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05.10.2012 Besichtigungsfahrt zu Bädern

Bäderbetriebe in der Region besichtigt

Bäderamtsleiter Oliver Sternnagel führte die Waldbronner Gemeinderäte durch das Europabad in Karlsruhe

Die Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen anderer Bäderbetriebe in der Region haben Mitglieder des Gemeinderates Waldbronn Ende September genutzt. Im Rahmen einer kurzen Rundreise in der Region sammelten sie zahlreiche Anregungen, interessante Informationen und Fakten.
Auftakt  bildete das Europabad in Karlsruhe; hier führte Bäderamtschef Oliver Sternagel durch den Saunabereich des Freizeitbades und stellte die Planungen für den neuen Sauna-Außenbereich vor. Die Stadt Karlsruhe investiert aktuell rund drei Millionen Euro für die Anlage eines  Saunadorfes mit zwei neuen Saunen, einem Blockhaus für die Gastronomie sowie zusätzlichen Duschen und Toiletten.
Das Palais Thermal in Wildbad, Badetempel im maurischen Stil, beeindruckte die Besucher aus Waldbronn mit seinem besonderen Ambiente. Carola Sickinger, Prokuristin des Staatsbades, führte durch die historische Badelandschaft, den Gastronomiebereich, der vom Staatsbad selbst gewinnbringend betrieben wird,  den Wellnessbereich und die Saunalandschaft. Diese wurde 2012 um eine attraktive Dachterrasse mit Schwimmbecken und Sonnensegel erweitert. Für das Projekt wurden ebenfalls rund drei Millionen Euro, in diesem Fall vom Land Baden-Württemberg, aufgewendet.
Grundlegend saniert wurde die Paracelsus-Therme in Bad Liebenzell. Bürgermeister Volker Bäuerle ließ es sich nicht nehmen, seinen Amtskollegen aus Waldbronn und die Teilnehmer der Informationsfahrt persönlich in der Therme zu begrüßen und über das neue Angebot zu informieren. In der fast eineinhalbjährigen Schließungszeit wurde ein Teil des Bades abgerissen; im neuen Anbau wurde neben einem großen Gastronomiebereich (der ebenfalls von der Therme selbst betrieben wird) auch eine komplett neue Saunalandschaft mit Außenbereich und Dachterrasse geschaffen. Mit einer breiten, fraktionsübergreifenden Mehrheit im Gemeinderat wurde die Investition mit rund neun Millionen Euro und ein jährlicher Zuschuss zum Kurbetrieb in Höhe von 2,4, Mio. Euro in Bad Liebenzell geschultert. Bürgermeister Bäuerle zeigte sich im Gespräch mit BM Masino und der Vorsitzenden des Beirates, Marianne Müller, mit der Besucherentwicklung in der Therme seit der Wiedereröffnung sehr zufrieden.
Aus den vielen interessierten Nachfragen der Gemeinderäte aus Waldbronn ergab sich im Laufe der Besichtigungsfahrt in verschiedenen Punkten ein einheitliches Bild:
Alle Betriebsleiter der besichtigten Bäder waren sich einig, dass ein Chip-Coin-System, d.h. ein Kassensystem, mit dem man während des Badebesuches bargeldlos weitere Leistungen in Anspruch nehmen kann, aus einem modernen Badebetrieb nicht mehr wegzudenken ist.
Zur Standardausstattung einer Saunalandschaft gehört ein Tauchbecken. Auch ein "grüner“ Außenbereich – und sei er noch so klein – erhöht die Attraktivität der Saunalandschaft und steigert die Kundenbindung. Ein ansprechender Wellnessbereich und Angebote für Massagen und Körperanwendungen gehören inzwischen zum Basisangebot eines Bäderbetriebes und tragen nicht unerheblich zur Kostendeckung bei. Auch ein ansprechendes gastronomisches Angebot mit einem ausgewogenen Preis/Leistungsverhältnis ist ein wichtiger Baustein für einen Thermalbadaufenthalt.
Um die Wettbewerbsfähigkeit der Einrichtung zu erhalten, so das Resümee, muss kontinuierlich investiert und modernisiert werden. Mit  einer finanzkräftigen Stadt bzw. dem Land als Investoren, haben die "Mitbewerber“ der Albtherme hier natürlich einen gewissen "Wettbewerbsvorteil".
Den Ausklang gestaltete Gemeinderat Manfred Hübscher, "Burgherr“ auf Burg Liebenzell. In seiner Funktion als Akademieleiter stellte er das "Internationale Forum Burg Liebenzell“ vor, eine Einrichtung für politische Bildung und internationale Jugendbegegnung.

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