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14.07.2011 Musical der Anne-Frank-Schule

"Wir wünschen uns ein Land,
da zählen Kinderrechte"

Eine wichtige Funktion hatte im Musical "Eine Reise um die Welt" der Chor

"Eine Reise um die Welt" unternahmen in einem Musical die Schüler der Johann-Peter-Hebel-Schule in Schöllbronn und der Anne-Frank-Schule in Busenbach. Das Musical ist eine Eigenproduktion beider Schulen und wurde in Kooperation auch auf die Bühne gestellt. Entstanden ist es aus der Unterrichtseinheit in Klasse 4 "Kinder dieser Welt", in der es um Kinderrechte, Hilfsorganisationen, sich verständigen und sich verstehen geht. Gleichzeitig wurde es fächerübergreifend unter Einbeziehung von Heimat- und Sachunterricht, Musik, Deutsch und Religion gestaltet.

Thailand war die erste Station im Musical "Reise um die Welt", an die der Beamer die Kinder gebracht hatte

In der Turnhalle des TV Busenbach konnte Rektor Rolf Nold die zahlreich gekommenen kleinen und großen Zuschauer begrüßen, unter ihnen auch Schulrat Alexander Lehrmann. Er zeigte kurz auf, wie das Musical entstanden ist. Idee und Text stammt von den Lehrerinnen Andrea Wackher (Schöllbronn) und Elke Straehler-Pohl (Busenbach). Die Liedtexte steuerte Susanne Nold bei, Lehrerin in Schöllbronn, die Musik dazu stammt von Rolf Nold, dem Schulleiter der Busenbacher Schule. Susanne und Rolf Nold hatten an ihren Schulen auch die musikalische Einstudierung und Leitung übernommen. Die Theaterszenen hatten in Schöllbronn Andrea Wackher und Sandra Rümmele einstudiert, Elke Straehler-Pohl hatte diesen Part in Busenbach übernommen. Die wunderschönen Bühnenbilder waren in Schöllbronn entstanden und fanden dann auch in Busenbach Verwendung. Erarbeitet wurde das Musical seit dem Frühjahr 2011.

Zweite Station war Afrika

Die Handlung ist schnell erzählt: "Das Wetter ist schlecht. Es regnet ohne Unterlass. Drei Kinder, zwei Geschwister und ihr Freund, langweilen sich fürchterlich. Da entdeckt eines der Kinder ein seltsames Gerät.

Eindringlich wies das Wasserlied -"Wasser heißt Leben"- auf eines der Hauptprobleme in Afrika hin

Neugierig berühren sie es ... aber, oh Schreck, schon zieht das Gerät sie alle in sich hinein und völlig durchgerüttelt und verblüfft landen sie in entfernten Orten der Welt, zuerst in Thailand. Dort lernen sie das Straßenkind Thon kennen und Thon erfährt durch die drei Besucher zum ersten Mal wieder Hilfe und Freundschaft.
Die nächste Station ist Afrika. Dort erfahren die drei Kinder, dass afrikanische Kinder Dinge können, die europäische Kinder wohl nie lernen werden, und dass die afrikanischen Kinder alle sehr, sehr gerne zur Schule gehen und absolut still und wissbegierig ihrem Lehrer zuhören. Aber auch ein Abenteuer haben sie zu bestehen. Plötzlich ist nämlich einer von ihnen spurlos verschwunden.

Indien, eine Welt voller Gegensätze

Eine Welt voller Gegensätze entdecken die Freunde in Indien, ihrer nächsten Station. Auch dort erleben sie viel, nicht nur große und kleine Abenteuer.
Am Schluss landen die Drei dann sogar noch in Amerika, mitten in einem Football- Spiel. Die amerikanischen Schüler sind über den ungebetenen Besuch und die Störung ihres Spiels natürlich alles andere als erfreut. Aber es gibt bei einem echt amerikanischen Freundschaftsessen doch noch ein glückliches Ende mit einer großen Überraschung."

In Amerika platzten die Kinder in ein Footballmatch, und alle forderten auf Plakaten die Kinderrechte ein

Jeweils 90 Schülerinnen und Schüler wirkten an beiden Schulen mit. Das Musical lebt ganz wesentlich von seinen Liedern mit ihren zündenden Melodien. Verbunden wurden die Besuche durch das Leitlied "Wir wünschen uns ein Land…" und deutlich wurden im Schlussbild auch die Kinderrechte auf Liebe und Geborgenheit, auf Schulen und auf gleiche Chancen angesprochen. Mitreißend vom Chor und den Akteuren auf der Bühne wurde auch das "Wasserlied" in den Saal geschmettert und das Schlusslied "Wir sind anders …" musste als Zugabe wiederholt werden. Die deutlich spürbare Begeisterung der jungen Akteure und die sichtbare Freude der Chorsänger übertrugen sich auch schnell auf die Zuschauer.

Nachdrücklich wurde am Schluss auf die Rechte der Kinder dieser Welt hingewiesen

Da es um Kinder in der Welt ging, war klar dass der Erlös auch an Hilfsmaßnahmen für Kinder ging. In Busenbach gingen 800 Euro an UNICEF und 300 Euro an das Kinderhaus Rosa-Maria in Honduras. In Schöllbronn gingen jeweils 300 Euro an das sozialpädagogische Wohnheim Karlsruhe, aus dem junge Rollstuhlfahrer die Aufführung verfolgten, und an die Organisation "Hilft Mali", wo der Karlsruher Arzt Markus Hauber alle zwei Jahre in seinem Urlaub ehrenamtlich praktiziert.

In Schöllbronn verfolgten auch Rollstuhlfahrer aus dem sozialpädagogischen Wohnheim in Karlsruhe das Geschehen auf der Bühne

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