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09.01.2011 Neujahrsempfang 2011

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Das Erreichte bewahren und
Weiterentwicklung zu
wohnen – arbeiten - sich wohl fühlen

Neujahrsbrezel und Wurstkorb: (v.li.) Franz Csernalabics, Bürgermeister Franz Masino, Jan Messaros und Michael Fricke

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Saal im Kurhaus Waldbronn, als die Gemeinde zum Neujahrsempfang eingeladen hatte. Bürgermeister Franz Masino gab dabei einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr, der mit zahlreichen Bildern garniert war. Für die musikalische Umrahmung sorgten mit erfrischend modernen Rhythmen, darunter "Amazing Grace" und der Bob-Dylan-Song "Knocking on Heavens Door", das Waldbronner Gitarrentrio mit Musikschulleiter Armin Bitterwolf, Karl-Heinz Dörr und Stefan Rupp, die gesanglich unterstützt wurden durch Isabella und Jacqueline Volmerhausen.
Bürgermeister Franz Masino sagte in seiner Rede, die wir hier wie in all den Vorjahren in den wesentlichen Passagen im Wortlaut wiedergeben:

Bürgermeister Franz Masino bei seiner Ansprache

"Liebe Waldbronner Bürgerinnen und Bürger,
sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, verehrte Gäste.
Ihre Teilnahme am traditionellen Neujahrsempfang unserer Gemeinde beweist uns den hohen Stellenwert dieser Veranstaltung, die aus dem Kalender nicht mehr wegzudenken ist. Ich schätze Ihre Anwesenheit hoch ein, insbesondere vor dem Hintergrund, dass doch eine Vielzahl von Veranstaltungen anlässlich des Jahresbeginns stattfindet.
Ich freue mich sehr darüber, dass Sie in so großer Zahl die Gelegenheit nutzen wollen, gemeinsam mit Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern das Jahr hier im Kurhaus Waldbronn offiziell zu beginnen. Dazu begrüße ich Sie alle, zugleich im Namen der Gemeinde und des Gemeinderats. Mein besonderes Willkommen am heutigen Vormittag gilt den Bürgern und Bürgerinnen, die sich mit Engagement und Tatkraft zum Wohle unserer Gemeinde und ihrer Menschen einsetzen. Unter uns befinden sich Persönlichkeiten, die ich gerne namentlich begrüßen möchte.
Herzlich begrüße ich unsere Ehrenbürger, unseren Altbürgermeister und immer noch aktiven Kreisrat Martin Altenbach sowie unseren langjährigen Gemeinderat und stellvertretenden Bürgermeister, Helmut Völkle. Seien Sie beide mit Ihren Gattinnen herzlich willkommen. In Vertretung unseres Landrats darf ich den Ersten Landesbeamten, Herrn Knut Bühler, begrüßen. Ein besonderes Willkommen gilt natürlich den Bürgermeisterkollegen, die aus der näheren und weiteren Nachbarschaft zu uns gekommen sind. Wir freuen uns über den Besuch von: Bürgermeister Rudi Knodel aus Karlsbad, Bürgermeister Raimund Schuster aus Marxzell, Bürgermeister Willi Rutschmann aus Straubenhardt, Bürgermeister Ulrich Pfeifeer aus Keltern, Bürgermeister Nobert Mai aus Bad Herrenalb und Bürgermeister Wolfgang Krieg aus Dobel. Ein herzliches Willkommen Ihnen liebe Kollegen und Ihren Gattinnen. Mit Walter Rohrer, Altbürgermeister aus Wettersbach, begrüße ich einen, seit Jahrzehnten, engen Freund unserer Gemeinde. Mit ihm darf ich einen weiteren Wettersbacher, meinen Vorgänger im Amt des Bürgermeisters, Herrn Harald Ehrler und seine Gattin begrüßen. Herzlich Willkommen.
Aus der Landespolitik darf ich unseren Landtagsabgeordneten Dr. Frank Mentrup hier begrüßen. Herr Werner Raab hat sich für heute entschuldigt, er muss leider einen anderen Termin wahrnehmen. Apropos Landespolitik: der 27. März, der Termin für die Landtagswahl, wirft seine Schatten voraus. Neben dem Landtagsabgeordneten Dr. Frank Mentrup, der an eben diesem 27. März in unserem Wahlkreis kandidiert, darf ich heute weitere Kandidaten begrüßen. Ich begrüße den Landtagskandidaten der FDP, Herrn Uwe Künzel, wie auch den Landtagskandidaten von Bündnis90/Die Grünen, Herrn  Christoph Vollbrecht. Meine Herren, seien Sie uns alle herzlich willkommen und wir wünschen Ihnen schon heute viel Erfolg bei der Wahl.
Natürlich auch ein Willkommen an unsere Gemeinderätinnen und Gemeinderäte mit ihren Partnern, den Altgemeinderäten und an die außerparlamentarischen Mitglieder des Umweltbeirats. Die Jugendgemeinderäte mit ihrem Vorsitzenden Michael Hild sind besonders stark vertreten. Unter ihnen befinden sich auch die 6 neu gewählten Mitglieder, deren Vereidigung in wenigen Tagen erfolgen wird. Schön, dass Ihr heute dabei seid.
