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14.10.2011 25 Jahre Rheumaliga Waldbronn

"Jeder Tag ist eine Herausforderung"
Festakt 25 Jahre Rheumaliga Waldbronn

Erfolgreich für die Rheumaliga in Waldbronn tätig: die Mitglieder des Sprecherrats (v.rechts) Johann Schlotterer, Monika Deger, Vorsitzender Helmut Völkle, Gisela Schmidt, Gudrun Knobloch mit der stellvertretenden Landesgeschäftsführerin Silke Ssymank

Ihr 25-jähriges Jubiläum feiern konnte die Rheumaliga Waldbronn mit einem Festakt im Kurhaus Waldbronn. Dabei wurde auch die Rolle von Helmut Völkle gewürdigt, der die Waldbronner Arbeitsgemeinschaft seit ihrer Gründung führt. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch das Gitarrentrio der Musikschule Waldbronn mit Armin Bitterwolf, Karl-Heinz Dörr und Stefan Rupp. In die Reihe der Gratulanten reihte sich auch die Frauentanzgruppe des Gesangsvereins "Concordia" Reichenbach mit einem von Nicole Zeyer einstudierten Tanz ein.

Interessiert verfolgten Mitglieder und Freunde der Rheumaliga Waldbronn das Programm des Festakts, der im Saal des Kurhauses Waldbronn stattfand

Rasant verlief die Entwicklung bei der Rheumaliga Waldbronn. Das lässt sich schon an den Mitgliederzahlen ablesen, die mit 1.270 längst die Tausendermarke hinter sich gelassen haben, mit steigender Tendenz. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Gruppen. Insgesamt 77 Gruppen sind es derzeit bei der Rheumaliga Waldbronn, wie Vorsitzender Helmut Völkle stolz vermerkte. Der Schwerpunkt liegt eindeutig bei der Wassergymnastik mit über 60 Gruppen. Dafür fand die Rheumaliga seit ihrer Gründung im April 1986 in der Albtherme eine Heimstatt.

Mehr als 20 Jahre ist Doris Schorb als Therapeutin für die Rheumaliga Waldbronn aktiv. Ihr dankte Vorsitzender Helmut Völkle

Schnell fanden sich die Mitglieder auch zu anderweitigen Aktivitäten zusammen. Es gab monatliche Rheumatreffs mit Arzt-, Film- oder Diavorträgen und Wanderungen, in den Räumen der Kurverwaltung wurde eine Geschäftsstelle unter der Leitung von Herbert Masino eingerichtet. Ein Höhepunkt ist der Gesundheitstag während der Waldbronner Woche, zu dem die Rheumaliga jeweils einen Arzt zu einem speziellen Thema einlädt. Im Jubiläumsjahr sprach Chefarzt Prof. Curt Diehm vom SRH-Klinikum Karlsbad über "Rheuma und Durchblutungsstörungen". Von Anbeginn an wurde das Jahr beschlossen mit einer besinnlichen vorweihnachtlichen Feier.

Bürgermeister Franz Masino würdigte die Verdienste von Helmut Völkle um die Rheumaliga in Waldbronn

"Unser Leitgedanke ist, mehr bewegen – und es hat sich etwas bewegt", sagte Helmut Völkle einleitend, der unter den Anwesenden Bürgermeister Franz Masino, Ehrenbürger Martin Altenbach, Pfarrerin Bettina Roller, die stellvertretende Geschäftsführerin der Rheumaliga Baden-Württemberg Silke Ssymank und Abordnungen zahlreicher benachbarten Arbeitsgemeinschaften begrüßen konnte. Die Rheumaliga sei in Waldbronn für viele Menschen mit rheumatischen Erkrankungen zu einer festen Adresse geworden.
"Jeder Tag ist eine Herausforderung", sagte Bürgermeister Franz Masino. Dieser Satz gelte in besonderer Weise für Rheumakranke. Das weite Feld dieser Erkrankung sei kaum zu überblicken. Helmut Völkle und sein Team der Rheumaliga organisierten hier Hilfe, um zur Linderung von Leiden beizutragen.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch das Gitarrentrio (v.l.) Stefan Rupp, Karl-Heinz Dörr und Armin Bitterwolf von der Musikschule Waldbronn

Der Bürgermeister erinnerte auch an Direktor Hans Ruland und LVA-Direktor Manfred Beck, die die Rheumaliga in Waldbronn initiierten und in Helmut Völkle einen idealen Mitstreiter fanden, der die Rheumaliga zu einer "Erfolgsgeschichte" machte. Dazu hätten sicher auch die Möglichkeiten beigetragen, Wassergymnastik im Thermalbad durchzuführen. Bei über 1.200 Mitgliedern und bald 80 Gruppen könne man über den inzwischen größten Waldbronner Verein sagen: "Die Rheumaliga lebt, und das an jedem Tag des Jahres!"

Mit einem Tanz gratulierte die Frauentanzgruppe des Gesangvereins "Concordia" Reichenbach

Die rasante Mitgliederentwicklung stellte auch Silke Ssymank, stellvertretende Geschäftsführerin der Rheumaliga Baden-Württemberg, in den Mittelpunkt. Da die Rheumaliga ausschließlich ehrenamtlich organisiert sei, lasse sich vor diesem Hintergrund berechnen, dass in Waldbronn in den 25 Jahren seit der Gründung fast 12.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet wurden. Die Behandlung rheumatischer Erkrankungen habe sich zwar verbessert, dennoch gelange noch nicht jeder Patient rechtzeitig zu einem Rheumatologen, weil entweder die Krankheit nicht richtig erkannt werde, oder weil es immer noch an ausgebildeten Fachärzten in diesem Bereich fehle.
Die Rolle Helmut Völkles würdigte für den Sprecherrat Johann Schlotterer gemeinsam mit Gudrun Knobloch, Monika Deger, Gisela Schmidt und Silke Ssymank. Das positive Erscheinungsbild der Waldbronner Rheumaliga sei wesentlich seinem Engagement zu danken. Helmut Völkle seinerseits übergab ein Präsent an Doris Schorb, die seit mehr als 20 Jahren als Therapeutin bei der Rheumaliga wirkt.

Chefarzt Prof. Dr. Erich Hartwig
vom Diakonissenkrankenhaus
Karlsruhe bei seinem Festvortrag

Im Festvortrag zeigte Chefarzt Prof. Erich Hartwig vom Diakonissenkrankenhaus Rüppurr Möglichkeiten für eine "Endoprothetische Versorgung der Großen Gelenke bei rheumatischen Erkrankungen und Arthrosen" auf. Seinen Vortrag unterstützte Hartwig mit eindrucksvollen Bildern. Rheumatische Erkrankungen müssten interdisziplinär untersucht werden. Es sei wichtig, nicht zu spät den Chirurgen aufzusuchen, der bei einzelnen Krankheitsbildern vorbeugend eingreifen könne, um die Gelenke zu erhalten. Erst am Schluss aller Maßnahmen dürfe der endoprothetische Ersatz stehen. Ziel sei aber immer die möglichst weitgehende Schmerzfreiheit des Patienten.

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