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03.12.2011 Gesangverein Busenbach: Theaterabend

"Muscheldiekuschel" im Séparée

"Muscheldiekuschel" hieß es beim Theaterabend des Gesangverein "Freundschaft" Busenbach, auf unserem Bild mit (von links) Michaela Vogel, Ralf Bauer, Nicole Becker, Georg Vogel, Daniel Bauer und Helga Müller

Seit über 25 Jahren schon erfreut die Theatergruppe des Gesangvereins "Freundschaft" Busenbach mit einem Schwank ihre Zuschauer. "Muscheldiekuschel" von Erich Koch stand in diesem Jahr auf dem Programm. Zunächst eröffnete der Männerchor unter der Leitung von Ralf Bauer den Abend mit weihnachtlichen Weisen. In diesem Teil wurde auch Gebhard Maier geehrt, der als aktiver Sänger seit 25 Jahren in der Verwaltung mitarbeitet, 21 Jahre davon als Kassier, wie Vorsitzender Martin Vogel dankbar feststellte.

Eingeleitet wurde der Theaterabend durch den Männerchor unter der Leitung von Ralf Bauer


In dem Schwank war nichts so, wie es in diesem Genre üblich ist. Der Autor hatte die Karten anders gemischt und so fanden sich nach einigen Irrungen und Wirrungen die einzelnen Pärchen in neuer Konstellation zusammen. Dabei lebte das Stück vom Wortwitz und den originellen Typen, die von den Akteuren der Theatergruppe ohne

25 Jahre in der Verwaltung ist Gebhard Maier
(rechts), davon 21 Jahre als Kassier, wie
Vorsitzender Martin Vogel bei seinen
Dankesworten erwähnte

Ausnahme treffsicher charakterisiert wurden. Nicht zu kurz kamen zum Vergnügen des Publikums auch die üblichen Spitzen gegen die benachbarten Reichenbacher, von denen aber auch einige in der ausverkauften Halle des Turnvereins Busenbach saßen.
Die Handlung ist einfach erzählt. Bürgermeister Gustav, treffend charakterisiert von Ralf Bauer, der auch für die Regie verantwortlich zeichnete, will dem verzweifelten Pensionsbesitzer Hans in Gestalt von Michael Welker nicht ganz selbstlos unter die Arme greifen. Die Pension soll wieder brummen. Deshalb, so der Plan, sollen rechts Zimmer für Betreutes Wohnen und links Séparées entstehen, wo sich Gustav gleich selbst mit

Szene mit (v.li.) Sandra Lang, Hubert Vogel
und Dorothea Albrecht

seiner Nina, resolut zupackend Michaela Vogel, einmietet. Parallel taucht auch Gustavs Ehefrau Erika, neu im Ensemble: Nicole Becker, auf, die hier mit ihrem Geliebten Arnold Schwarzenbäcker (Georg Vogel) ein Schäferstündchen halten will, dessen Frau Lea aber als Mann verkleidet ihrem Göttergatten nachspioniert. Dazu taucht dann noch ein pensionierter, immer auf Attacke bedachter General auf, dem Daniel Bauer, er ist seit 25 Jahren in der Theatergruppe aktiv, köstliche parodistische Züge verlieh. Am Ende fand aber auch der General noch sein Glück bei Lea Schwarzenbäcker in Gestalt von Helga Müller.

Szene mit Daniel Bauer (General Pfeiffer)
und Sandra Lang (Chantal)

Damit aber nicht genug. Gustav hat auch gleich noch Chantal als Dame fürs Séparée verpflichtet, die Sandra Lang mit blondem Charme und Raffinesse ausstattet und die letztlich die Fäden des Geschehens in der Hand hat. Für das betreute Wohnen wurde Aise verpflichtet, gespielt von Johanna Henke, die mit ihren Wortdrehern für Verwirrung, aber auch für viel Heiterkeit sorgte.
Mit Dorothea Albrecht und Hubert Vogel kommen zwei Rentner ins betreute Wohnen, die seit Jahren schon für köstliche Typen auf der Theaterbühne des Gesangvereins Busenbach sorgen. Beide aber ziehen vom betreuten Wohnen wieder zurück in ihr Altersheim und sind das einzige Paar, das die Wirrungen übersteht. Die anderen finden sich jeweils neu zusammen. Hans zieht mit seiner Chantal sogar nach Paris.
Lang anhaltender Beifall dankte allen Akteuren, in den Martin Vogel bei seinen Schlussworten auch die Verantwortlichen für Regie (Ralf Bauer), Bühnenbild (Bernd Vogel), Maske (Doris Vogel), Technik (Wolfgang Höfele) und den Souffleur (Arno Neumaier) mit einbezog.

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