Nun darf ich Gäste begrüßen, die zum ersten Mal an unserem Neujahrsempfang teilnehmen. Ich freue mich ganz besonders 2 Fraktionssprecher des Karlsbader Gemeinderats begrüßen zu dürfen. Namentlich sind dies Günter Höger und Klaus Steigerwald, die heute ihren Bürgermeister nach Waldbronn begleiten. Damit setzen wir ein weiteres Ausrufezeichen hinter die gute Zusammenarbeit unserer Kommunen. Zu unserem gemeinsamen Kind Interkommunale Zusammenarbeit an anderer Stelle dann noch Einiges mehr. Begrüßen darf ich auch ganz herzlich die Vertreter unserer Kirchen, Frau Pfarrerin Bettina Roller und Herrn Pfarrer Franz Bastian.
Mein Gruß geht an die Herren der Freiwilligen Feuerwehr, die Vertreter der Rettungsorganisationen, die Herren von der Polizei, an alle Vertreter unserer örtlichen Vereine und an die Heimatstübler. Von den Schulen begrüße ich die Rektoren Peter Hepperle und Rolf Nold, sowie die Konrektorin Ina Berger, außerdem unsere Damen von Kindergarten und Hort. Ich grüße die Vertreter der Wirtschaft, die Vorstandschaft der Waldbronner Selbständigen und mit ihnen eine ganze Reihe von selbständigen Handwerksmeistern. Auch diese Damen und Herren tragen mit ihrem Leistungsspektrum, den Arbeitsplätzen sowie ihren Ausbildungsplätzen zum Gelingen unseres Gemeinwohls bei. Mir war es wichtig, heute die Gruppe der Handwerksbetriebe als Gast begrüßen zu dürfen. Meine Damen und Herren selbständige Handwerker, sie sind ein wichtiges Standbein unserer Gemeinde.
Von den Banken begrüße ich als Vertreter der Volksbank die Herren Steckmann und Lehmann sowie Herrn Rössler mit Gattin für die Sparkasse. Danke an die  Repräsentanten für die angenehme Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.
Ein herzlicher Gruß an alle Mitarbeiter unserer Gemeinde und der Kurverwaltung, an die Geschäftspartner, die Träger von Bürgermedaillen und Verdienstorden und viele weitere Ehrenamtliche. Für die Presse begrüße ich Herrn Müller von den BNN, Herrn Wagner für das Wochenblatt und natürlich Herrn Zahnleiter, unseren nimmermüden Reporter für das Amtsblatt. Alle, die ich bisher nicht namentlich begrüßt habe, das können eigentlich nicht mehr viele sein, sind uns hier im Kurhaus ebenso herzlich willkommen. Schön, dass Sie die Zeit gefunden haben und unserer Einladung gefolgt sind. Ich freue mich über ihre Anwesenheit.
Rückblick 2010
In meinem Rückblick auf das Jahr 2010 möchte ich mich ganz auf die kommunale Ebene beschränken. Welt-, Bundes- und Landespolitik des letzten Jahres wurde Ihnen in den vergangenen Tagen und Wochen durch die Medien nachhaltig in Erinnerung gerufen. Bei allem Schönen und auch Schrecklichen, das im Jahre 2010 passierte, hat eines doch wohl am meisten überrascht: der wirtschaftliche Aufschwung, und das mit einer nicht für möglich gehaltenen Dynamik. Das dadurch verbesserte Ergebnis bei den Steuereinnahmen hat uns geholfen, um mit dem bekannten „blauen Auge“ aus der schlimmsten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik zu kommen. Zeigen uns gerade die Jahre 2009 und 2010, wie problematisch und unsicher die Zeiten geworden sind, so ist auf eines mit Sicherheit Verlass: unsere Vereine und Institutionen.
Auch 2010 haben die Bürgerinnen und Bürger Waldbronns ein Jahr gestaltet und geprägt mit viel Innovation und Engagement. Und dies unabhängig von Horrormeldungen und Prognosen. Nein, Vieles ging ganz einfach seinen gewohnten Gang. Dass aber hinter diesem einfachen, gewohnten Gang und Vielem darüber hinaus sehr viel Arbeit steckt, wissen wir alle nur zu genau. Aber gerade diese Selbstverständlichkeit, gepaart mit einer tiefen Nachhaltigkeit, macht das Leben in unserer Gemeinde so lebenswert.
Begleiten Sie mich nun durch das vergangene Jahr und erleben Sie noch einmal einige Höhepunkte."
Der Bürgermeister ließ dabei garniert mit vielen Bildern das Jahr 2010 nochmals Revue passieren. Die ausführliche Rede und die Bilder finden Sie im Internet unter www.waldbronn.de, der Homepage der Gemeinde Waldbronn. Der Bürgermeister schloss diesen Teil mit den Worten: "Nun leuchtet er wieder, dieser wunderbar geschmückte Weihnachtsbaum am Friedhof Busenbach. Schnell hatte sich eine Bürgerinitiative Pro Weihnachtsbaum gebildet, nachdem die Beleuchtung das Jahr zuvor den Sparmaßnahmen zum Opfer fiel. Die Gemeinde beteiligt sich lediglich mit den Stromkosten. Auf- und Abbau der Beleuchtung werden ehrenamtlich geleistet. Das spart uns gute 2.000.- Euro. Danke an die Initiatoren Frank Lehnen und Hartmut Karle. In Etzenrot wurde der Christbaum in der Ortsmitte vom Gartenbauer Claus Ring gestiftet. Auf- und Abbau der Beleuchtung wird ab der nächsten Adventszeit durch die Etzenroter Vereine erfolgen. Danke für das Engagement unter Leitung von Klaus Pukowski.

