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21.09.2012 TSV Reichenbach: Soziale Senioren

Soziale Senioren sammeln für TSV-Jugend

Ein rotes Sparschwein wird bei den Rentnerstammtischen des TSV Reichenbach zugunsten sozialer Vorhaben gefüttert. Über das Sparschwein wachen (stehend von links) Theo Müller, Julius Biedenbach und Emil Störr

Beim Wettbewerb "Sterne des Sports" gewannen in Ettlingen die "Sozialen Senioren" des TSV Reichenbach den "Großen Stern in Bronze" (wir berichteten). Fast zeitgleich damit machen die TSV-Rentner mit einem kleinen Büchlein auf sich aufmerksam, in dem Emil Störr "Beinamen, Spitznamen und G'schichtlen aus Reichenbach" gesammelt hat. Angestoßen hatte das Ganze Martin Altenbach, die Texte entstanden großteils bei Stammtischen im TSV-Clubhaus. Der Verkaufserlös kommt voll der Jugendarbeit des TSV zu Gute.

Herausgegeben wurde das jetzt erhältliche Büchlein von Emil Störr vom TSV Rentbnerstammtisch

Die "Sozialen Senioren" sind in Reichenbach besser bekannt als "TSV Rentnerstammtisch", der sich immer freitags in der TSV Clubgaststätte trifft. 1992 gründeten Albert Hirth und Karl Lichtenberger den Stammtisch. Schwung kam durch Kurt Vogel hinein, der neben den Nachmittagen mit steigender Teilnehmerzahl auch Ausflüge organisierte.
Im Mittelpunkt der Stammtischnachmittage stehen das Gespräch und der Kontakt untereinander. Über alte Zeiten wird geplaudert und natürlich auch das letzte Spiel des TSV Reichenbach kritisch unter die Lupe genommen. Dabei macht immer ein kleines rotes Sparschwein die Runde, dessen Inhalt bei der Weihnachtsfeier zum großen Teil an die TSV-Jugend übergeben wird. Um die 3.000 Euro kommen so jedes Jahr zusammen, wie Emil Störr und Theo Müller berichten, die heute für den Rentnerstammtisch zuständig sind, während mehr im Hintergrund Julius Biedenbach die Finanzen verwaltet.
Aber nicht nur die TSV-Jugend wird aus dem Sammelerlös der Stammtischnachmittage unterstützt. Auf Initiative des vormaligen Organisators Kurt Vogel besuchen in der Vorweihnachtszeit die Stammtischler seit vielen Jahren Alte, Kranke und Bedürftige in Gesamt-Waldbronn und erfreuen sie mit einem "personenbezogenen Kärtchen" wie Emil Störr betont, mit Blumen, Gebäck und Pflegemitteln, die zum Teil von ortsansässigen Geschäften gestiftet werden. Wo nötig, fügt Emil Störr an, "wird auch ein Geldbetrag dazugelegt". Einbezogen in die Aktion ist seit einigen Jahren auch die Caritas-Tagespflege im Waldbronner Rathausmarkt, die das Geld für größere Ausflüge mit ihren Senioren verwendet und auch Richard Nußbaumer erhielt für seine Containerbäckerei in Indien schon Zuwendungen.
Mit Begeisterung erzählen Störr und Müller von besonderen Erlebnissen. So vom jährlichen Kesselfleischessen in Neupotz mit immer rund 70 Senioren, oder von den Herbstausflügen mit wechselnden Zielen, in deren Mittelpunkt immer eine Führung steht, so beim Besuch der Staustufe Iffezheim und "in diesem Jahr geht's nach Genegenbach mit Stadtführung" sagt Theo Müller. Einer der Höhepunkte war ein Gottesdienst in der Klosterkirche Gengenbach für die Verstorbenen. Dazu brachten die Stammtischler nicht nur mit Franz Bastian ihren eigenen Pfarrer mit, der damalige Vorsitzende Bernhard Becker fungierte als Messdiener und die Stammtischler Emil Störr und Theodor Kraft versahen das Lektorenamt.
Das kleine Büchlein "Beinamen. Spitznamen und G'schichtlen aus Reichenbach" ist ab sofort zum Preis von 2,50 Euro an folgenden Stellen erhältlich: Sportlerklause des TSV, bei Heimspielen, Bürgerbüro, Schwarzwaldapotheke und Bäckerei Nußbaumer.

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