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06.02.2012 Kolpingsfamilie Busenbach

5.000 Euro gegen Kinderarbeit

Bei der Spendenübergabe (von links): Pater Karl Oerder, Margret Vogt, Waltraud Ochs und Manfred Peter

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Busenbacher Kolpingsfamilie übergaben die Vorsitzenden Manfred Peter und Waltraud Ochs 5.000 Euro an P. Karl Oerder und Margret Vogt, die Asienbeauftragte der Salesianer Don Boscos. Der Betrag soll die Arbeit der Salesianer im indischen Gulbarga unterstützen. Ein weiterer Betrag, er wurde im verschlossenen Kuvert an P. Oerder übergeben, stammte von Dr. Erwin Vetter. Der ehemalige Staatsminister ist der Kolpingsfamilie Busenbach eng verbunden und so gratulierte Kolping Busenbach mit einem Geldbetrag, den Dr. Vetter aber zur Unterstützung des Projektes in Gulbarga weitergab.
Vor der Spendenübergabe informierte Vogt über die in Indien übliche Kinderarbeit. In Gulbarga, im Norden des Bundesstaats Karnataka in der einer der ärmsten Gegenden Indiens gelegen, müssen Kinder mit ihren Familien arbeiten, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Die meiste Arbeit findet in Ziegeleien statt, wo für 1.000 Ziegel pro Familie gerade mal umgerechnet 2 Euro gezahlt werden. Ein Grund für die Kinderarbeit sei das mangelnde Schulwesen, aber auch die Zugehörigkeit dieser Kinder zur niedrigsten Kaste. Die schwere Arbeit habe für die Kinder körperliche und psychische Folgen.
Die Salesianer in und um Gulbarga unterhalten 15 Zentren, in denen Kinder unterrichtet werden, denn nur mit besserer Bildung sei es möglich, den Kreislauf zu durchbrechen. Der Unterricht finde oft in "Brückenklassen" statt, in denen die Kinder nach der Arbeit unterrichtet werden, wenn die Familien nicht auf den Verdienst der Kinder verzichten können.
Das Projekt in Gulbarga habe bereits über 1.000 Kinder in staatliche Bildungseinrichtungen vermittelt. Spenden wie die der Busenbacher Kolpingsfamilie helfen, um die Kinder bei den Kosten für die Schule wie Schulmaterialien oder bei den Brückenkursen zu unterstützen. Derzeit lernen in Gulbarga 259 ehemalige Kinderarbeiter und haben somit die Chance auf ein besseres Leben.
Vogt appellierte an alle, gegen Kinderarbeit anzugehen. Dabei helfe bereits, beim Einkauf darauf zu achten, dass die Produkte mit einem Siegel versehen sind, durch das dem Produkt testiert wird, dass es ohne Kinderarbeit hergestellt wurde. Einige kritische Produkte nannte Vogt, darunter Teppiche oder auch Grabsteine und Grabeinfassungen.
Nach der Spendenübergabe zeigte Vorsitzender Manfred Peter auf, dass insgesamt 50 Aktionen stattfanden. Wesentlicher Bestandteil des Engagements der Busenbacher Kolpingsfamilie seien die Hilfsaktionen. Über 10000 Euro konnten im vergangenen Jahr für Gulbarga, das Kinderhaus in Honduras und die Containerbäckerei bereitgestellt werden. 1200 Euro gingen an das Internationale Kolpingwerk für die Einrichtung von Hilfsküchen im Erdbebengebiet von Chile. Die Gelder stammen aus Spenden und Aktivitäten der Kolpingsfamilie.
Manfred Peter stellte dann das Programm für das laufende Jahr vor, in dem religiöse Bildung und Gottesdienste den ihnen gebührenden Raum einnehmen. Schwerpunkt für die Zukunft solle die Familienarbeit sein.
Das abgelaufene Jahr ließ Schriftführer Bernhard Geisert nochmals im Detail Revue Passieren. Den Finanzbericht erstattete Kassie Günter Neumaier. Den Bericht der Gymnastikgruppe, die von Birgit Bauer geleitet wird, verlas Vorsitzender Manfred Peter. 46 Übungseinheiten wurden 2011 absolviert. Einer der Höhepunkte war dabei der Ausflug ins Blaue mit der Stadtbahn.

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