Weithin leuchtet wieder der Weihnachtsbaum beim Busenbacher Friedhof


Mit diesem schönen Bild möchte ich meinen allgemeinen Rückblick auf das vergangene Jahr beenden. Dieser Rückblick war bei Weitem nicht vollständig, aber bei einer solchen Vielfalt, wie wir sie alle Jahre in Waldbronn erleben dürfen, ist eine umfassende Rückschau nicht möglich."
In seiner Rede erwähnte der Bürgermeister auch Jubiläen und die Ehrungen aktiver Bürgerinnen und Bürger.
"Egon Axtmann erhielt im Rahmen der JHV seines Obst- und Gartenbauvereins die silberne Bürgermedaille. Mit dieser Auszeichnung wurden seine Verdienste für den OGV und um das Vereinsleben allgemein in Etzenrot gewürdigt. In seine Zeit als Vorsitzender fiel der Bau der Anlage des Versuchsgartens, ein wahres Kleinod.
Uschi Reiser, Waldbronnerin mit Leib und Seele und ebenso Gründungsmitglied und Schatzmeisterin der „Tuberöse Sklerose Deutschland“, wurde für Ihr unermüdliches, seit 25 Jahren währendes Engagement im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung am 13. März von mir im Auftrag des BW Ministerpräsidenten die Landesehrennadel verliehen. Eine große Ehre für Frau Reiser, die sie sich redlich verdiente. Das Jubiläum mit seinen Gästen Roland Koch als MP und seiner Gattin Anke als Vorsitzende der Selbsthilfegruppe sowie weiteren Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft bildete einen würdigen Rahmen.
Rosel Daum, die gute Seele des DRK Busenbach. Seit 1944 Mitglied im DRK und seit dieser Zeit immer aktiv. Unzählige ehrenamtliche Dienste und ein weit über das normale Maß hinaus gehendes Engagement. Die Bürgermedaille in Silber ist ein kleiner Dank an Sie, liebe Frau Daum.
Goldene oder Silberne Bäumchen gab es für verdiente Mitglieder des OGV Reichenbach. Für Siegfried Becker gab es darüber hinaus die Bürgermedaille in Silber. Seit nunmehr 50 Jahren berät Herr Becker nicht nur seinen Verein als Fachwart, er ist auch Vorsitzender des Bezirks Albgau.

