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28.05.2011 30 Jahre Musikschule Waldbronn

Konzert dokumentiert erfolgreiche Arbeit

Ein Konzert zum Geburtstag gestalteten im Kulturtreff Musikschüler aus Waldbronn und Stadtilm. Auf unserem Bild eine Waldbronner Gruppe mit (von links) Daniela Plum, Jessica Laier, Lea Hohmann, Nadine Deurer und Dominik Bauer

30 Jahre wird die Musikschule Waldbronn. 1980 stellte Bürgermeister Alfred Ohl noch die Weichen für eine selbständige Musikschule, 1981 wurde sie dann von seinem Nachfolger Albrecht Glaser offiziell gegründet. Dass an der Musikschule gute Arbeit geleistet wird, dafür stehen auch die inzwischen rund 500 Schülerinnen und Schüler. In diesen 30 Jahren hat sich die Waldbronner Musikschule aber auch auf den unterschiedlichsten Ebenen ins kulturelle Leben Waldbronns eingebracht. Konzerte, Kooperationen mit Schulen und Vereinen sowie die Mitgestaltung von Feiern der Vereine sind inzwischen fester Bestandteil im Waldbronner Jahreslauf.
Ein Gemeinschaftskonzert mit der Musikschule Arnstadt-Ilmenau gestalteten zum Auftakt der Feiern zum 30. Geburtstag jetzt Schülerinnen und Schüler aus Waldbronn und der Waldbronner Partnergemeinde Stadtilm im Kulturtreff. Musikschulleiter Armin Bitterwolf konnte dazu die Bürgermeister Joachim Günsel aus Stadtilm und Franz Masino, MdL Dr. Frank Mentrup sowie die Waldbronner Ehrenbürger Martin Altenbach und Helmut Völkle begrüßen. Sein besonderer Gruß galt seinem Kollegen Rüdiger Kriwitzky, Leiter der Musikschule Arnstadt-Ilmenau.
30 Jahre Musikschule ist ein Grund zum Feiern, stellte Bürgermeister Franz Masino fest. Besonders schön sei, dass es mit Freunden aus der Partnergemeinde Stadtilm gefeiert werden könne, denn Partnerschaften lebten wesentlich von Begegnungen. Waldbronns Bürgermeister ging auch auf die Unterschriftenaktion ein, mit der die Schließung der Musikschule verhindert werden solle. Eine Entscheidung, die Musikschule zum Ende des Jahres zu schließen, sei weder von ihm noch vom Gemeinderat getroffen. Der Fortbestand müsse aber durch neue Wege gesichert werden. Gemeinderat und Bürgermeister, so Masino, stünden hinter der Musikschule, aber ein Defizit von über 200.000 Euro jährlich könne sich die Gemeinde auf Dauer nicht leisten.

Eine Tenorblockflöte plus 2.000 Euro erhielt die Musikschule als "Geburtstagsgeschenk" vom Lions-Club Waldbronn. Übergeben wurde es von Carlheinz Löschner vom Lions-Club an Musikschulleiter Armin Bitterwolf und Blockflötenlehrer Ulrich Enters (v.links)

