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27.03.2011 25 Jahre Hospizverein

Bereitschaft für den Nächsten als zentrales Motto
25 Jahre Hospizarbeit in Karlsbad und Waldbronn Feierakt unter Schirmherrschaft des Waldbronner Bürgermeisters

Schirmherr Bürgermeister Franz Masino

Der Hospizverein Karlsbad-Marxzell-Waldbronn feierte mit einem Gottesdienst in der gut besetzten katholischen Kirche in Karlsbad – Langensteinbach und einem sich anschließenden Feierakt sein 25jähriges Bestehen. Die katholische Gemeindereferentin Alexandra Kunz und die evangelische Pfarrerin Reinhild Prautzsch legten dem Gottesdienst das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter zugrunde (Lukas 10, 25-37). "Wer ist Dein Nächster und was bist Du bereit, für Deinen Nächsten zu tun?“. Dieses Gleichnis ist ein Grundgedanke der Hospizarbeit. Symbolisch erläuterte Elisabeth Strnad - Koordinatorin des Ambulanten Hospiz Dienstes -  den Begriff des Palliative-Care. Sie breitete dabei einen Mantel vor dem Altar aus (das lateinische Wort Pallium bedeutet „Mantel“) aus.  Schützen, umsorgen, für jemanden da sein, nur auf die Wünsche dieser Person eingehen, physisch, psychisch und spirituell, all das leisten die Begleiterinnen des Ambulanten Hospizdienstes. Stimmungsvolle Gesänge der Taizé-Gruppe mit Flöten, Geige, und Gitarre bereicherten den Gottesdienst.

Ein Ensemble der Musikschule Waldbronn umrahmte den Festakt in Karlsbad

25 Jahre engagierte Sterbebegleitung
Beim anschließenden Feierakt machte der Schirmherr der Veranstaltung, Waldbronns Bürgermeister Franz Masino auf die Pionierarbeit der Bürger aufmerksam, die 1986 den ersten Hospizverein in Baden-Württemberg gründeten und damit Initiatoren für die Hospizarbeit in Baden-Württemberg wurden: „Der Hospizverein hat das Sterben aus der dunklen Ecke geholt und den letzten Stunden ein menschliches Gesicht gegeben“. Heute gibt es in vielen Städten und Gemeinden Hospizvereine, die diese lobenswerte Arbeit leisten. Peter Kappes – Sozialdezernent des Landkreises, Bürgermeisterstellvertreter Peter Kiesinger und Bürgermeister Raimund Schuster aus Marxzell gratulierten persönlich. Gunda Zuske, Vorsitzende des Hospizvereins, berichtete über die Arbeit in den vergangenen 25 Jahren. Das stationäre Hospiz Sonnenlicht in Karlsbad-Auerbach wurde 2006 von dem neu gebauten Hospiz Arista in Ettlingen abgelöst. Viele der erfahrenen Mitarbeiterinnen führten ihre Arbeit im Arista in Ettlingen weiter. In Karlsbad, Waldbronn und Marxzell verblieb der Ambulante Hospizdienst, der sich um Schwerstkranke zu Hause oder in Altenheimen kümmert. Zur Zeit stehen hier 15 ehrenamtliche Begleiter/innen zur Verfügung. Im letzten Jahr konnten sieben Sterbende bis zum Tode begleitet und ihre Angehörigen unterstützt werden. Zunske freute sich darüber, dass Initiatoren aus dem Jahre 1986 und Persönlichkeiten aus der Anfangszeit und viele Mitarbeiter/-innen des Hospizes Sonnenlicht  an den Feierlichkeiten teilnahmen – unter anderem die Witwe des Gründers Marlies Burger, die damalige zweite Vorsitzende Ingrid Zeller, Achim Rittershofer, Wilfried Ludwigs, Dr. Bernhard Lenze, Wolfgang Lusch und Hildegard Betsche, die vorbildlich die Hospizidee verbreitete und unermüdlich um Spenden und Benefizveranstaltungen warb. Silke Nofer–Steigert -  sie hatte von 1995 bis 1996 das Hospiz Sonnenlicht geleitet – erzählte von der Gründung und den Schwierigkeiten, die Hospizidee in der Bevölkerung bekannt zu machen. Sie berichtete auch über die Höhen und Tiefen des Hospizvereins.

Blumen gab es für Marlis Burger (re.) von Gunda Zuske


Hospiz-Stiftung will Zukunft der Arbeit mitsichern
Liselotte Lossau, Vorsitzende und eine der Mitbegründerinnen der Hospiz-Stiftung Karlsbad-Waldbronn, zeigte auf, wie die Stiftung die Hospizarbeit fördert. Zunächst wurde das Hospiz Sonnenlicht in Auerbach und der ambulante Hospizdienst, ab 2006 auch das  Hospiz Arista und der Kinderhospizdienst Karlsruhe unterstützt. In neun Jahren habe die Stiftung die Hospizarbeit mit insgesamt 90.000 € gefördert. Seit 2009 bestehe eine enge Kooperation mit dem Förderverein Hospiz Ettlingen und der Wirkungsbereich wurde erweitert. Dies führte zur Änderung des Namens in Hospizstiftung für Landkreis und Stadt Karlsruhe. Ohne den selbstlosen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und die Unterstützung durch Spenden aus der Bevölkerung und von Institutionen (z.B. auch dem Lions-Club und der Holzschuh-Stiftung) wäre die Hospizarbeit nicht möglich. Die Hospizstiftung möchte auch in Zukunft die Arbeit weiter unterstützen. 

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