Zwei Bundesverdienstkreuze und eine Bunderverdienstmedaille: (v.li.) Bürgmeister Franz Masino, Helmut Völkle, Hildegard Betsche, Klaus Prochazka und Landrat Christoph Schnaudigel 


Der 06. August war ein wahrlich außergewöhnlicher Tag für Waldbronn. Ehrenbürger Helmut Völkle und Klaus Prochazka erhielten das Bundesverdienstkreuz, unsere Mitbürgerin Hildegard Betsche die Verdienstmedaille der Bundesrepublik für ihr überragendes politisches und soziales Engagement. Wie sagte doch ein schlauer Mensch: wer solche Bürger in seinen Mauern weiß, dem braucht um die Zukunft nicht bange sein.
Gebhardt Ziegler, ein Etzenroter Urgestein, erhält die Landesehrennadel für seine vielfältigen Verdienste. In seine Zeit als Vorsitzender der Etzenroter Vereine fiel die Sanierung der Wiesenfesthalle. Sein unermüdliches Engagement für den Gesangverein Constantia ist uns allen bekannt.
Unser Gemeindeleben, das doch auch stark durch die Vereine geprägt wird, durfte sich im vergangenen Jahr auch an mehreren Jubiläen und runden Geburtstagen erfreuen. Der Brieftaubenverein Albtalbote feierte sein 50-jähriges Jubiläum. Ein kleiner aber feiner Verein, der sich dem Brieftaubensport verschrieben hat und in seinen Reihen Bundes- und Europasieger hat.

Bürgermeister Franz Masino begrüßt Torsten Ret, den neuen Pfarrer der Seelsorgeeinheit Karlsbad-Waldbronn

Was wäre die katholische Kirche ohne die Frauen? Seit nunmehr 125 Jahren leistet die Katholische Frauengemeinschaft St. Wendelin Reichenbach im Stillen einen unschätzbaren christlich sozialen Dienst am Nächsten. Dafür den Frauen hier nochmals einen herzlichen Dank.
Seit 50 Jahren ist die Katholische Frauengemeinschaft in Etzenrot organisiert. Hervorgegangen aus dem Mütterverein leisten diese Frauen in Etzenrot ihren christlich, sozialen Dienst und tragen somit zum Gelingen einer lebenswerten Gemeinschaft bei.
Der Gesangverein Constantia feierte sein 125-jähriges Bestehen. Im Rahmen eines großen Ehrungsabends wurden viele verdiente Mitglieder ausgezeichnet. Der älteste Etzenroter Verein hat derzeit keinen aktiven Chor. Wer Freude am Singen hat darf sich gerne bei Gebhard Ziegler melden.
Der KLTZV Busenbach feiert seinen 50. Geburtstag mit mehreren Veranstaltungen während des vergangenen Jahres. Höhepunkt dabei war wohl das Konzert mit den Schwarzmeerkosaken in der Busenbacher Kirche.
20 Jahre Nachbarschaftshilfe. Auch ein Verein, der still und leise seinem sozialen Engagement nachkommt. Für uns in Waldbronn ein sehr wichtiger Baustein, wenn es um unbürokratische Hilfe für den Nächsten, eben den Nachbarn geht.

Manfred Peter (li.), der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Busenbach, erhielt für seine Verdienste die Bürgermedaille in Gold

Die Kolpingsfamilie Busenbach wird 60. Mit einem Reigen an Veranstaltungen wird dieses Jubeljahr gefeiert. Wer erinnert sich nicht daran, besonders an den Auftritt des „Bergischen Jung“, Willibert Pauels, im Kurhaus. Selten so gelacht. Aber, wie das bei einer Kolpingsfamilie so ist: bei allem Tun denkt man an den Nächsten, an jene die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Fleißig wurde während des ganzen Jahres Geld gesammelt, um es dann beim Abschlussabend an Jene weiter zu geben, die es dringend benötigen. Dass dies alles so klappt, bedarf es vieler Hände und einem Motor an der Spitze.
Es ist uns eine große Freude, heute einen Mann zu ehren, der wohl wie kein zweiter mit seinem Namen für das christlich, soziale Wirken der Kolpingsfamilie Busenbach steht. Am 08. Dezember beschloss der GR Waldbronn einstimmig auf Antrag aus der Kolpingsfamilie, Herrn Manfred Peter die Bürgermedaille in Gold zu verleihen. Herr Peter, ich darf Sie zu mir nach vorne bitten.
Für sein herausragendes und uneigennütziges ehrenamtliches Wirken im Laufe vieler Jahre verleiht die Gemeinde Waldbronn Herrn Manfred Peter nach den Bestimmungen der kommunalen Verdienstordnung die Bürgermedaille in Gold. Waldbronn den 09. Januar 2011.

