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31.03.2011 Nistkästen für den Steinkauz

Wohnungen für den Steinkauz

Erstklässler der Anne-Frank-Schule Busenbach waren dabei, als Albert Kraft, Manfred Hammer und Helmut Link vom Obst- und Gartenbauverein Reichenbach Niströhren für den Steinkauz ausbrachten

"Wohnmöglichkeiten" für den Steinkauz schuf jetzt der Obst- und Gartenbauverein Reichenbach. Zwei längliche Nisthöhlen brachten Mitglieder des Vereins im Gewann "Krautländer" neben der L 609 und fast an der Gemarkungsgrenze zu Karlsbad aus. Befestigt wurden die Nisthöhlen auf zwei alten Birnbäumen. Aufmerksame Beobachter waren Erstklässler der Busenbacher Anne-Frank-Schule, die dabei einiges Wissenswerte von den beiden Fachberatern Albert Kraft und Helmut Link sowie von Vorsitzendem Manfred Hammer erfuhren.
Der Steinkauz ist eine kleine Eulenart. Er ist ein charakteristischer Bewohner von offenem Gelände mit niedriger Vegetation und jagt bevorzugt auf dem Boden. Ein einmal gewähltes Revier besetzt er meist über mehrere Jahre und zum Teil sogar lebenslang. Der Steinkauz erreicht eine Körpergröße von 21 bis 23 Zentimetern bei einer Flügelspannweite von 53 und 58 Zentimeter. Zum Nisten bevorzugt er Höhlen in alten Bäumen. Da alte Bäume in der Feldflur immer seltener werden, muss hier der Mensch mit Nisthöhlen nachhelfen. Beim Bau der Nisthöhlen ist aber Einiges zu beachten, wie Albert Kraft zu berichten weiß. Idealerweise sollte die Eingangsöffnung in zwei Scheiben versetzt angebracht werden, um nicht zu viel Tageslicht einzulassen, aber auch als Schutz vor dem Marder. Beim Anbringen solle der Eingang immer in Richtung Osten zeigen.
Ein Steinkauzweibchen legt in der Regel je nach Nahrungsangebot um die drei Eier. Wenn die Jungvögel flügge sind, müssen sie aus der elterlichen "Wohnung" ausziehen und sich eine eigene Bleibe in einer anderen Höhle suchen. Finden sie diese in der Nachbarschaft, so bleiben sie auch in der Nähe der Eltern.
Da im Gebiet Krautländer schon Steinkäuze gesehen und auch sein charakteristischer Ruf gehört wurde, will der Obst- und Gartenbauverein mit den beiden Nisthöhlen versuchen, dieser Vogelart einen Lebensraum zu schaffen. Wichtig bei den Nistkästen ist auch, dass sie von außen gut zu öffnen sind, um einen einmal im Jahr einen "Großputz" durchzuführen, da dies die Steinkäuze nicht selbst tun. Eher verlassen sie ihre Höhle, wenn sie zu stark verschmutzt ist.
Nun ist die spannende Frage, ob Steinkäuze die angebotenen Niströhren beziehen. Die Fachberater des Obst- und Gartenbauvereins werden darauf in der nächsten Zeit ein besonderes Auge haben.

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