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07.07.2012 Preisträger bei Pro Politik

Waldbronner Preisträger bei "Pro Politik"

Bei der Preisverleihung im Rittersaal des Ettlinger Schlosses: (von links) Bürgermeister Franz Masino, Lukas Schroff, Rosalie Weber, Florian Martin und Rektor Peter Hepperle

Vor 20 Jahren von Dr. Erwin Vetter ins Leben gerufen bemüht sich die Stiftung "Pro Politik" darum, junge Menschen in ihrem Engagement für die Allgemeinheit zu bestärken. Startpunkt, so Vetter bei seinen einleitenden Grußworten, war in den 90er Jahren der Beginn des bürgerschaftlichen Engagements. Froh zeigte sich Vetter, dass er in Landrat Dr. Christoph Schnaudigel einen Nachfolger als Vorsitzender des Stiftungsrats gefunden habe. Bei der Preisverleihung im Rittersaal des Ettlinger Schlosses wurden 17 junge Menschen für ihr Engagement ausgezeichnet.
Er habe gerne "Ja" gesagt, betonte der Landrat, zumal er sich ein Stück weit in den Preisträgern selbst wiedergefunden habe. Wichtig seien Familie und Beruf, aber ohne Engagement für die Öffentlichkeit in der Jugendarbeit, in Vereinen gehe es nicht.
Politik, so Schnaudigel weiter, habe oft ein schlechtes Image, weil viel über Streit berichtet werde. Er sei aber in der Demokratie nötig, um Lösungen zu finden. Wichtig sei dabei aber, Argumente des Anderen abzuwägen und auch die eigene Meinung zu ändern. Demokratie habe ihren Preis. Sie verlangt Engagement, der Lohn dafür aber sei die Freiheit schloss der Landrat. Die Laudatio für die Preisträger hielten Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und der Waldbronner Christoph Ochs, Geschäftsführer der Stiftung "Pro Politik".
Vom Gymnasium Karlsbad wurde die Waldbronner Schülerin Rosalie Weber ausgezeichnet. In der Würdigung von ihr hieß es, sie sei eine sehr engagierte Schülerin, die sich stark für politische Themen interessiere. Durch ihre differenzierten Diskussionsbeiträge bereichere sie den Unterricht in Gemeinschaftskunde. Als Schülerin des G8-Zugs habe sie bei bildungspolitischen Diskussionen bei einem Besuch im Landtag und bei einer Diskussion mit Staatssekretär Dr. Frank Mentrup durch differenzierte und schlüssige Argumente überzeugt. Neben ihrem vorbildlichen Verhalten im Unterricht übernahm sie gerne freiwillige Aufgaben im organisatorischen Bereich. Darüber hinaus gab sie Schülern aus der benachbarten Hauptschule über einen längeren Zeitraum hinweg aus eigener Initiative heraus Nachhilfe, um selbst aktiv helfen zu können.
Ebenfalls aus Waldbronn stammt Florian Martin, ein weiterer Preisträger des Gymnasiums Karlsbad, von dem es heißt: Florian Martin ist politisch sehr interessiert, verfolgt regelmäßig die Nachrichten, liest aktuelle politische Publikationen und bereicherte so durch fundierte Diskussionsbeiträge den Unterricht in Gemeinschaftskunde. Auch seine GFS zum Thema Rechtsradikalismus war hervorragend recherchiert und bot vielfältigen Anlass zur Diskussion im Kurs.
Darüber hinaus engagiert Florian sich aktiv bei den Pfadfindern Antaris in Reichenbach. Bereits seit 2 Jahren ist er als Gruppenleiter und als Delegierter des Dachverbandes aktiv. Sein Engagement zeigte sich auch schulintern bei der langjährigen Mitarbeit in der Holzschuh-Bibliothek des Gymnasiums Karlsbad.
Von der Albert-Schweitzer-Grund – und Werkrealschule wurde der Schüler Lukas Schroff für seine herausragende Mitwirkung und Mitarbeit im schulischen wie außerschulischen Bereich als Preisträger nominiert. Lukas Schroff besucht im Moment noch die Klasse 10 und wird in wenigen Tagen diese Schule mit dem mittleren Bildungsabschluss verlassen, um sich dann neuen Herausforderungen in Schule und Beruf zu stellen.
Er hat sich im innerschulischen Bereich in der SMV als Schülersprecher engagiert und hat mit seinem Team verschiedene Aktionen und Projekte angestoßen, wie die Geschenkaktion an Weihnachten in der Grundschule oder die verschiedenen innerschulischen Fußballturniere. Im außerschulischen Bereich betätigt sich Lukas Schroff im Jugendgemeinderat von Waldbronn und hat hier durch seine Mitarbeit deutliche Akzente gesetzt. Auch im Vereinsleben von Waldbronn ist Lukas Schroff sehr rege. Ob in der Freiwilligen Feuerwehr Etzenrot oder im Rock`n Roll Club, hier ist er zu finden und scheut sich auch nicht besonders im Bereich der Nachwuchsförderung Verantwortung zu übernehmen. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel führte in seiner Laudatio aus, dass die Demokratie auf das Engagement seiner Bürger angewiesen sei und diese Mitwirkung gewissermaßen eine Bringschuld darstelle. Dafür erhalte man  den unschätzbaren Wert der Freiheit. Lukas Schroff, wie viele Preisträger der Albert-Schweitzer-Schule zuvor, zeigen hier Einsatz und Flagge für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, indem sie ihre Talente, Begabungen und ihre Freizeit dem Gemeinwesen spenden.

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