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19.12.2010 Musikverein Lyra Reichenbach

Konzert mit vielen Höhepunkten

Ein stimmiges Programm gestalteten die Musiker des Blasorchesters des Musikvereins "Lyra" Reichenbach unter ihrem Dirigenten Gernot Franz im voll besetzten Kurhaus

In intensiven Proben habe sich das Orchester auf das Konzert vorbereitet, sagte Vorsitzender Günter Geisert bei der Begrüßung der zahlreichen Zuhörer. Sein besonderer Gruß galt dabei Bürgermeister Franz Masino, Ehrenbürger Helmut Völkle, MdL Frank Mentrup, Verbandspräsident Michael Weber und einer Abordnung der Feldmusik aus dem schweizerischen Rothenburg, sowie Rektor Peter Hepperle und Musikschulleiter Armin Bitterwolf.

Für 40 und Jahre aktives Musizieren wurden beim Musikverein "Lyra" Reichenbach geehrt: (v.li.) 1. Vorsitzender Günter Geisert, Wilhelm Weckenmann (50 Jahre), Eduard Thimm, Eugen Endres, Siegmund Schwab (40 Jahre und Ehrenmitglieder) und Verbandspräsident Michael Weber

Im Rahmen des Konzerts zur Weihnachtszeit wurden beim Musikverein "Lyra" Reichenbach langjährige Aktive durch den Blasmusikverband Karlsruhe und den Bund Deutscher Blasmusikverbände geehrt. Die Ehrungen nahm Karlsruhes Blasmusikpräsident Michael Weber vor. Drei der Geehrten wurden vom Verein auch zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Drei Ehrennadeln in Bronze des Blasmusikverbandes gingen für zehn Jahre an Silke Endres, Tobias Mess und Thomas Schwab. 30 Jahre musizieren bei der Lyra Daniel Becker, Lothar Becker und Michael Dreher. Ihnen heftete der Präsident die Ehrennadel in Gold an.

Für 30 Jahre konnte Präsident Michael Weber (re.) die aktiven Musiker (v.li.) Michael Dreher, Daniel Becker und Lothar Becker mit der Ehrennadel in Gold des Blasmusikverbands Karlsruhe auszeichnen

Die Goldene Ehrennadel mit Urkunde des Bundes Deutscher Blasmusikverbände und die Ehrenmitgliedschaft der Lyra erhielten Eugen Endres, Siegmund Schwab und Eduard Thimm. Alle drei sind auch in der Verwaltung aktiv, Endres seit 92 als Kassier, Thimm seit 2000 als 2. Vorsitzender. 50 Jahre aktiv ist Wilhelm Weckenmann, der von 1975 bis 88 Musikervorstand war, von da an bis 2000 das Amt des 1. Vorsitzenden innehatte. In dieser Zeit wurde der Proberaum des Musikvereins geschaffen. Nach seinem Ausscheiden wurde Weckenmann zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Viel Beifall erhielt auch die Bläserjugend für ihren Teil beim "Konzert zur Weihnachtszeit", hier mit den Solisten Celina Müller und Manuel Dreher

Bläserjugend und Blasorchester des Musikvereins "Lyra" Reichenbach gestalteten ein abwechslungsreiches und musikalisch anspruchsvolles Programm beim "Konzert zur Weihnachtszeit". Trotz der widrigen Witterung waren um die 500 Besucher ins Waldbronner Kurhaus geströmt.
Musikalisch trug das Konzert noch deutlicher als in den Vorjahren die Handschrift von Gernot Franz. Mit einer geschickten Programmauswahl gab er sowohl der Bläserjugend als auch dem Blasorchester Gelegenheit, ihr großes Können unter Beweis zu stellen. Dabei führte Franz beide Orchester mit klarer Zeichengebung und gab so seinen Musikern Sicherheit. Gerade die Leistung der Bläserjugend unterstrich, dass der Jugendarbeit bei der Lyra ein hoher Stellenwert zukommt. Das zeigte sich auch daran, dass neun Jungmusiker das Bronzene Leistungsabzeichen erworben haben.
Die 34 Jungmusiker eröffneten ihren Programm teil mit dem "Classical Canon" von André Waignein, dem der Kanon in D-Dur von Pachelbel zugrunde liegt. Bei "Clarinet Spring" von Flavio Bar beeindruckten Celina Müller und Manuel Dreher mit den perlenden Tönen ihrer Soloklarinetten. Ganz vom Rhythmus lebte "Bongo Dancing" von Ivo Kouwenhoven mit Lukas Föhrenbacher an den Bongos. Mit dem Medley "Best of Beatles" von John Moss beendete die Bläserjugend mit dem nötigen Drive ihren offiziellen Programmteil, kam aber um eine Zugabe nicht herum. Dazu hatten sie sich mit "Junkyard Jam" von Kevin Mixon ein Stück ausgesucht, das vom Rhythmus lebte, bei dem Plastikfässer, Eimer und ein Müllgefäß als Percussion-Instrumente im Einsatz waren.
Mit dem Medley "Highlights from Carmen" eröffnete das Blasorchester seinen Programmteil, durch den Dieter Bertelmann mit verbindenden Worten führte. Rhythmisch prägnant bis verführerisch interpretierten Gernot Franz und seine 54 Musiker die bekannten Melodien aus Bizets gleichnamiger Oper. Ein beeindruckendes Werk war die "Alpina Saga" des Österreichers Thomas Doss. Mit gewaltigen Tongebirgen zeichnete er die Welt der Alpen, wobei es Gernot Franz auch hier gelang, den Klang des Orchesters selbst in den Tutti-Passagen stets transparent zu halten. Mit dem Konzertmarsch "Graf Zeppelin" von Carl Teike endete der erste Programmteil.


Ein Solo für Alt- und Tenorsaxophon
spielten Carina Mess und Jacqueline Becker

Dass auch die so genannte U-Musik durchaus anspruchsvoll sein kann, zeigten Dirigent und Orchester im zweiten Teil. Dem bereits unzählige Male gecoverten Bennie-Benjamin-Song "Don't let me be misunderstood" ließen die Musiker den Filmsong "Up where we belong" als Ballade so recht zum Träumen folgen. Die Alt- und Tenorsaxophonsoli im Arrangement von Thorsten Reinau spielten einfühlsam Jacqueline Becker und Carina Mess. Aber auch in diesen Teil hatte Franz mit dem viersätzigen "Concertino for Timpani and Band" des zeitgenössischen Komponisten Klaus-Peter Bruchmann ein Stück gepackt, das als "schwer" eingestuft ist. In den vier Sätzen Allegro agitato, Andante, Allegro Scherzando und Allegro Vivo hatte vor allem Simon Bertelmann an vier Kesselpauken Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen. Mit einem Medley aus dem Musical "Tanz der Vampire" endete das Programm offiziell. Allerdings kamen die Musiker auch hier nicht ohne Zugabe von der Bühne. Nach der Filmmusik zum Louis de Funes Klassiker "La Soupe aux Choux" entließ das stimmungsvoll interpretierte "Macht hoch die Tür" die Besucher in die Weihnachtszeit.

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