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18.12.2011 MV Reichenbach: Konzert

Hoher Stellenwert für Jugendarbeit
Bläserjugend und Blasorchester beim "Konzert zur Weihnachtszeit" des Musikverein "Lyra" Reichenbach

Mit einem anspruchsvollen "Konzert zur Weihnachtszeit" verabschiedete der Musikverein "Lyra" Reichenbach seine Zuhörer in die Weihnachtszeit


Bläserjugend und Blasorchester des Musikvereins "Lyra" Reichenbach gestalteten ein abwechslungsreiches und musikalisch anspruchsvolles Programm beim "Konzert zur Weihnachtszeit". Gut 500 Zuhörer konnte dazu Vorsitzender Günter Geisert im Waldbronner Kurhaus begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Franz Masino, den Ehrenbürgern Martin Altenbach und Helmut Völkle, Staatssekretär Dr. Frank Mentrup, Pfarrerin Bettina Roller, Pastoralreferent Christian Richter, dem Vizepräsidenten des Blasmusikverbandes Karlsruhe Bernhard de Bortoli, einer Abordnung der Feldmusik Rothenburg in der Schweiz sowie Musikschulleiter Armin Bitterwolf.

Ehrungen beim Musikverein "Lyra" Reichenbach (von links): Michael Kiefer, Manfred Hübscher, Matthias Häring und Vorsitzender Günter Geisert

Im Rahmen des Konzerts erhielten Matthias Häring und Manfred Hübscher die Vereinsehrennadel in Silber für 25 Jahre Aktivität, Michael Kiefer wurde durch Bernhard de Bortoli, Vizepräsident beim Blasmusikverband Karlsruhe, für 20 Jahre ausgezeichnet, 10 Jahre sind Carina Geisert, Svea Ochs und Matthias Kuderer aktiv.
Musikalisch trug das Konzert die Handschrift von Gernot Franz. Mit einer geschickten Programmauswahl gab er sowohl der Bläserjugend als auch dem Blasorchester Gelegenheit, ihr großes Können unter Beweis zu stellen. Dabei führte Franz beide Orchester mit klarer Zeichengebung und gab so seinen Musikern Sicherheit. Gerade die Leistung der Bläserjugend unterstrich, dass bei der Lyra eine qualitativ gut ausgebildete Jugend nachwächst. Beleg dafür ist auch, dass Anna Reiter, Rebecca Steigert und Max Hohmann drei Jungmusiker das Bronzene Leistungsabzeichen erworben haben.

Die Bläserjugend unter der Leitung von Gernot Franz eröffnete das "Konzert zur Weihnachtszeit"

Die Bläserjugend eröffnete ihren Programmteil mit "Renaissance Festival und Dances", bei dem Bruce Pearson Themen von Barockkomponisten zu einem klangschönen Medley zusammengefasst hatte. Nach den bekanntesten Melodien des "King of Pop" in "A Tribute to Michael Jackson, arrangiert von Michael Strong, mit mehreren gekonnt gespielten Schlagzeug- und Trompetensoli, schlich "Pink Panther" förmlich über die Bühne, ehe die Piraten der Karibik dynamisch akzentuiert "At Worlds End" gelangten. Für den lebhaften Beifall bedankten sich die jungen Musiker mit "Rock for Grog" und stellten dabei beachtliche Big-Band Qualitäten unter Beweis.
Mit dem Konzertmarsch "Arsenal" von Jan Van der Roost stieg das Blasorchester in sein Programm ein, durch das zum 20. Mal gewohnt souverän Dr. Dieter Bertelmann führte. Dem Marsch folgte von Carl Maria von Weber das "Concertino für Solo-Klarinette und Orchester". Mit Fabian Müller hatte die Lyra einen Klarinettisten für die Solopartie in den eigenen Reihen, der auch die virtuosen Läufe des "Concertinos" souverän und mit warmem Ton meisterte.
Einer der Höhepunkte im Programm war die dreisätzige "Windfonietta" des Österreichers Fritz Neuböck. Die schönen Melodien der "Elegie" musizierte Gernot Franz mit seinen Musikern ruhig aus. Bei der "Serenade" begannen die Holzbläser und nach und nach kamen die übrigen Instrumente dazu. Der Jig im "Finale" steigerte sich zu einem souverän gespielten Galopp. Den ersten Teil beendete der Konzertmarsch "Die Sonne geht auf" von Rudi Fischer.

Stefanie Bucher interpretierte das "Mondlied" aus der Oper "Rusalka" von Antonin Dvorak

Afro-brasilianische Themen hatte Robert W. Smith in "Brazil: Ceremony, Song und Samba" in einem stark vom Rhythmus geprägten Stück zusammengestellt, bei dem zum Schluss musikalisch der Karneval in Rio sich austobte. "A Tribute to Lionel" gab Thomas Schwab Gelegenheit, sein großes Können am Vibraphon zu beweisen. Herausragend im Programm war auch das Mondlied aus Antonin Dvoraks Oper "Rusalka", das von Stefanie Bucher gefühlvoll und schön in der tschechischen Originalsprache gesungen wurde. Das Orchester verstärkte dabei Claudia Karsch an der Harfe. Das gewaltige Medley aus dem Musical "Miss Saigon" beendete nach gut drei Stunden den offiziellen Teil. Dabei zeigte das 54 Musiker zählende Blasorchester, dass es auch über ausdrucksstarke Piani verfügt. Mit zwei Zugaben, darunter zum Ende "Süßer die Glocken nie klingen", entließen die Musiker ihre Zuhörer in die Weihnachtszeit.

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