Herzlich Willkommen.
Sie sind Besucher Nr.:
11.429.527

Volltextsuche



 

05.10.2010 50 Jahre KFD Etzenrot

Gebet, soziales Engagement und Frauenfastnacht
50 Jahre katholische Frauengemeinschaft Etzenrot

Seit 50 Jahren Mitglied der Katholischen Frauengemeinschaft Etzenrot, darunter auch die beiden Gründungsvorsitzenden Tilde Bitsch und Irma Lange (2.u.3.v.re.)


Auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken kann die Katholische Frauengemeinschaft (KFD) Etzenrot. Das Jubiläum wurde jetzt mit einem Festgottesdienst zum Erntedankfest und einem Empfang im Pfarrheim gefeiert, bei dem auch langjährige Mitglieder geehrt wurden. Die Kollekte beim Gottesdienst ging, wie Vorsitzende Annette Ochs sagte, über die Salesianer Don Boscos zu den Flutopfern in Pakistan.
Hervorgegangen ist die Frauengemeinschaft aus dem einige Jahre zuvor gegründeten Mütterverein. Die Initiative dazu ging vom damaligen Etzenroter Pfarrkuraten und späteren Pfarrer und Waldbronner Ehrenbürger Meinrad Josef Lehmann aus. Das genaue Gründungsdatum ist der 11. Juli 1960, wie aus der von Diözesanpräses Berthold Dietrich unterzeichneten Gründungsbestätigung von 1981 hervorgeht, in der es heißt: "Die Katholische Frauengemeinschaft (ehemals Erzbruderschaft christlicher Mütter) der Pfarrei Herz-Jesu in Waldbronn 3 – Etzenrot wurde am 11. Juli 1960 gegründet." Der Gründung war damals ein Brief von Pfarrer Lehmann vorausgegangen, in dem er an die Frauen in Etzenrot appellierte, in die katholische Müttergemeinschaft einzutreten. Eine Gemeinde werde nur dann eine christliche Gemeinde wenn "die Mütter eine christliche, echt religiöse Gemeinschaft werden und bilden wollen".

Gründungsvorsitzende und aktuelles Leitungsteam: (v.li.) Annette Ochs, Irma Lange, Tilde Bitsch und Ros Scheck

Zur ersten Vorsitzenden wurde 1960 Tilde Bitsch gewählt, die dieses Amt bis 1978 innehatte. Seit 2003 wird die katholische Frauengemeinschaft mit aktuell 92 Mitgliedern von einem Leitungsteam mit Annette Ochs und Ros Scheck geführt. Beide sind auch stolz darauf, dass seit den 80er Jahren die Zahl der Mitglieder ständig steigt. Gebetsgemeinschaft, soziales Engagement und die in zweijährigem Turnus stattfindende Frauenfastnacht sind Schwerpunkte der Arbeit.
Im Rückblick nennen Annette Ochs und Ros Scheck dabei die Vorbereitung von Gottesdiensten vor allem in der Karwoche, im Marienmonat Mai, zum Erntedankfest und die Gestaltung der jährlichen Elisabethenfeier. An Fronleichnam gestalte die Frauengemeinschaft eine Station mit Blumenteppich und Altar. Zudem erhalte jeder Täufling von der KFD ein Kreuz.

Den Bildstock am Ortseingang von Etzenrot will die Katholische Frauengemeinschaft als ihr Jubiläumsgeschenk an Etzenrot restaurieren lassen

Breiten Raum, nimmt auch das soziale Engagement ein. Dafür sind die Frauen auf dem jährlichen Adventsbasar und auf dem zweijährigen Dorffest aktiv und auch die Einnahmen aus dem Frauenfasching fließen in diesen Topf. Seit 2003 konnten Hilfsprojekte mit fast 28.000 Euro unterstützt werden. Dabei gingen Spenden nach Mali und Burkina Faso, immer wieder an das Kinderkrankenhaus in Bethlehem, oder an die Opfer von Naturkatastrophen in Pakistan. In Etzenrot trugen die Frauen zur Renovierung der Pfarrkirche bei und aktuell zum Jubiläum soll der Bildstock am Sonnenweg restauriert werden. Im Jubiläumsjahr ging auch eine größere Spende an P. Carl Oerder von den Salesianern Don Boscos zugunsten der Erdbebenopfer in Haiti.

Zahlreich waren die bisherigen Vorsitzenden der Etzenroter Frauengemeinschaft zum Gottesdienst und Empfang gekommen und wurden mit einem Blumenstrauß bedankt

Ein mit viel Arbeit verbundener Höhepunkt bei den Etzenroter Frauen ist auch die in zweijährigem Turnus stattfindende Frauenfastnacht, bei der der Pfarrsaal fast aus den Nähten platzt. Ursprung war der Faschingsabend der Pfarrgemeinde, den seit mehr als zehn Jahren die Frauen jetzt fortführen.
Beim Empfang nach dem Gottesdienst begrüßten im Namen des Leitungsteams Annette Ochs und Ros Scheck. Dekanatsvorsitzende Martina Kastner erinnerte sich, dass ihre Arbeit auf Dekanatsebene in Etzenrot begann. Sie stellte die Rolle der Frauen in der Kirche heraus, ohne die Vieles nicht möglich sei. Die Katholische Frauen-Gemeinschaft müsse auch Strahlkraft nach außen entwickeln. Jubiläen seien ein Anlass für einen dankbaren Rückblick, so Pfarrer Bernd Peisker, der noch im Oktober Waldbronn verlassen wird. Die KFD habe durch ihre Aktiven viel Gutes bewirkt. In Etzenrot sei sie die einzige organisierte Gruppe, die das Leben in der Pfarrei mittrage. Gerade für die Zukunft, mahnte Peisker, sei die Mitarbeit wichtig.

Im Rahmen des Jubiläumsempfangs verabschiedete Annette Ochs für die Frauen auch den langjährigen Präses Pfarrer Bernd Peisker


Annette Ochs und Ros Scheck ehrten danach die Frauen, die seit 50 Jahren der KFD die Treue hielten. Darunter waren auch die Gründungsvorsitzende Tilde Bitsch und ihre Stellvertreterin Irma Lange, die Frauengemeinschaft von 1960 bis 1978 führten. Gleichzeitig erhielten auch alle bisherigen Vorsitzenden und Leitungsteams, sie gab es seit 1984, einen Blumengruß.

[<< Übersicht]