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13.11.2010 Henry-Dunant-Weg im Kurpark

Erinnerung an Henry Dunant

Die erste Tafel des Henry-Dunant-Wegs rund um den Kurparksee enthüllten (v.li.) Schmiedemeister Ludwig Kunz, Bürgermeister Franz Masino, DRK-Vorsitzender Alois Anker und Michael Taller

Ein Weg mit Zitaten von Henry Dunant, dem Gründer des Internationalen Roten Kreuzes, führt jetzt um den See im Waldbronner Kurpark. Anlass war der 100. Todestag Dunants, Initiator war der Ortsverein Reichenbach des Roten Kreuzes und hier vor allem dessen Vorsitzender Alois Anker.
Gedacht werden solle eines Mannes, "der Weltgeschichte geschrieben hat", sagte Anker bei der Einweihung. Dazu konnte er im Kurpark bei der noch verhüllten ersten Tafel Bürgermeister Franz Masino, die Waldbronner Ehrenbürger Martin Altenbach und Helmut Völkle, sowie Vertreter der Reichenbacher Vereine und der benachbarten DRL-Ortsgruppen begrüßen.
Vorbild. so Anker, seien Zitate von Dunant in einem Park bei Heiden gewesen, seinem letzten Aufenthaltsort. Waren die Tafeln dort auf Granit befestigt, so regte Bürgermeister Franz Masino, Schirmherr der Aktion, die Verwendung von heimischem Buntsandstein an. Gestiftet hat die Tafeln Michael Taller, an den Blöcken befestigt hat sie Schmiedemeister Ludwig Kunz, der eine Station auch mit einem kupfergetriebenen Relief von Henry Dunant verzierte.

15 Tafeln mit Zitaten von Henry Dunant, dem Gründer des Roten Kreuzes, wurden jetzt durch Vorsitzenden Alois Anker vom DRK Reichenbach im Kurpark übergeben. Das kupfergetriebene Relief des Schweizers fertigte Schmiedemeister Ludwig Kunz (li.)

Anker umriss stichwortartig das Lebenswerk von Henry Dunant, der als Unbeteiligter 1859 in die Schlacht von Solferino geriet, wo sich 400.000 Österreicher, Franzosen und Italiener eine blutige Schlacht lieferten mit 40.000 Toten oder Verletzten, die teilweise ohne Hilfe auf dem Schlachtfeld lagen. Henry Dunant organisierte Hilfe, vor allem Frauen, Kinder und alte Menschen hätten ihn unterstützt. 1864 wurde das erste Genfer Abkommen zur Verbesserung des Loses der verwundeten Soldaten geschlossen, dem weitere folgten. Sein Einsatz für sein Hilfswerk bereitete ihm private Probleme, seine Firma in Algerien ging bankrott und Dunant musste fliehen. Paris, London, Stuttgart und Heiden bis zu seinem Tod waren die Stationen. Durch ein Zeitungsinterview wurde die Welt aber wieder auf Henry Dunant und das Rote Kreuz aufmerksam. 1901 erhielt er gemeinsam mit Frederic Passy den ersten Friedensnobelpreis. Henry Dunant, so Anker weiter, liebte den Genfer See, wo er geboren wurde, er fühlte sich am Bodensee wohl, weil er ihn an seinen Genfer See erinnerte, und jetzt komme 100 Jahre nach seinem Tod als dritter See der Waldbronner Kurparksee hinzu.
Menschlichkeit und Neutralität waren wichtige Grundsätze von Henry Dunant, die auch auf den Tafeln rund um den Kursee immer wieder anzutreffen seien, sagte Bürgermeister Franz Masino. Die Steine stammten aus dem Kurpark und "haben wieder zurückgefunden", so der Bürgermeister, der die Ortsvereine des Roten Kreuzes für ihre stete Hilfsbereitschaft lobte. Beim Henri-Dunant-Weg habe sich wieder einmal bewiesen, dass Vieles nur über eine Zusammenarbeit von Kommune, Vereinen und Privatpersonen funktioniere.

Beim Rundgang erläuterten DRK-Vorsitzender Alois Anker und Bürgermeister Franz Masino die einzelnen Tafeln

Ein Grußwort von Hermann Bergundthal, dem Präsidenten des Henry-Dunant-Museums in Heiden, verlas Inge Anker. Die kleine Feierstunde wurde von einem Bläserquartett des Musikvereins "Lyra" Reichenbach umrahmt. An die feierliche Enthüllung der ersten Tafel schloss sich ein Rundgang an.

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