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04.12.2010 GV Busenbach mit Theaterabend

Ehrungen und Theater in Busenbach

65 Jahre singt August Vogel (li.) beim Gesangverein "Freundschaft" Busenbach. 50 Jahre sind es bei Rolf Schmidt, der auch zum Ehrenmitglied ernannt wurde, 25 Jahre ist Daniel Bauer aktiv. Die Ehrungen überbrachte Gruppenvorsitzender Norbert Schöpe


Langjährige aktive Sänger wurden beim Gesangverein "Freundschaft" Busenbach im Rahmen des Theaterabends geehrt. Die Ehrungen wurden musikalisch umrahmt durch den Chor "Joyful" unter der Leitung von Matthias Hammerschmitt.

Ein Teil des Erlöses aus den Theaterabenden ging an die Stiftung Osteogenesis Imperfecta Betroffene, für die Udo Reiser von Vorstand Martin Vogel den symbolischen Scheck entgegennahm

Sängergruppenvorsitzender Norbert Schöpe zeichnete die Sänger aus. 25 Jahre ist Daniel Bauer aktiv, der zudem seit 23 Jahren in der Theatergruppe mitwirkt, wie Vorsitzender Martin Vogel ergänzend bemerkte. Er erhielt die Silberne Ehrennadel des Badischen Chorverbands. Auf 50 Sängerjahre bringt es Rolf Schmidt, der dafür die Ehrennadel in Gold mit Urkunde des Deutschen Chorverbands erhielt. Er wurde gelichzeitig Ehrenmitglied des Busenbacher Gesangvereins. August Vogel, lange Jahre auch 2. Vorsitzender, singt seit 65 Jahren. Er erhielt den Ehrenteller mit Urkunde des Badischen Chorverbands.
"Ein Mädchen muss her!" hieß es danach. Das war der Titel des dreiaktigen Schwanks, den die Theatergruppe zum großen Vergnügen ihrer Zuschauer gleich zweimal auf die Bühne der Turnvereinshalle stellte. Vom Erlös der beiden Abende gingen 350 Euro an die Stiftung Osteogenesis Imperfecta (Glasknochenkrankheit), die Udo Reiser entgegennahm.
Die Theatergruppe hatte schnell die Lacher des Publikums auf ihrer Seite, zumal die einzelnen Charaktere, wie es für einen Schwank erforderlich ist, holzschnittartig und klar konturiert gezeichnet waren. Dafür zeichnete Ralf Bauer verantwortlich, der seit Jahren schon die Regie besorgt. Überhaupt zeichnet sich die Theatergruppe der "Freundschaft" durch eine große Konstanz bei den Mitwirkenden aus, nur Schwangerschaften sorgen hier für Änderungen.

"Ein Mädchen muss her" hieß es bei der Theatergruppe des Gesangvereins "Freundschaft" Busenbach an zwei Abenden, auf unserem Bild mit (v.li.) Hubert Vogel, Dorothea Albrecht und Daniel Bauer

Das Stück selbst lebt von der Situationskomik und einem stellenweise fast schwarz zu nennenden Wortwitz. Überwiegend wurde mit dem nötigen Tempo gespielt und die komischen Situationen ausgekostet. Die Handlung selbst ist zwar für diese Gattung vorhersehbar, schlägt aber dennoch einige überraschende Kapriolen.
Es geht um die Familien Schlumberger und Bummel, die zwar unter einem Dach wohnen, sich ansonsten aber nicht ganz grün sind. Das Sagen haben hier die beiden Frauen, typgenau gespielt von Dorothea Albrecht und Helga Müller. Die beiden Männer (Ralf und Daniel Bauer) entkommen dem Druck nur durch gelegentliche Besuche in dem eher verrufenen Etablissement "Die schwarze Katze". Als nun eine reiche Tante stirbt, soll die Familie die gesamten zwei Millionen erben, bei der als erstes ein Mädchen geboren wird. Hoffnungsfroh nehmen beide betagten Ehefrauen ihre Männer her. Dazwischen mischt sich auch der Dorfpolizist, den Hubert Vogel als köstliche Type zeichnet. Wenn nämlich kein Mädchen geboren wird, soll er als Vorsitzender des Tierschutzvereins sich mit der Kirche das Geld teilen. Klar, dass auch der Pfarrer, treffend gespielt von Michael Welker, beim Millionenspiel kräftig, oft auch gegen seinen Willen, mitmischt.

Szene mit (v.li.) Daniel Bauer, Dorothea Albrecht, Helga Müller und Ralf Bauer

Die ganze Aufregung war aber schließlich umsonst, denn das Geld wird schließlich unter den Familien schiedlich friedlich geteilt. Fabian Bummel und Manuela Schlumberger haben schon länger ein Verhältnis und Manuela offenbart zum Schluss, dass es nicht ohne Folgen bleiben wird. In der Rolle des Fabian hat der schlaksige Georg Vogel urkomische Momente, als er angetrunken vor der Tür seiner Angebeteten um Einlass fleht. Ihre Premiere als Theaterspielerin absolviert Michaela Vogel gekonnt.

Temperamentvoll ging es bei der Theatergruppe des Gesangvereins "Freundschaft" Busenbach zu, auf unserem Bild mit (v.li.) Michael Welker, Georg Vogel, Michaela Vogel, Helga Müller und Dorothea Albrecht


Zum Gelingen des Abends trug auch das Team hinter den Kulissen bei. So sorgte Arno Neumaier als Souffleur dafür, dass es auf der Bühne keine größeren Textstockungen gab. Doris Vogel hatte die Akteure geschminkt und für das Einheitsbühnenbild zeichnete Bernd Vogel verantwortlich. Die Tontechnik besorgte Wolfgang Höfele.

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