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06.01.2011 Sternsinger waren wieder unterwegs

22.000 Euro für Kinder in der Welt

Vorbereitung brauchen auch die Sternsinger, schließlich sollen, nicht nur wie hier in Reichenbach, die Gewänder passen

Auch in diesem Jahr zogen wieder die Sternsinger durch Waldbronn. Ausgeschickt waren sie von den drei Waldbronner Pfarreien. "Kinder zeigen Stärke – kmäng kmäng bong-hein kom-lahng" heißt das Leitwort der 53. Aktion Dreikönigssingen 2011. Jedes Jahr wird ein Land als Beispielland ausgewählt, in diesem Jahr Kambodscha, weil es eines der ärmsten Länder der Welt ist und immer noch unter den Folgen einer barbarischen Diktatur und eines Bürgerkriegs leidet. Mangelernährung und eine schlechte Gesundheitsversorgung sind Ursache von Behinderungen bei tausenden Kindern. Hinzu kommt das Problem der aus dem Krieg übrig gebliebenen Landminen, die heute noch gerade auch Kinder töten oder verstümmeln.
Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als 730 Millionen Euro wurden seither gesammelt, über 58.700 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.
In der Pfarrei St. Wendelin in Reichenbach waren wie in den beiden anderen Pfarreien Waldbronns auch in diesem Jahr die Sternsinger unterwegs. Sie läuteten an den Haustüren, sagten ihren Sternsingerspruch auf und baten um eine Gabe für die Kinder in den ärmsten Ländern. Wie in den anderen Pfarreien auch werden sie tatkräftig unterstützt von vielen Helfern im Hintergrund.

Unterwegs waren die Sternsinger in allen drei Waldbronner Pfarreien und schrieben ihren Spruch "20+C+M+B+11" über die Türen

In den meisten Häusern seien sie willkommen, erzählten Sternsinger aus Reichenbach, die schon mehrfach dabei waren. Und auch von besonderen Erlebnissen wussten sie zu berichten. So schlug in einem Fahrstuhl der Rauchmelder Alarm, weil sie ihr Weihrauchfass zu heftig schwenkten. Einmal, berichtete eine andere, sei ihnen der Griff am Spendenkässchen abgebrochen, das daraufhin am Boden auseinanderbrach. Sternsinger und Besuchte klaubten dann einträchtig Münzen und Scheine wieder vom Boden auf und auch eine Stofftasche als provisorischer Ersatz war schnell gefunden.
Mit ihren Liedern und Versen wünschen die Sternsinger Gottes Segen für das neue Jahr und schreiben nach altem Brauch den Segenswunsch "20 * C + M + B * 11" über die Tür. Die Zeichen stehen für "Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus). Über 60 Kinder in 16 Gruppen waren ausgeschickt, um für die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder zu sammeln. Dabei kam in Waldbronn der stolze Betrag von über 21.000 Euro zusammen, der das hervorragende Ergebnis des vergangenen Jahres nochmals um über 2.000 Euro übertraf. Die Busenbacher Sternsinger kamen mit 10.714 Euro wieder zurück, in Reichenbach waren es 7.604 Euro und in Etzenrot, dem kleinsten Waldbronner Ortsteil 2.907 Euro. Nicht eingerechnet sind die Spenden, die noch bei den Pfarreien eingeworfen werden oder auf die entsprechenden Konten unter dem Stichwort "Sternsinger" eingezahlt werden können. Dafür stehen folgende Konten zur Verfügung: Pfarrei St. Katharina Busenbach, Konto-Nr. 8075000 bei der Volksbank Ettlingen, BLZ 660 612 00; Pfarrei Herz-Jesu Etzenrot, Konto-Nr. 1010222 bei der Sparkasse Ettlingen, BLZ 660 512 20; Pfarrei St. Wendelin Reichenbach, Konto-Nr. 9702237 bei der Volksbank Ettlingen, BLZ 660 612 00.

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