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11.12.2011 Gesangverein Concordia Reichenbach

Ehrungen und Theater bei der Concordia

Ehrungen beim Gesangverein "Concordia" Reichenbach: (von links) Achim Waible, Simone Brandel-Schwab, Friedhelm Becker, Erich Brandel, Ewald Anderer


Beim vorweihnachtlichen Lieder- und Theaterabend konnte Vorsitzender Harry Reiser unter den Zuschauern im voll besetzten Saal des Kurhauses Waldbronn auch Bürgermeister Franz Masino, Martin Vogel, den 2. Vorsitzenden der Sängergruppe Albtal, und Musikschulleiter Armin Bitterwolf begrüßen. Im Rahmen dieses Abends ehrte der Gesangverein "Concordia" Reichenbach langjährige aktive Mitglieder. Dabei wurden Friedhelm Becker und Achim Waible für 40 Jahre bei der Concordia zu Ehrenmitgliedern ernannt. Beide sind auch seit vielen Jahren in der Verwaltung tätig und aktive Fastnachter. Achim Waible steht seit über 20 Jahren als Vincenz auf der Bühne und ist auch als Vizedirigent und Kassier aktiv, Friedhelm Becker ist zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Beide erhielten durch Martin Vogel, dem 2. Vorsitzenden der Sängergruppe Albtal, auch die Goldene Ehrennadel des Badischen Sängerbundes. 25 Jahre ist Simone Brandel-Schwab als Sängerin, Verwaltungsmitglied, Vizedirigentin und inzwischen auch Vorsitzende des Fastnachtsausschusses aktiv. Sie erhielt die Silberne Ehrenkette des Badischen Sängerbundes. Für 50 Jahre als Vizedirigenten ernannte die Concordia Ewald Anderer und Erich Brandel zu "Ehren-Vizedirigenten". Für 15 Jahre aktive Sängertätigkeit wurde Margit Schwab vom Badischen Chorverband geehrt. Eingeleitet wurde der Abend durch die Concordia-Kids, den Teenie-Chor, The Voices, sowie Männer- Frauen- und Gemischter Chor. Die Chorgruppen standen alle unter der Leitung von Joachim Langnickel.

Probleme gab es zu lösen: (von links) Christina Kies, Harry Reiser, Gerhard Anderer und Manuel Kunz

Um eine Erbschaft geht es bei der Verwechslungskomödie "Die Falsche im Arm" von Wolfgang Bräutigam, mit der die Theatergruppe des Gesangvereins "Concordia" Reichenbach bei ihren überaus zahlreichen Zuschauern einen Volltreffer landete. Nicht nur das Stück mit seinen teils doch überraschenden Wendungen kam gut an, auch die durchweg jungen Akteure auf der Bühne beeindruckten mit ihrem frischen Spiel.
Zum Inhalt nur so viel: Gerda, die Frau des einfachen und armen Schneidergesellen Toni, liebreizend, aber energisch gespielt von Julia Dürr, soll ein Grundstück erben. Voraussetzung ist, dass sie in guten Verhältnissen lebt. Kurz entschlossen wird im Antwortschreiben an den Notar völlig übertrieben, als aus ihrem Mann, temperamentvoll Manuel Kunz, ein wohlhabender Schneiderfabrikant samt häuslichem Personal wird. Das wird aus Freunden rekrutiert.

Heiß wurde debattiert: (v. links) Birgit Rupp, Julia Dürr, Christian Müller, Manuel Kunz

Die Aufregung ist groß, als sich mit Sieglinde Hofer, ganz Grande Dame Lena Arzner, eine Kontrolle anmeldet, um dies im Auftrag eines Notars zu überprüfen. Schnell wird ein Täuschungsmanöver geplant und inszeniert, bei dem aber fast alles schief läuft. Freund Max Wollinger, typgenau verkörpert von Christian Müller, eigentlich als Butler vorgesehen, findet sich plötzlich in der Rolle des Ehemanns wieder und Gerdas Freundin Sabine, hervorragend in ihren schüchtern verliebten Szenen Katrin Reiser, als Dienstmädchen wird kurzfristig sogar zur Hausherrin an der Seite des richtigen Hausherrn.

Munter ging es zu beim Theaterabend des Gesangvereins "Concordia" Reichenbach mit (von links) Katrin Reiser, Christian Müller, Christina Kies, Julia Dürr und Lena Arzner

Kein Wunder also, dass die Konfusion groß ist. Zumal auch Oma Maria mit Gehörproblemen, - "was ich höre will, des hör ich immer noch" - der Christina Kies urkomische Züge verlieh, und die Nachbarin Gretl, Birgit Rupp als das "Amtsblättle von Waldbronn" – "ma wird doch mol e Frog stelle dürfe" -, und Bürgermeister Moser, dem Gerhard Anderer die entsprechende Statur gab, kräftig mitmischten. Auch der dem Alkohol zugetane Postbote Karl, Sebastian Kunz gab ihm frisch-freche Kontur, und Concordia-Vorsitzender Harry Reiser als Notar mit Tick sorgten auch nicht gerade für klarere Verhältnisse. Alles ins Lot brachte schließlich Kristina Bodnar, sie verlieh der Anna Hofer distinguierte Züge, und teilte der überraschten Gerda mit, oder war da gerade Sabine als Ehefrau dran, dass die Erbschaft auch geflossen wäre, wenn die Bedingungen nicht erfüllt worden wären, das ganze Theater mithin umsonst war. Lang anhaltender Beifall dankte den Akteuren auf der Bühne.
Einstudiert mit viel Schwung hatte das Ganze Manfried Anderer. Das stimmige Bühnenbild stammte von Siegfried Adler, für Textsicherheit sorgte Martina Kunz als Souffleuse, Melanie Bechtel und Nicole Rodriguez waren in der Maske tätig.

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