineswegs auf die Darbietung der jungen Südkoreanerin, sindern markiert die Anfangsbuchstaben der Komponisten, von denen Werke an diesem Abend erklangen. Von Bach über Beethoven zu Brahms spannte Chung an diesem Abend den Bogen. Die südkoreansiche Pianistin errang 2001 einen 1. Preis bei dem in Seoul stattfindenden Johanns-Brahms-Wettbewerb. Ihre pianistische Ausbildung vervollständigte sie von 2004-2008 an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Fanny Solter.
Den Abend eröffnete Woan-Soo Chung mit dem Italienischen Konzert F-dur BWV 971 von Johann Sebastian Bach, einem Solo-Klavierwerk im italienischen Stil mit drei Sätzen: (allegro)-andante-presto. Es war Bach, der die dreiteilige Form des italienischen Konzerts für das Klavier entdeckt hat. Woan-Soo Chung gestaltete mit wunderbarer Leichtigkeit den ersten und dritten Satz und betonte so den sehr heiteren Grundcharakter. Schön kontrastierte dazwischen das nachdenkliche Andante, in d-moll gehalten.
Als zweites Werk gestaltete Chung die "Sonate Es-Dur op. 7" von Ludwig van Beethoven, oft auch "Grande Sonate" genannt. Sie ließ die unterschiedliche Stimmung der vier Sätze klar gestaltet erklingen. Vor allem der dritte Satz, von Beethoven "Allegro (Scherzo)" überschrieben überzeugte in seiner unheilvollen düsteren Stimmung.
Den Schlusspunkt setzte die Pianistin mit "Variationen und Fuge über ein Thema von Georg Friedrich Händel B-Dur op. 24" von Johannes Brahms. Zu einem einfachen Thema, einer "Aria con Variazioni", gestaltete Brahms 25 Variationen und eine Schlussfuge und widmete das Werk Clara Schumannn. Woan-Soo Chung zeigt in ihrer Interpretation, dass Brahms eigentlich nahe an der Händelschen Vorlage bleibt, aber häufig Stimmung und Ausdruck wechselt. In dem nahezu halbstündigen Werk reihen sich so kleine Charakterstücke aneinander, denen Chung jeweils ihr eigenes Profil zu geben verstand. Das Ganze wird gekrönt durch eine vierstimmige Fuge, die Woan-Soo Chung zu einem machtvollen Finale steigerte und ihr Gelegenheit gab, ihre Virtuosität auszuspielen.
Für den begeisterten Applaus bedankte sich die Pianistin mit der "F-Dur Etüde op. 10 Nr. 8" von Frederic Chopin. Christina Rieker, Geschäftsführerin des Kulturrings, wies zum Schluss noch auf die nächste Veranstaltung hin. Am 13. Januar gastiert "Sparks-Die klassische Band" im Kulturtreff. Der Kartenvorverkauf für diese Veranstaltung beginnt Anfang Dezember.

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