Gespräche beim Neujahrsempfang

Was bringt das neue Jahr. Wird es so gut wie von Vielen vorhergesagt? Oder gar noch besser? Wie auch immer, wir werden unsere Hausaufgaben machen müssen. Und es liegt Einiges vor uns. Ein gutes Team im Rathaus und ein konstruktiv streitbarer Gemeinderat werden dazu beitragen, ein sicherlich nicht leichtes Jahr zu schultern. Viele haben sich wohl zu Beginn des Jahres auf die Waage gestellt und für zu schwer befunden. Wenn wir nun sprichwörtlich unsere Gemeinde auf die Waage stellen und das Ergebnis sehen, so stellt sich doch wohl die Frage: zu schwer oder zu leicht?
Müssen wir weiter abnehmen, müssen wir unsere Diät, sprich Sparkurs, noch verschärfen? Wir, BM und GR finden "Ja". Bevor wir aber, mit Sicherheit auch schmerzliche Entscheidungen treffen, wollen wir am 27. Januar unsere Bürger umfassend informieren. Alle Bürgerinnen und Bürger Waldbronns sind zu dieser Bürgerversammlung recht herzlich eingeladen.
Die Politik geht nach altem Verständnis davon aus, dass die Wähler harte Wahrheiten nicht vertragen und gerne illusorische Versprechungen hören. Das glaube ich nicht. Unsere Bürger sind mündig. Lassen sie uns im Vorfeld der Entscheidungen diskutieren und gemeinsam nach den besten Lösungen suchen. Auf einen fruchtbaren Dialog freuen wir uns schon heute.

Dr. Erwin Vetter (Mitte) im Gespräch mit Prof. Hans Lenk und dessen Gattin

Klar ist, wir dürfen nicht über unsere Verhältnisse leben. Am eingeschlagenen Weg des Sparens, eingeleitet mit dem Haushaltsplan 2010 und mit dem Mitte Dezember verabschiedeten Haushaltsplan 2011 konsequent fortgeführt, geht nichts vorbei. Wir haben es gemeinsam, Verwaltung und GR, geschafft, für 2011 einen Haushaltsplan mit einem positiven Ergebnis zu gestalten. Keine Kreditaufnahme, keine negative Zuführung vom Vermögens- in den Verwaltungshaushalt. Um es einfacher zu sagen: kein Griff in den Sparstrumpf, nein, wir füllen den Sparstrumpf wieder etwas auf. Ein solches Ergebnis werden nicht viele Gemeinden vorweisen können. Dafür hier auch einen Dank an unseren Gemeinderat.
Doch bei allem Sparen dürfen wir den Blick vor den Herausforderungen nicht verschließen. Der demographische Wandel wird auch für uns eine Herkulesaufgabe sein. Deshalb können wir unsere Kräfte nicht nur im Sparen erschöpfen. Wir müssen auch den Mut haben, die Zukunft Waldbronns zu gestalten.
Wenn wir einen Blick in das Leitbild 2020 unserer Gemeinde werfen, erarbeitet im Jahr 2002, so finden wir dort in der Präambel folgenden Satz, ich zitiere wörtlich: Wir sehen Waldbronn in Gegenwart und Zukunft als touristisch orientierten Kur- und Gesundheitsort. Das mag 2002 gestimmt haben, nach den Erfahrungen der letzten Jahre glaube ich aber, dass wir unser Leitbild kräftig überdenken müssen. Das in den letzten Jahrzehnten Erreichte gilt es zu bewahren, in einer Weiterentwicklung auf diesem Geschäftsfeld sehe ich die Zukunft Waldbronns nicht. Mein Leitbild für Waldbronn lautet: wohnen- arbeiten- sich wohl fühlen.
Wir müssen unsere Gemeinde attraktiv erhalten. Dazu zählen auch die Angebote für unsere Senioren, da unsere Gesellschaft deutlich älter wird. Aber um das alles auch bedienen zu können braucht es junge Menschen, braucht es Familien, braucht es Kinder. Der Wettbewerb um junge Familien ist zwischen den Kommunen längst entbrannt. Wohl dem, der eine gute Infrastruktur besitzt und seinem Ruf als attraktive Wohlfühlwohngemeinde gerecht wird.
Einwohner, vor allem die in einem Arbeitsverhältnis stehenden, bringen direkt und indirekt Geld in die Gemeindekasse. Um unsere Infrastruktur erhalten zu können, brauchen wir Zuzug und Arbeitsplätze. Es ist kein Geheimnis, dass ich schon seit Jahren die weitere Entwicklung Waldbronns auf der sogenannten Fleckenhöhe sehe. Dort, in einem Mischgebiet und in der längerfristigen Entwicklung auch mit einem anschließenden Gewerbegebiet, bietet sich uns die Chance der demographischen Entwicklung entgegen zu wirken.

