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13.08.2010 Wikinger im Jugendtreff

Wikinger eroberten den Jugendtreff

40 junge "Wikinger" landeten mit ihrem imposanten, selbstgebauten Schiff im Jugendtreff. Der Bau war Teil des Ferienprogramms im Waldbronner Jugendtreff


40 begeisterte Wikinger stürmten ihr zwölf Meter langes, selbst gebautes Schiff, backten Stockbrote am offenen Feuer, schossen mit Pfeil und Bogen und ruhten sich im Wikingerhaus aus. Das alles war am Schlusstag des Ferienprogramms im Jugendtreff Waldbronn zu erleben, als Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde eingeladen waren, in die Welt der Wikinger einzutauchen.
Seit 20 Jahren schon gehört die erste Woche des Waldbronner Ferienprogramms dem Jugendtreff. In jedem Jahr steht die Woche unter einem anderen Thema. In diesem Jahr waren es die Wikinger. Wie beliebt das Ferienprogramm des Jugendtreffs ist, zeigt sich auch daran, dass die 40 Plätze innerhalb "weniger Minuten" ausgebucht waren, wie Jugendtreffleiter Detlef Schäfer sagte.

Hungrig stürzten sich die Wikinger nach ihrer Landung an die Feuerstelle und backten Stockbrote, beobachtet von Jugendtreffleiter Detlef Schäfer (li.)

Für die 40 Kids zwischen acht und zwölf Jahren hieß es dann zunächst einmal, sich über die Wikinger und ihre Lebensgewohnheiten zu informieren. Betreut wurden die Kinder dabei vor allem von den hauptamtlichen Jugendtreff-Mitarbeitern Petra Efler, Detlef Schäfer, Jürgen Sommerlatte sowie weiteren fünf Betreuern, die bei dieser Aktion mitarbeiteten. Schnell wurden dann einzelne Gruppen gebildet, denen jeweils eine andere Aufgabe zugeteilt war. Allerdings wechselten sie im Laufe der Woche durch die einzelnen Gruppen.
Eine Gruppe kreierte zum Beispiel die Wikingerkostüme. Eine andere schuf die Helme, die in ihrer Größe den jeweiligen Teilnehmern angepasst wurden. Waffen wie Schilde, Beile, Schwerter, Pfeil und Bogen mussten hergestellt werden. Auch ein Runenstein und eine Wikingerhütte entstanden im Freigelände hinter dem Jugendtreff.

Danach zogen sie sich zur Ruhe in ihre heimelige Hütte zurück, die ebenfalls im Rahmen des Ferienprogramms entstanden war

Blickfang und Hauptattraktion aber war das Wikingerschiff, das sich 12 Meter lang im Freigelände des Jugendtreff breit machte mit seinem vier Meter hohen Mast und dem rot-weißen Segel. Vorgabe war, dass alle 40 Wikinger in dem Schiff Platz finden mussten. In ihm wurden unter Leitung von Jürgen Sommerlatte unzählige Bretter verschraubt und festgenagelt. Das Grundgerüst bildeten ein alter Dachstuhl und ein abgerissenes Gartenhäuschen, deren Holz dem Jugendtreff für diese Aktion gestiftet wurde. Blaue Plastikplanen simulierten die Meereswogen.
Dabei lernten die Kinder spielerisch Vieles über die Wikinger, die im 8. und 9. Jahrhundert die nordischen Meere unsicher machten. Sie tauchen in die Welt der Wikinger ein, geben sich Wikingernamen und informieren sich über die Helmformen. Sicher haben nur die Wenigsten unter ihnen, wenn überhaupt einer, gewusst, dass nur die ranghohen Wikinger Helme mit Hörnern tragen durften. Oder wer wusste, dass die Wikinger ihre Geschichte auf Runensteinen für die Nachwelt festhielten.
Am letzten Tag konnten sich dann alle davon überzeugen, was in den fünf Tagen Ferienprogramm im Jugendtreff auf die Beine gestellt wurde. Das Schiff wurde mehrfach von allen bevölkert. Am offenen Feuer konnte sich jeder ein Stockbrot backen und am selbstgebrauten, natürlich alkoholfreien Met nippen und danach einen Blick in die Wikingerhütte werfen. Wer wollte, konnte sich mit Pfeil und Bogen versuchen oder sich von den Wikingern die unterschiedlichen Helmformen erklären lassen. Immer aber war das Schiff dicht umlagert, der Stolz des diesjährigen Programms.

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