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05.01.2012 Lions unterstützt Honduras-Projekt

Container in Honduras angekommen

Viele Hände packten mit an, damit der Container so schnell als möglich geleert werden konnte. Rosemarie Blattner (links), Gründerin und Leiterin der Einrichtung überwachte das Ausladen


"Der Container mit 17 Tonnen Gütern ist gut im honduranischen Tegucigalpa angekommen", berichtete Erika B. Anderer, Vorsitzende des Hilfsvereins Kinderhaus Rosa Maria, bei einem Treffen mit Präsidentin Sabine von Schickh und Projektbetreuer Horst Pernesch vom Lions-Club Waldbronn in der Kochmühle in Neurod. Mit Hilfe von Lions konnte in den letzten drei Jahren eine Lehrerstelle für die dem Kinderhaus angeschlossene Schule für insgesamt fast 13.000 Euro finanziert werden. Auch den Transport des Containers hat der Lions-Club spontan mit 2.000 Euro unterstützt, die Gesamtkosten lagen bei rund 5.000 Euro.
Der Inhalt des vollbepackten Container war zusammengekommen auf Grund einer Liste, auf der Anderer gemeinsam mit Rosemarie Blattner, der Gründerin der Einrichtung in Honduras, zusammengestellt hatte, was vor Ort gebraucht wurde. Die eingehenden Hilfsgüter wurden zunächst einmal in ihrem Wohnzimmer gestapelt, und als das zu klein wurde, stellte Richard Nußbaumer auf seinem Gelände eine Garage zur Verfügung, wo dann auch der Container beladen wurde. Von der Resonanz und der Hilfsbereitschaft war Erika B. Anderer einfach überwältigt, wie sie auch im Namen von Rosemarie Blattner dankbar feststellte.

Groß war die Freude bei den Mädchen aus dem Kinderhaus Rosa Maria, als der Container, vollbepackt mit Hilfsgütern unterschiedlichster Art, im honduranischen Tegucigalpa geöffnet wurde

Dieser Hilfsgütertransport, so Erika B. Anderer weiter, wäre ohne die Hilfe zahlreicher engagierter Menschen nicht möglich gewesen. Ermöglicht wurde die Hilfsaktion insbesondere durch Geld und/oder Sachspenden, die der Verein durch die Kolpingsfamilie Busenbach, den Lions-Club Waldbronn, die Firma Bäko Mittelbaden Karlsruhe, die Firma Richter, Heimsheim, die Firma BBS Christian Brill, Weisenheim, die Firma Fema Ettlingen, Rüdiger Steppe, Dr. Andreas Kist, Ettlingen, Firma Dr. Oetker, Herr Kuhnimhof, Firma Möbel-Markt-Mayer, Pfinztal, Firma Hornbach, Karlsruhe, Dietmar Reiser, Waldbronn, sowie Richard Nußbaumer, Waldbronn.
Nach sieben Wochen kam der Container in Honduras an. Nachdem die oft nicht ganz einfachen Zollformalitäten erledigt waren, rollte der Container vor dem Kinderhaus Rosa Maria an, schon sehnsüchtig erwartet von Rosemarie Blattner, Kindern, Lehrern und Personal von Kinderhaus und Schule. "In zweieinhalb Stunden war der Container leer", erzählte die Karlsruherin Rosemarie Blattner. Alle hätten mitgeholfen, Lebensmittel, Süßigkeiten, Backwaren und Brot, Medikamente, Spielsachen, Musikinstrumente, Schulranzen und Unterrichtsmaterial, Schultafeln und auch Computer, Farbe und Werkzeuge, Möbel, Geschirr, Textilien, Waschmittel, Körperpflegeartikel und vieles mehr aus dem Container ins Haus zu schaffen und oft gaben die Kinder und das Personal ihrer Freude über den Inhalt dieser "Schatztruhe" lautstark Ausdruck.

Auf den nächsten Lions-Basar am 28. Januar wiesen Präsidentin Sabine von Schickh (rechts) und Erika B. Anderer hin

1991, informierte Anderer, habe Rosemarie Blattner die ersten Mädchen im Kinderhaus aufgenommen. Die Idee dazu war ihr bei einem Aufenthalt in Honduras gekommen, wo sie das Elend und das Leid vieler Kinder hautnah miterleben musste. Inzwischen hat sie dem Kinderhaus eine Schule angeschlossen, die auch für Mädchen und Jungen aus der Umgebung offen ist. Sie ist inzwischen ausgebaut von der Vorschule bis zur 9. Klasse der Realschule.
Stolz sei man auch auf die bisherigen Erfolge. Immerhin studiert ein Mädchen aus dem Kinderhaus inzwischen Medizin, ein weiteres Betriebswirtschaft und Touristik. Aber auch zahlreiche Handwerksberufe haben Mädchen aus dem Kinderhaus ergriffen.

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