Bürgermeister Franz Masino im Gespräch mit Pfarrer Franz Bastian

Über die Fleckenhöhe böte sich auch die Chance, den Verkehr für das Gewerbegebiet Taubenbaum aus der Badener Straße zu bekommen. Waldbronn braucht Bauplätze und Arbeitsplätze. Ob Kindergärten, Schulen, Nahversorgung, Freizeiteinrichtungen, die Infrastruktur unserer Gemeinde ist hervorragend. Mit diesem Pfund müssen wir wuchern. Ein Rückgang der Einwohnerzahlen und der Arbeitsplätze bedeutet kurz-, mittel- und auch langfristig den Verlust der hohen Wohnqualität in Waldbronn. Wir werden uns im Frühjahr mit diesen Themen ausführlich befassen.
Auch in diesem Jahr werden wir in die Zukunft Waldbronns investieren. Zwei Turnhallen erhalten auf die Außenwände eine Wärmedämmung um die energetische Sanierung dieser Gebäude damit abzuschließen. Der überdachte Vorraum der Waldschule in Etzenrot wird eingehaust, also geschlossen. Das sind wir auch der Sicherheit unserer Kinder schuldig.
Sie sehen, besser gesagt Sie hören, an der Sicherheit und der Bildung unserer Kinder wird nicht gespart. Gerade was die Bildung und Betreuung unserer Jugend angeht hoffen wir auch auf klare Signale aus Berlin und insbesondere aus Stuttgart. Aber dann bitte nach dem Prinzip: wer bestellt, bezahlt!
Bitte liebe Bundes- und Landesregierung, hört auf mit Steuergeschenken und neuen Gesetzen, die unseren finanziellen Handlungsspielraum noch weiter einschränken. Die Bundesrepublik ist in über sechs Jahrzehnten mit starken Kommunen am besten gefahren. Wir, die Kommunen werden immer das uns Mögliche dazu geben.
So werden wir auch von Seiten der Verwaltung die Zusammenarbeit mit allen Partnern vertiefen oder dort wo nötig, neu beleben. Der eingeschlagene Weg der IKZ muss weiter geführt werden. Dies mit allen Nachbarn und darüber hinaus. Natürlich steht da Karlsbad als direkter Nachbar an erster Stelle. Eine handlungsfähige Partnerschaft mit Karlsbad ist für mich ein Muss.
Ebenso werde ich die Zusammenarbeit mit unseren Selbständigen weiter führen. Auch dort gibt es noch Potenzial für einen besseren gemeinsamen Weg.
Unsere Partnerschaften müssen aktiv unterstützt werden. Im Juni feiern wir hier an gleicher Stelle im Rahmen eines Europaabends die 25-jährigen Jubiläen unserer Partnerschaften mit St. Gervais am Mont Blanc und Monmouth in Wales. Sicherlich ein Highlight im Veranstaltungskalender.
Die Fastnachtskampagne unserer Vereine, viele Vereinsfeste, Jubiläen, eine Waldbronner Woche mit einem tollen Kurparkfest, viele weitere Aktivitäten der örtlichen Vereine. Es wird uns in Waldbronn nicht langweilig werden.
Auf ihren Sitzen fanden Sie einen Flyer für einen Skulpturenpfad. Kunst kommt in Zeiten des Sparens meist zu kurz. Sponsoren sind herzlich willkommen.
Wie hieß es doch so schön in der Presse: die Bundesbürger starten hoffnungsvoll und zukunftshungrig ins neue Jahr. Für Krisenstimmung und Zukunftsängste gibt es in 2011 keinen Platz. Optimismus, so wie schon in der zweiten Hälfte des Vorjahres, gibt den Takt an. Dies zeigt sich auch in einer nach 10 Jahren erstmals gestiegenen Geburtenrate. Da wollte auch unsere junge Gemeinderätin Juliane Kruse nicht nachstehen. Am 01.01. 2011 um 11.00 Uhr schenkte Sie einer Tochter das Leben. Danke liebe Juliane, dass Du aktiv gegen den demographischen Wandel agierst, und herzlichen Glückwunsch an die junge Familie. Das ist doch ein toller Anfang.
