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24.10.2010 AccoMusica: Herbstkonzert

Herbstkonzert von AccoMusica gefiel

60 Musiker fast jeden Alters versammelten sich beim Herbstkonzert von AccoMusica zum abschließenden "Gletscher Boogie" auf der Bühne des Kurhauses

Breit aufgestellt ist derzeit der Reichenbacher Akkordeonverein AccoMusica. Zusammen 60 Aktive, die Jüngsten gerade einmal fünf Jahre alt, drängten sich auf der Bühne des Kurhauses Waldbronn zum Schlussstück beim "Konzert im Herbst". Da die einzelnen Orchester, alle unter der Leitung von Uwe Müller, auch mit einem abwechslungsreichen und musikalisch anspruchsvollen Programm aufwarteten, war das Konzert sehr gut besucht.
Thomas Lehmann, der auch durch das Programm führte, begrüßte zu Beginn unter den Zuhörern auch Landtagsabgeordneten Werner Raab, Bürgermeister Franz Masino, Karlsbads stellvertretenden Bürgermeister Klaus Steigerwald und Manfred Kappler, Vorsitzender des Akkordeon-Bezirksverbands Mittelbaden.
Eröffnet wurde der Abend durch das 1. Orchester mit einem "Bolero" aus den spanischen Tänzen von Moritz Moszkowski im Arrangement von Rudolf Würthner. Das Stück lebt sehr stark vom Rhythmus und wurde von den Musikern unter ihrem Dirigenten Uwe Müller akzentuiert dargeboten. Danach folgte mit der "Suite Humoresque" von Wolfgang Russ ein für Akkordeonorchester komponiertes Stück. Russ hat dazu fünf kleine musikalische Edelsteine zusammengefügt mit jeweils eigenem Charakter, der von Uwe Müller und seinen Musikern klar herausgearbeitet war. "Libertyn", ein Stück der polnischen Akkordeongruppe "Motion Trio", war geprägt durch seinen markanten, vorwärtstreibenden Rhythmus, in dem sich Melodien entfalten, die dann im Wechsel von den einzelnen Instrumenten abschattiert wurden. Uwe Müller hatte das für Trio geschriebene Stück für Akkordeonorchester arrangiert.
Das Jugendorchester begann mit "Tänzerische Musik für Akkordeonorchester" von Werner Richter. Mit diesem Stück errangen die jungen Musiker beim "Internationalen World Music Festival" in Innsbruck einen vierten Platz und die Bestnote "hervorragend". Eine bessere Platzierung verhinderte damals ein technischer Defekt an einem Instrument. "Memory" aus dem Musical "Cats" ließen die jungen Musiker in seiner ganzen melodischen Schönheit erklingen. Danach brachten die "Melodica- und AkkoKids", Alter zwischen fünf und zehn Jahren, drei kleine Stücke von Wolfgang Russ, Hans-Günther Kölz und Fons van Gorp. Sie spielten so erfrischend, dass sie "My own Rock Band" als Zugabe wiederholen mussten.
1. Orchester und Akkordeon Orchester Malsch brachten nach der Pause das "Divertimento" von Fritz Dobler mit den Sätzen "Marsch", "Intermezzo" und "Rondo" zu Gehör. Mit diesem Stück errang die Spielgemeinschaft 2008 beim Landesentscheid zum Deutschen Orchesterwettbewerb in Wuppertal einen 6. Platz. Ein interessantes Stück war "Eine Nacht in Castle Hill" des 1966 geborenen Stefan Hippe. Originell dabei der "Tanz der Mäuse auf dem Speicher", bei dem die Musiker mit Klopfen auf ihre Instrumente, Blasgeräuschen und Klappern der Tastatur den Tanz direkt hörbar machten. Stimmungsvoll gelang der anschließende "Sonnenuntergang", ehe sich "der Einzug der Urahnen in den Ballsaal" vollzog und die Geister beim "Mitternachtsspuk" rhythmisch durch das Schloss flatterten, ehe die "Morgendämmerung" dem gespenstigen Treiben ein Ende setzte.
Mit dem Jugendorchester gemeinsam spielten die Akkordeonisten dann "Moment for Morricone", in dem Wolfgang Kahl markante Melodien des Filmkomponisten zusammengestellt hatte. Den Schlusspunkt setzte der "Gletscher Boogie" von Fred Hector, zu dem auch die Melodica- und AkkoKids mit auf die Bühne kamen. Für den Beifall der Zuhörer bedankten sich die Musiker mit einer Wiederholung des "Gletscher Boogie".

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