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30.09.2011 Soiree Bavaroise in Esternay

Bayerische Stimmung im Land des Champagners

Esternayer und Waldbronner, darunter auch Bürgermeister Franz Masino (li.) feierten gemeinsam eine "Soirée bavaroise“


Bayerische Bierzeltatmosphäre im Kernland des Champagners? Schwer vorstellbar, aber dass das sogar ausgesprochen gut ankommt wurde einer Delegation des Waldbronner Partnerschaftskomitees mit Bürgermeister Franz Masino nebst Gattin an der Spitze am vorvergangenen Wochenende in der Partnergemeinde Esternay  demonstrativ vorgeführt.
Doch der Reihe nach: Im Nachgang zur Feier des 25-jährigen Partnerschaftsjubiläums St. Gervais – Monmouth – Waldbronn, bei der auch Bürgermeister Patrice Valentin aus Esternay als Gast anwesend war, erhielt Waldbronns Bürgermeister Franz Masino von seinem Esternayer Kollegen eine Einladung zur "Soirée bavaroise“, einem Bayerischen Abend mit Bier und Sauerkraut, den das Partnerschaftskomitee in Esternay alljährlich ausrichtet. Da die Einladung auch an das Waldbronner Partnerschaftskomitee ergangen war, machte sich eine kleine Reisegruppe aus Waldbronn um den Komiteevorsitzenden Rainer Lange nebst Gattin Florence auf gen Esternay. Willkommen geheißen wurde sie nach der Ankunft von Bürgermeister Patrice Valentin und dem Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees Esternay, James Fouquet. Vor den Festivitäten am Samstagabend stand tagsüber noch eine Besichtigung von Troyes und seiner historischen Altstadt auf dem Programm, zu der Bürgermeister Franz Masino und seine Gattin am Samstagvormittag direkt anreisten. Zu der Waldbronner Reisegruppe stießen in Troyes noch Gäste aus Saint Gervais um Patrick Clévy, Komiteevorsitzender aus der Partnergemeinde am Mont Blanc, der bei dieser Gelegenheit seine Geburtsstadt besuchte. Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte eine äußerst informative und interessante Führung durch die Altstadt von Troyes mit ihren sehenswerten Fachwerkhäusern und der Sankt-Magdalenen-Kirche. Am Abend konnte dann Komiteevorsitzender James Fouquet zur "Soirée bavaroise“ in der Sporthalle von Esternay 280 erwartungsfrohe Gäste begrüßen, darunter die Waldbronner Delegation, verstärkt durch die Abordnung aus Saint Gervais. Stilgerecht und zum Ergötzen der französischen Gastgeber hatten sich Waldbronner und Saint Gervolins in Lederhosen und Trachtenkleider geworfen. Darüber hinaus war das von Bürgermeister Franz Masino gespendete Fassbier einer bekannten Waldbronner Hausbrauerei willkommene und gefragte Begleitgabe zu Sauerkraut, Wurst und Schweinsknöchele. Der Abend hielt dann auch, was er versprach: Angeheizt von einer belgischen! Trachtenkapelle, die zünftige Bierzeltmusik darbot, war die Stimmung in der Halle bald auf dem Siedepunkt, wozu die Waldbronner Besucher nicht unwesentlich beitrugen, wie die Gastgeber später höchst zufrieden bemerkten. So war es kein Wunder, dass der Sonntag schon mehrere Stunden alt war, als die letzten Gäste bier- und champagnerselig ihren Quartieren zustrebten.
Die am Sonntag vorgesehenen Aktivitäten waren verständlicherweise ruhigerer Natur. Nach einem von der Gemeinde Esternay ausgerichteten und gemeinsam mit den Gastgebern eingenommenen Mittagessen hieß es zunächst einmal Abschied nehmen, was allen Beteiligten sichtlich schwerfiel. Für die Waldbronner Delegation wurde die Heimreise aber noch dreimal unterbrochen: Zunächst stand die Besichtigung der Champagnerkellerei Boonen – Meunier in Festigny bei Epernay inklusive Champagnerprobe auf dem Programm. Im Anschluss daran ging es weiter Richtung Reims, wo man in den Weinbergen bei Hautviller – Heimatort des Mönchs und "Champagnererfinders“ Dom Perignon – einen Stop einlegte und bei Brie-Käse und Rotwein den Blick auf sonnenüberfluteten Weinberghänge des Marnetals genoss. Letzte Etappe war dann die Kathedrale von Reims, die in diesem Jahr ihren 800. Geburtstag begeht. Aus diesem Anlass veranstaltet die Stadt Reims von Mai bis Oktober auf dem Platz vor der Kathedrale eine nächtliche, mit passender Musik untermalte Laser-Show, die auf die Fassade der Kirche projiziert wird. Zusammen mit mehreren hundert anderen begeisterten Schaulustigen verfolgten die Waldbronner das halbstündige fantastische Spektakel. Über die Maßen beeindruckt waren sich alle danach einig, dass dies der eigentliche Höhepunkt der Reise war, der den Umweg mehr als rechtfertigte. Müde aber hochzufrieden trat die Reisegesellschaft schließlich die Heimreise an und traf - wie immer von Chauffeur Willibald Masino in gewohnter Souveränität kutschiert - am frühen Montagmorgen wohlbehalten in heimischen Gefilden ein.

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