So wie im vergangenen Jahr, möchte ich mich auch diesmal bei allen Mitarbeitern der Gemeinde und der Kurverwaltung bedanken. Heuer habe ich mit Karin Zahn-Paulsen und Hartmut Karle zwei Mitarbeiter der Kurverwaltung ausgesucht, die in den vergangenen zwölf Monaten, wie alle anderen auch, viel bewegt haben.
Liebe Waldbronner Bürgerinnen und Bürger, meine sehr geehrten Damen und Herren, meine sehr verehrten Gäste, es ist nun an der Zeit, mich zu bedanken.
Für die musikalische Umrahmung danke ich den beiden jungen Damen Jacqueline und Isabella Volmerhausen, begleitet von unseren Musiklehrern Karl-Heinz Dörr und Stefan Rupp sowie dem Leiter unserer Musikschule, Herrn Armin Bitterwolf. Mein Dank gilt unserem Hausmeister, Herrn Gorenflo und Willibald Masino, unserer Allzweckwaffe.
Danke für den Blumenschmuck an unsere Gärtnerei. Wenn ich gerade bei der Gärtnerei bin, so möchte ich doch 2 Sätze zum Winterdienst in unserer Gemeinde verlieren. Was die Truppe unter Leitung von Herrn Steppe und Herrn Ochs in den vergangenen Wochen geleistet hat, war große Klasse. Wie schrieb mir der Leiter eines Rettungsdienstes: in Waldbronn konnte man wenigstens noch sicher Auto fahren, was in Ettlingen und Karlsruhe eigentlich nicht mehr möglich war. Dem ist nichts hinzu zu fügen. Herzlichen Dank an unseren Winterdienst. Natürlich bedanke ich mich auch ganz herzlich bei meiner Sekretärin, Frau Gertrud Rehfeld, die wie immer alles bestens organisiert hat. Danke auch an alle fleißigen Hände vor und hinter den Kulissen.
Bedanken darf ich mich aber vor allen Dingen bei ihnen, liebe Gäste, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind.
Ich wünsche Ihnen, auch im Namen meiner Frau, alles Gute für das neue Jahr."
Franz Csernalabics, der Vorsitzende der Waldbronner Selbständigen zog eine positive Bilanz. Über 2.000 Beschäftigte gebe es in Waldbronn, darunter über 200 Auszubildende. Der Wirtschaftsaufschwung mache sich in Waldbronn deutlich bemerkbar. Zudem nutzten immer mehr Bürger die Dienstleistungen von Waldbronner Betrieben. Ein gutes Miteinander gebe es auch zwischen Gemeinde und Waldbronner Selbständigen. Auch der gemeinsame offerta-Auftritt mit Karlsbad sei ein "toller Erfolg" gewesen. Mit 3.670 Euro unterstützten aus dem Erlös der Anzeigenaktion zu Weihnachten die Waldbronner Selbständigen in diesem Jahr eine Ferienfreizeit für schwerbehinderte Kinder, gab der Vorsitzende abschließend bekannt.
Gemeinsam mit Michael Fricke und Jan Messaros übergab er anschließend dem Bürgermeister eine Neujahrsbrezel und einen Wurstkorb. Danach nahm der Neujahrsempfang seinen auch von den Vorjahren her bekannten Verlauf. Danach waren vor allem Gespräche und Begegnungen bei Sekt, Säften und Gebäck der Bäckerei Richard Nußbaumer angesagt. Erinnerungen wurden ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft, aber auch Termine abgesprochen oder Vorhaben für 2011 geplant.

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