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22.10.2011 Ein Container für Honduras

Container für Honduras auf dem Weg

Groß war die Zahl der gespendeten Hilfsgüter, die im Container für das Kinderhaus Rosa Maria in Honduras Platz finden mussten

"In den Container passt keine Maus mehr rein", sagte Erika B. Anderer, nachdem sich die Türen geschlossen hatten. Inzwischen ist der Container, vollbepackt mit Hilfsgütern aller Art für das Kinderhaus Rosa-Maria in Honduras über Wörth am Rhein und Rotterdam auf dem Seeweg nach Mittelamerika.
Erika B. Anderer unterstützt schon seit vielen Jahren über den Verein "Casas Ninos Rosa Maria", dessen Vorsitz sie heute innehat, das Hilfsprojekt der aus Karlsruhe stammenden Rosemarie Blattner. In dem von ihr gegründeten Kinderhaus, dem mittlerweile auch eine Schule angeschlossen ist, werden zur Zeit etwa 30 Kinder betreut. Elf Lehrer, drei Erzieherinnen, eine Köchin, ein Haushandwerker und eine Bürofrau versehen ihren Dienst oft rund um die Uhr. Kosten für Personal und Lebensmittel addieren sich pro Monat auf rund 6.000 Euro auf.
Die Finanzierung ist oft sehr schwierig. Sie erfolgt fast ausschließlich durch Spenden der Mitglieder, Freunde und Bekannte des Vereins und durch Rosemarie Blattner persönlich. Wie die Spenden zusammenkommen weiß Erika B. Anderer einiges zu erzählen. Oft werde auf Geschenke bei Geburtstagen oder Goldenen Hochzeiten verzichtet, Vereine und Firmen unterstützen immer wieder den Hilfsverein und Aktionen in Schulen und Pfarreien sowie Vorträge und persönliche Gespräche tun ein Übriges.

Das Packteam nach getaner Arbeit

Die Kinder im Kinderhaus, die aus der untersten Schicht der Bevölkerung kommen, bleiben, bis sie mit Unterstützung des Kinderhauses eine eigene Existenz gegründet haben. Eine gute Ausbildung ist die Grundlage Pädagoginnen, Bürokaufleute, Friseurin, Abteilungs-Leiterin bei MacDonalds. Ein Schützling des Kinderhauses studiert zur Zeit Medizin. In der Vergangenheit haben es alle Kinder geschafft, früher oder später auf eigenen Füßen zu stehen. Sie bleiben aber stets in Kontakt zu ihrer Heimat, dem Kinderhaus als Elternhaus, und nehmen jede Gelegenheit wahr, sich bei ihrer "Mutter Rosa Maria" zu bedanken. In den 20 Jahren haben zahlreiche ehemalige Straßenkinder Familien gegründet und haben selbst Kinder und sind daneben im Beruf auch erfolgreich tätig. Insbesondere helfen die ehemaligen Straßenkinder ebenfalls den Armen und Notleidenden.
Beispielhaft ist die Aussage eines Mädchens, das das Kinderhaus verlassen konnte, gegenüber Rosemarie Blattner: "Danke, danke, ich weiß, dass ich nicht mehr leben würde ohne Deine Hilfe und die Hilfe deiner Deutschen Freunde."
Nun sind also elf Tonnen Hilfsgüter in einem 12 m langen und je 2,50 m breiten und hohen Container unterwegs. Gepackt wurde er auf dem Gelände der Bäckerei Richard Nußbaumer, der dafür nicht nur einen Teil seines Hofs zur Verfügung stellte, sondern zuvor auch eine seiner Garagen als Sammelplatz.
Wer sich über den Verein näher informieren möchte, kann auf der Webseite
www.kinderhaus-honduras.de viel Wissenswertes erfahren. Da der Transport des Containers aber ebenfalls viel Geld kostet, ist der Verein immer auch für Geldspenden dankbar. Sie können eingezahlt werden auf das Konto des Vereins "Kinderhaus Rosa Maria Honduras", Konto-Nr. 70043009 bei der Volksbank Karlsruhe, BLZ 661 900 00. Da der Verein vom Finanzamt Ettlingen als gemeinnützig anerkannt ist, kann selbstverständlich eine Spendenquittung ausgestellt werden.

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