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20.03.2011 Frühlingskonzert beim MV Etzenrot

Konzert auf hohem Niveau

47 Aktive zählte das Blasorchester des Musikverein "Harmonie" Etzenrot beim Frühlingskonzert


Mit einem gelungenen Frühlingskonzert wartete der Musikverein "Harmonie" Etzenrot im voll besetzten Saal des Gesellschaftshauses auf. Gestaltet wurde das Programm von der Jugendkapelle "Swinging Kids" und dem Blasorchester, beide unter der Leitung von Ralf Wittmann. Durch das Programm führte Achim Waible.
Vorsitzender Jürgen Götz konnte unter den Zuhörern auch Bürgermeister Franz Masino, Ehrenbürger Helmut Völkle und den Vorsitzenden des Blasmusik-Bezirksverbands Albtal Jürgen Kunzmann begrüßen. Ausgezeichnet wurde Bassist Ewald Müller nach 60 Jahren als aktiver

60 Jahre aktiver Musiker ist Ewald Müller
(re.), Tubist beim Musikverein "Harmonie"
Etzenrot. Bezirksvorsitzender Jürgen
Kunzmann überreichte ihm die Ehrennadel
in Gold mit Diamant

Musiker mit der Ehrennadel in Gold mit Diamant der "Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände". Die Ehrung überbrachte Bezirksvorsitzender Jürgen Kunzmann. Das Frühlingskonzert war gleichzeitig auch der letzte Auftritt von Ewald Müller, der sich als aktiver Musiker zurückzieht.
Eingeleitet wurde das Konzert durch die 32 Musiker zählenden "Swinging Kids" mit dem bekannten Anfang der Tondichtung "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss, das die Jungmusiker wuchtig und klangschön zu Gehör brachten. Ebenso stimmig gelang ihnen unter ihrem Dirigenten Ralf Wittmann die "Morgenstimmung" aus Edvard Griegs "Peer-Gynt-Suite", bei der sich mit Julia Münch (Flöte), Jana Wittmann (Klarinette) und Lukas Schroff (Tenorhorn) als Solisten diese Instrumente das Thema zuspielten.

32 Jugendliche bei den "Swinging Kids" zeugen von einer guten Jugendarbeit beim Musikverein "Harmonie" Etzenrot


Den Schlusspunkt setzten sie mit dem schwungvoll gespielten Abba-Medley "Mamma Mia!" Für den verdienten Beifall bedankte sich der Etzenroter Nachwuchs mit "Proud Mary", einem Titel von "Creedence Clearwater Revival", der später auch von Tina Turner gesungen wurde.
Unter der Interimsleitung von Ralf Wittmann stand bei diesem Konzert auch das Blasorchester. Er führte mit sicherer Zeichengebung und klarer Körpersprache seine Musiker durch das anspruchsvolle Programm. Da er nach eigenem Bekunden aber neben seiner beruflichen Belastung das Dirigentenamt nicht auf Dauer ausführen kann, wurde am Schluss des Konzerts mit Uwe Forstner auch der neue Dirigent vorgestellt. Deutlich sichtbar war der Altersschnitt, der sich beim Blasorchester durch 18 Zugänge aus der Jugendkapelle vollzogen hatte. Hier musizierten bei diesem Konzert insgesamt 45 Musiker.
Mit dem transparent gespielten, barocken "Marche pour la Cérémonie des Turcs" von Jean Baptist Lully eröffnete das Blasorchester seinen Konzertteil. Gut gelang das 2007 entstandene "Silva Nigra" von Markus Götz, das in Form eines musikalischen Bilderbogens Impressionen aus der Gegend rund um Sankt Märgen schildert. Als musikalische Mittel stellt Götz bewusst traditionelle Elemente wie volksliedähnliche Themen und gregorianische Gesänge neben zeitgemäße Blasorchesterklänge. Als Solisten trugen Uli Pankratz (Klarinette), Steffen Dix (Trompete), Jonathan Prautzsch (Waldhorn) und Lars Vetter (Tuba) wesentlich zum Gelingen bei.
Aus der 1938 entstandenen "Jazz-Suite Nr. 2" von Dmitri Schostakowitsch stammt der "Second Waltz", dessen eher schwermütiges Grundthema mit Ulrich Stefansky (Saxophon) und Clemens Braun (Posaune) ebenso transparent und klangschön ausmusiziert wurde wie danach das bekannte "The Rose". Verjazzte Variationen von "Hänschen klein" hatte Roland Kreid mit "Johnny Small" geschaffen, die mit der nötigen Frische und Spiellust auch von den Solisten Julia Münch, Lea Reiser (Flöte), Lilith Diringer (Glockenspiel) und Steffen Dix (Flügelhorn) dargeboten wurden. Die Schlusspunkte im Programm setzten "The Entertainer" in einer Swingfassung, bei der das Saxophonregister den Ton angab. Das Medley "Best of Beatles" zeigte auch in der Bearbeitung für Blasorchester die Bandbreite, über die die vier Liverpooler musikalisch verfügten. Die schmissig gespielte Filmmusik aus "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" beendete schließlich den offiziellen Teil.
Nach diesen Leistungen erklatschten sich die Zuhörer zwei Zugaben. Mit dem mexikanischen Ranchero Song "Cielito Lindo" und der Polka "Wir Musikanten" verabschiedeten sich die Musiker.

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