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03.07.2012 Prof. Hans Lenk ausgezeichnet

Prof. Lenk in "Hall of Fame des deutschen Sports"

Prof. Dr. Hans Lenk im Gespräch mit Bürgermeister Franz Masino


In die "Hall of Fame des deutschen Sports" wurde jetzt der seit 1979 in Waldbronn lebende "Sportler und Philosoph" Hans Lenk aufgenommen. Er war aktiv als Ruderer im Ratzeburger Ruderclub, wurde zweimal Europameister, viermal Deutscher Meister und gewann bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom mit dem von Karl Adam trainierten Deutschlandachter die Goldmedaille. In den 60er Jahren war er dann in Berlin selbst als Amateur-Rudertrainer tätig und errang als 1966 mit dem von ihm trainierten Achter eine Weltmeisterschaft.
Lenk studierte Mathematik, Philosophie, Soziologie, Sportwissenschaft und Psychologie und folgte 1969 einem Ruf auf den Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Karlsruhe. Lenk erhielt für sein Werk viele Auszeichnungen und wurde 2005 als erster Deutscher zum Präsidenten der "Weltakademie der Philosophie" gewählt. Viele seiner über 120 Bücher und über 3000 Titel in Zeitschriften befassen sich mit ethischen Fragen im Sport.
Die Idee zur "Hall of Fame des deutschen Sports" als einer "Ruhmeshalle" des deutschen Sports wurde erstmals 2006 anlässlich der Verleihung der "Goldenen Sportpyramide" an Franz Beckenbauer präsentiert. Zu diesem Zeitpunkt wurden elf Personen berufen, alle bisherigen Träger dieser Auszeichnung sowie posthum Willi Daume und Josef Neckermann.
Vorschlagsrecht haben die Stiftung Deutsche Sporthilfe, der Deutsche Olympische Sportbund und der Verband Deutscher Sportjournalisten. Die Entscheidung trifft eine 25-köpfige Jury unter Vorsitz des jeweiligen Bundesinnenministers.
Hans Lenk, so heißt es in der Begründung, habe nicht nur sportlich Karriere gemacht, sondern als Professor für Philosophie und Soziologie sei er dem "Sport als kritischer Denker, Berater und Mahner immer engverbunden geblieben".
Die Berufung in die Hall of Fame des deutschen Sports nutzte Waldbronns Bürgermeister Franz Masino, um bei einem lockeren Gespräch im Rathaus Hans Lenk zu seiner erneuten Auszeichnung zu gratulieren. Lenk revanchierte sich und übergab Masino ein signiertes Exemplar seines neuesten Buchs. Das Gespräch drehte sich um den Olympiasieg Hans Lenks und kam schnell zu den Problemen des heutigen Sports. Dem Sport ist der 1935 geborene Hans Lenk noch heute verbunden. Er fährt Rad und mindestens einmal in der Woche, wenn es seine Zeit und seine nach wie vor zahlreichen auswärtigen Termine zulassen, sitzt er im Rheinhafen im Ruderboot, natürlich in einem Achter.

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