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02.06.2011 Sportfest TSV Reichenbach

Sonne strahlte bei Sportfest

Bei den Laufdisziplinen beim Behinderten-Sportfest des TSV Reichenbach waren auch Rollstuhlfahrer beteiligt

Zum 24. Mal hatte der TSV Reichenbach zum Behindertensportfest ins Waldbronner Stadion eingeladen. Zum 22. Mal fand parallel dazu das Waldbronner Schülersportfest statt. Litt dieser Termin an Christi Himmelfahrt in den Vorjahren immer unter den Wetterunbilden, so schien diesmal bei angenehm kühlen Temperaturen die Sonne, ideales Wetter für eine gute Beteiligung.
Dennoch war William Schmitt, Abteilungsleiter Leichtathletik beim TSV Reichenbach, etwas enttäuscht über das Meldeergebnis bei den Schülern. Das, so seine Vermutung, lag aber nicht am TSV oder am Wetter, sondern an Parallelterminen wie den Kreismeisterschaften am darauffolgenden Wochenende. Insgesamt waren 150 Schülerinnen und Schüler gemeldet, die aber ehrgeizig, lautstrak angefeuert von ihren Eltern und Betreuern, um Sieg und Platz kämpften.

Mit Ehrgeiz wurde von den behinderten Sportlern beim Kugelstoßen gekämpft. Dabei stand aber immer im Vordergrund: Teilnehmen ist wichtiger als siegen

Bei den Behinderten waren wie in den Vorjahren rund 30 Starter aus Baden-Württemberg nach Waldbronn gekommen. Die größte Gruppe stellte dabei die TSG Reutlingen knapp vor dem TSV Riedlingen. Kirchheim, Baden-Baden, Stuttgart, Singen und Aalen waren weitere Orte, aus denen behinderte Sportler anreisten. Erstmals, und das freute die Offiziellen des TSV Reichenbach besonders, waren auch behinderte Sportler aus Karlsruhe zu Gast.
Nach wie vor wird von den behinderten Sportlern am Waldbronner Sportfest besonders geschätzt, dass sie nicht wie bei anderen Sportfesten mehr oder weniger unter sich sind, die Zuschauer bleiben dort oft auf ihre Begleitung reduziert. In Reichenbach ist das anders. Das Schüler-Leichtathletik Sportfest sorgt für Leben im Stadionrund, aber auch für Zuschauer, die nicht nur die Schüler anfeuern, sondern auch die Behinderten bei ihren Wettkämpfen. Perfekt organisiert waren beide Wettkämpfe von William Schmitt und seinem Team.
Zum Gelingen des Behinderten-Sportfests trugen auch in diesem Jahr Spenden bei. Der Lions-Club überreichte durch Carlheinz Löschner 1200 Euro, Bürgermeister Franz Masino hatte für die Gemeinde einen Scheck über 500 Euro dabei. Beide betonten gegenüber Alexander Rabsteyn, 2. Vorsitzender des TSV Reichenbach, die integrative Ausrichtung dieses Sportfests.

Bei der Siegerehrung in der Festhalle übergaben Carlheinz Löschner für den Lions-Club und Bürgermeister Franz Masino für die Gemeinde Spenden zur Unterstützung des Behindertensportfests

Rabsteyn und Bernd Budig von der Leichtathletik-Abteilung überreichten den behinderten Sportlern anschließend auf der Bühne ihre Teilnahmeurkunden. Dabei hoben sie zwei Leistungen besonders hervor. Harald Florek aus Baden-Baden warf mit seinen über 70 Jahren den Speer 25,8 m und Frank Armbruster aus Reutlingen legte die 1500 m in 8:05,82 Minuten zurück, eine Zeit, die manchem Nicht-Behinderten Schwierigkeiten bereiten dürfte.

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