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10.08.2011 Hilfe für Ostafrika

Engagement gegen Hunger in Ostafrika

Am Ende der Lesung signierte Ulrike Vogel noch Bücher, deren Verkaufserlös ebenfalls der Ostafrika-Hilfe zufloss

"Wenn man derzeit Nachrichten sieht, glaubt man es kaum, was in den ärmsten Ländern passiert, während wir hier im Paradies leben", sagte Bürgermeister Franz Masino zur Einstimmung auf die Lesung mit der Waldbronner Mundartautorin Ulrike Vogel im Bürgersaal des Rathauses. Organisiert hatte den Abend Sven Puchelt von der Buchhandlung LiteraDur und der Erlös aus Eintritt und Buchverkauf ging an die Ostafrika-Hilfe.
Immerhin kamen nach einem ersten Kassensturz rund 2000 Euro zusammen. Dazu beigetragen hatten die über 100 Zuhörer und der Erlös aus dem Buchverkauf, den Ulrike Vogel für den guten Zweck spendete. Dazu kam noch, dass die Bäckerei Richard Nußbaumer kleine Snacks gespendet hatte und der Edeka Aktiv Markt Achim Völkle die Getränke beisteuerte, die beide dank der Spender kostenlos abgegeben werden konnten, Spenden dafür gab es aber reichlich.
Ulrike Vogel sagte zu den ersten Gesprächen mit dem Bürgermeister: "So schnell konnte ich gar nicht betteln, wie mein Wunsch erfüllt wurde, die Lesung im Rathaus durchzuführen!" Ein weiterer Anlass war, dass Vogel bereits zum zweiten Mal nach 2007 mit dem Mundartpreis "der gnitze Griffel" ausgezeichnet wurde. War es damals eine Prosageschichte, so erhielt sie diesmal den Preis für ein Gedicht, in dem sie Romantik und Alltag konfrontiert. Aus insgesamt 190 eingereichten Beiträgen vergab die Jury mit BNN-Redakteur Thomas Liebscher an der Spitze 13 Preise.
Ulrike Vogel, eine gebürtige Busenbacherin, greift in ihren Geschichten oft tatsächliche Begebenheiten auf oder verdichtet Beobachtungen zu Geschichten, wie beim Besuch einer Ausstellung mit "Kunschdgedöns" in Begleitung ihrer Freundin "Marda".
Eröffnet hatte Ulrike Vogel die Lesung mit ihrem Preisstück von 2007 "Soßewei un Alpeveilchen", "einer meiner älteren Texte, aber den kann ich schon fast auswendig und bin dann weniger aufgeregt", so ihre Einführung.
Mitgestaltet wurde der Abend von Petra Sieb-Puchelt, diatonisches Akkordeon, und Sven Puchelt, Gitarre, Hackbrett und Gesang. Sie lockerten den Abend auf mit traditionellen Tanzmelodien aus Europe von Italien bis Irland.
Spannend wurde es, wenn Sven Puchelt und Ulrike Vogel Texte gegeneinander stellten. So hatte Vogel die Fontane-Ballade "John Maynard", gelesen von Sven Puchelt, vom Erie-See kurzerhand auf den Mummelsee verlegt, Vogels Geschichte "Modern wohne" stellte Puchelt die "Heinzelmännchen von Köln" von August Kopisch gegenüber. Dem von Sven Puchelt interpretierten Ulrich Rosky Song "Der Schleusenwärters blindes Töchterlein", der an der Spandauer Havel-Schleuse spielt, setzte Ulrike Vogel "D'Busenbacher in Berlin" entgegen. Lang anhaltender Beifall dankte den Akteuren für einen vergnüglich-besinnlichen Abend, der noch dazu einem guten Zweck diente.

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