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18.03.2012 Konzert zum Frühlingsanfang

Breitgefächertes Melodienspektrum

Das neuformierte Jugendorchester leitete Ralf Wittmann


Das neuformierte Jugendorchester, die "Swinging Kids 2.0" wie Dirigent Ralf Wittmann sagte, und das große Blasorchester, geleitet von Michael Weber, gestalteten das "Konzert zum Frühlingsanfang" des Musikvereins "Harmonie" Etzenrot. Erfreulich war das Interesse, war doch der Saal im Gesellschaftshaus nahezu ausverkauft als Vorsitzender Jürgen Götz begrüßte. Sein besonderer Gruß galt dabei Bürgermeister Franz Masino, Ehrenbürger Helmut Völkle, Musikschulleiter Armin Bitterwolf und Rektorin Ruth Csernalabics von der Etzenroter Waldschule.
Sein Kommen musste niemand bereuen, denn die "Swinging Kids" und das große Blasorchester warteten mit einem abwechslungsreichen und musikalisch souverän gestalteten Programm auf. Den Leistungen beider Orchester war eine intensive Probenarbeit anzumerken.
Die "Swinging Kids" eröffneten mit "Castles and Dragons" von Todd Stalter. In dem melodiösen Werk besiegen heimkehrende Ritter einen Drachen. Ein Medley aus "Carmen" mit der "Habanera", der Blumenarie und dem schwungvoll gespielten Torerolied folgten. Mit "When I'm sixty four", einem Swingtitel der Beatles, zeigten die "Swinging Kids", dass sie auch diesen Musikstil beherrschen. Für den langanhaltenden Beifall bedankten sie sich mit der Filmmusik "Born to be wild" aus dem Film "Easy Rider" und darin einem furiosen Schlagzeugsolo des jungen Rouven Gremsperger.
Dem großen Orchester, das zu einem Drittel aus Mitgliedern der letztjährigen "Swinging Kids" besteht, war die Handschrift seines zurückgekehrten Dirigenten Michael Weber deutlich anzumerken. Eigentlich wollte Weber ja Ende 2010 nach 10 erfolgreichen Jahren beim Musikverein "Harmonie" Etzenrot den Taktstock abgeben. Das Konzert 2011 leitete interimsweise Ralf Wittmann. Da sich aber die Suche nach einem Nachfolger nicht wie gewünscht gestaltete, ließ sich Michael Weber zu einer Rückkehr überreden, zumal ihn offenbar auch "Heimweh" nach seinen Etzenroter Musikern plagte.

Das große Orchester stand unter der Leitung von Michael Weber

Das große Orchester eröffnete mit dem stark vom Rhythmus geprägten "Palladio" des Amerikaners Karl Jenkins und arbeitete auch die gewaltigen Steigerungen bis ins Fortissimo gut heraus. "Montanas del Fuego" (Feuerberge) von Markus Götz schildert kontrastreich Eindrücke von der faszinierenden Landschaft der Feuerberge auf der Insel Fuerteventura. Dabei konnten sich als Solisten Julia Münch (Flöte), Bernd Appel (Tenorhorn), Uli Stefansky (Saxophon) und Lilith Dieringer (Xylophon) auszeichnen.
Schwermütig erklang der auf einem alten ungarischen Klagelied basierende "Rákóczi-Marsch". Zum Träumen schön spielten die Etzenroter Musiker die Filmmusik aus "Romeo und Julia" von Nino Rota. Ein Medley mit unvergessenen Melodien der Kultband "The Mamas and the Papas" bot Hits wie "Monday, Monday" oder "California Dreaming". Als Soloflötistin konnte sich hier Lisa-Ann Keiper auszeichnen.
Die Melodie "Over the Rainbow" stammt aus dem 1939 gedrehten Film "Der Zauberer von Oz". Michael Weber und seine Musiker hatten dafür die Version des hawaianischen Kultsängers Israel Kamakawiwo'ole herausgesucht und verbreiteten mit ihr gute Laune. Das Trompetensolo spielte Steffen Dix. Den offiziellen Programmteil beschloss das Orchester mit "Golden Swing Time", in dem so bekannte Melodien wie "Hello Dolly", "Mackie Messer", "Für mich biste scheen" oder "On the Street where you live" aus "My fair Lady" erklangen. Ein furioses Schlagzeugsolo kam dabei von Gastdrummer Fulgencio Medina. Mit "Wiesenblumen" von Ernst Hutter als Zugabe verabschiedeten sich Dirigent und Musiker böhmisch, mussten aber nochmals einen Teil von "Palladio" als weitere Zugabe spielen.

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