Der Lions-Club Waldbronn übergab im Rahmen des Konzerts als "Geburtstagsgeschenk" eine Tenorblockflöte im Wert von 1000 Euro. Carlheinz Löschner (links) hatte aber noch eine Geburtstagsüberraschung parat als er nicht nur die Flöte an Musikschulleiter Armin Bitterwolf überreichte, sondern bekanntgab, dass Lions noch 2000 Euro dazugelegt habe, die der Musikschule nun zur Verfügung stehen.
Danach waren dann die Waldbronner Musikschülerinnen und Musikschüler am Zug. Der siebenjährige Vincent Jeromin, am Flügel begleitet von Monika Jeromin, eröffnete das Programm schwungvoll mit dem zeitgenössischen Blockflötenstück "Disco" von Daniel Hellbach. Er fiel vor allem durch sein sicheres und tonschönes Spiel auf. Hannah Armbruster meisterte auf der Violine den melodiösen und rhythmisch geprägten 1. Satz aus der Sonatine G-Dur für Violine und Klavier von Antonin Dvorak. Am Flügel war ihr dabei Gerit Reichl eine sichere Begleiterin.
Mit zwei Kompositionen des venezolanischen Komponisten und Gitarristen Alfonso Montes beindruckte das Gitarrenquartett Daniela Plum, Jessica Laier, Lea Hohmann und Nadine Deurer. Felix Strnd hatte sich mit "Look out" des zeitgenössischen amerikanischen Komponisten und Flötisten Robert Dick ein Stück herausgesucht, das in seiner experimentellen Form traditionellen Hörgewohnheiten entgegenlief, aber bravourös interpretiert wurde. Mit zwei Songs von Eva Cassidy beeindruckten Hannah Radgen und Julie Kratzmeier, dabei begleiteten sie sich auf der Gitarre und am Klavier auch selbst. Den Schlusspunkt des Waldbronner Teils setzte Ann-Kathrin Knab. Auf ihrem Tenor-Saxophon interpretierte mit warmem Ton und ausdrucksvoll "Andante et Bolero" aus "Premier Solo" des französischen Komponisten und Flötisten Jules Demersseman, der Mitte des 19. Jahrhunderts lebte und als einer der ersten französischen Komponisten auch für das aufkommende neue Instrument Saxophon schrieb.

Zum Geburtstag gratulierte auch Stadtilms
Bürgermeister Joachim Günsel

Glückwünsche der Partnergemeinde Stadtilm zum 30. Geburtstag überbrachte deren Bürgermeister Joachim Günsel. Die Partnerschaft der beiden Musikschulen bestehe schon seit Jahren mit vielen gemeinsamen Auftritten. Die Waldbronner Musikschüler hätten mit ihrem Programm gezeigt, welch erfolgreiche Arbeit an der Musikschule geleistet werde. Rüdiger Kriwitzky, Leiter der Musikschule Arnstadt-Ilmenau dankte für die Einladung und gratulierte ebenfalls. Alle vier am Programm beteiligten Schüler der Musikschule Arnstadt-Ilmenau stammten aus der Waldbronner Partnergemeinde Stadtilm und waren aktuell oder in den Vorjahren schon beim Wettbewerb "Jugend musiziert" aktiv.

Rüdiger Kriwitzky, Leiter der Musikschule Arnstadt-Ilmenau, spielte gemeinsam mit Adrian Näder

Gleich dreimal war Felix Beck am Programm beteiligt. Er interpretierte mit Einfühlungsvermögen und technisch souverän Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Robert Schumann und des zeitgenössischen Amerikaners Dennis Alexander. Alina Kullmann spielte auf der Gitarre Werke von Matteo Carcassi und Francesco Tarrega. Marius Steffen interpretierte auf dem Akkordeon Themen aus Film- und Fernsehserien, aber auch ein "Präludium und Choral" des in Oldenburg lebenden Ungarn Lajos Papp. Den Schlusspunkt setzte Adrian Näder der auf der Gitarre "Overjoyed" von Stevie Wonder und "Water's Edge" von Lee Ritenour spielte, und bei seinem einleitenden Stück "Happiness" von Stephan Bormann von Musikschulleiter Rüdiger Kriwitzky, ebenfalls Gitarre, begleitet wurde.

Felix Beck von der Musikschule Arnstadt-Ilmenau war am Flügel zu erleben

Den Waldbronner Freundeskreis Stadtilm stellte zum Schluss des gemeinsamen Konzerts Marianne Müller vor. Sie erinnerte an den 3. Oktober 2003, an dem in Stadtilm ein Freundschaftsvertrag unterzeichnet wurde, der dann 2008 förmlich in eine Partnerschaft mündete. 2004 habe es das erste gemeinsame Konzert mit der Musikschule in Stadtilm gegeben und das 25-jährige Jubiläum der Waldbronner Musikschule wurde mit einem gemeinsamen Konzert im evangelischen Gemeindezentrum gefeiert. Für die Zukunft hoffte Marianne Müller, dass die Partnerschaft zwischen beiden Gemeinden sich durch zahlreiche gegenseitige Begegnungen positiv weiterentwickle.

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