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23.10.2011 AccoMusica: Herbstkonzert

Herbstkonzert mit reifen Leistungen

Alle am Herbstkonzert beteiligten Ensembles gestalteten als gemeinsamen Schlusspunkt den "Gletscher Boogie"


Mit einem musikalisch abwechslungsreichen, aber anspruchsvollem Programm wartete das Reichenbacher Akkordeonorchester AccoMusica bei seinem "Konzert im Herbst" auf. Im fast voll besetzten Saal des Kurhauses Waldbronn gestalteten neben dem 1. Orchester das Jugendorchester, das neu gegründete Schülerorchester, die Melodica- und AkkoKids sowie das Akkordeon-Orchester Malsch das überzweieinhalb stündige Programm, durch das Thomas Lehmann führte, der unter den Zuhörern auch die Bürgermeister Rudi Knodel und Franz Masino begrüßen konnte. Die musikalische Gesamtleitung hatte Uwe Müller.
Eröffnet wurde das Konzert mit "Melodia en La menor" von Astor Piazolla im Arrangement von Hans-Günther Kölz, der zwischen den ruhig fließenden Beginn und den leise verdämmernden Schluss einen lebhaften Mittelteil platziert hatte. Leichtfüßig und beschwingt kam danach die Ouvertüre zur Oper "Donna Diana" von Emil Nikolaus von Reznicek daher, vom 1. Orchester duftig-leicht gespielt. Nach Paris entführte danach das polnische "Motion Trio" mit seinem "Cafe Paris". Auf einen eher gemütlichen Beginn folgte ein lebhafter Mittelteil, ehe im Schlussteil wieder genüsslich Cafe geschlürft wurde. In allen Teilen klang der Pulsschlag der Großstadt jederzeit durch.
Das Jugendorchester begann mit "Musik für drei Teddybären" von Stefan Hippe. Mit diesem Stück holten sie im Juni den 1. Platz beim Deutschen Akkordeon-Jugendorchester-Wettbewerb. Die dreisätzige Suite wurde von den 14 jungen Akkordeonisten ausdrucksstark interpretiert, wobei unter der sicheren Leitung von Uwe Müller jeder Satz seinen eigenen Charakter hatte. Das Gleiche galt auch für die drei Sätze aus der Filmmusik zu "Die fabelhafte Welt der Amelie" von Yann Tiersen. Als Lohn für ihre Leistung erhielten die jungen Musiker so reichlich Beifall, dass sie um "Memories" als Zugabe nicht herumkamen.

1. Orchester, Jugendorchester und Akkordeon-Orchester Malsch gestalteten "Herr der Ringe" im Arrangement von Wolfgang Pfeffer

Mit zwei dreisätzigen "Accordeons Miniatures" von Alexander Jekic stellte das 19 köpfige Schülerorchester unter Beweis, was es seit März unter seinem Dirigenten Uwe Müller bereits gelernt hat und spielte als Zugabe "Tänzchen", ebenfalls von Jekic.
Erstes Orchester und Akkordeon-Orchester Malsch interpretierten von Adolf Götz die "Rhapsodia Andalusia". Dabei ließ Uwe Müller mit vollem Orchesterklang die von feurigen Rhythmen geprägten Melodien erklingen. "Vieille Chanson" von Paul Kühmstedt ist der Mittelteil aus "Drei Impressionen" mit weich fließend ausmusizierten Melodien.
Aus der Filmmusik von Howard Shore zu "Der Herr der Ringe" hatte der Untergrombacher Wolfgang Pfeffer ein gewaltiges, sinfonisches Werk für Akkordeonorchester geschaffen, das vom 1. Orchester, dem Akkordeonorchester Malsch und dem Jugendorchester mitreißend interpretiert wurde. Hier stimmte jedes Detail, von der Melodieführung über die Transparenz des Klangs bis hin zu den dynamischen Steigerungen. Der Beifall danach war so groß, dass die beiden letzten Sätze als Zugabe wiederholt wurden. Den Schlusspunkt setzten dann alle 62 Mitwirkenden des Abends mit dem "Gletscher Boogie" von Fred Hector, der ebenfalls als Zugabe wiederholt werden musste.

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