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10.07.2010 Anne-Frank-Schule: Zirkusprojekt

Zirkusatmosphäre in der Turnhalle

Zirkusatmosphäre herrscht schon während der Proben zu den Aufführungen in der Turnhalle der Busenbacher Anne-Frank-Schule. Angeleitet wird das Projekt von der Zirkusfamilie Hein aus Seyda in Sachsen-Anhalt


Zaubern, Jonglieren, Ziegen und Tauben vorführen, mit einer veritablen Riesenschlange tanzen oder über ein Seil laufen, all das steht in dieser Woche bei der Busenbacher Anne-Frank-Schule auf dem Stundenplan. Mit Feuereifer sind die 242 Kinder aus den Klassen 1-7 bei der Sache, wenn die Mitglieder der Zirkusfamilie Hein vom Zirkus "Mabema-Versaje" den Ablauf und die einzelnen Kunststücke mit den Anne-Frank-Schülern proben. Eingeteilt sind sie in zwei Gruppen, die jeweils die gleichen Kunststücke vorführen werden.

Ganz anders war die Atmosphäre bei den Vorführungen, als die jungen Akteure, wie hier die Zauberer, die passenden Kostüme trugen

Schon während der Proben kommt echte Zirkusatmosphäre auf. Das liegt nicht allein an der Manege, die in der Turnhalle entstanden ist. Es wird jetzt schon begeistert applaudiert, wenn ein Kunststück gelungen ist oder wenn die Tiere das gemacht haben, was sie sollen. Verblüffend ist dabei, wie die Kinder Vernado Hein folgen. "Handheben" bedeutet "Ruhe", und das klappt hervorragend. Hein hat den Kindern vor der ersten Probe klar gemacht, dass bei Vorführungen mit Tieren und bei artistischen Darbietungen Disziplin das oberste Gebot ist. Unterstützt und angeleitet werden die Kinder bei den Kunststücken von den Mitgliedern der sechsköpfigen Zirkusfamilie, von denen jedes auch seine besondere Aufgabe hat.

Auch die Jongleure ernteten für ihre Darbietungen bei den vier Vorstellungen viel Beifall

So übt Sohn Benjamin Hein mit der Akrobaten-Gruppe im hinteren Teil der Turnhalle, während in der Manege Margit Hein unterstützt von Mann, Tochter und Schwiegersohn die Taubennummer proben. Nach den Tauben folgen die Seiltänzer, die gesichert von Mariana und Vernado Kunststücke auf dem Seil üben.

Die Ziegen führten auch mit den Anne-Frank-Schülern ihre Kunststücke gekonnt vor

Begeistert ist Vernado Hein von den Anne-Frank-Schülern. Sie gehen diszipliniert und es sei beachtlich, was sie nach einem Tag Probe bereits in die Manege zauberten. Und er muss es wissen: denn die Familie, die mittlerweile in siebter Generation als Zirkus existiert, arbeitet seit 18 Jahren mit Kindern in solchen Schulprojekten. Am nächsten Tag steht noch die Kostümprobe auf dem Plan. Denn für jeden Mitwirkenden haben die Heins ein Kostüm dabei, damit die Zirkusatmosphäre auch ganz echt wirkt.

Für Abwechslung sorgten immer wieder die Clowns, hier mit dem echten Zirkusdirektor Vernado Hein

Die Begeisterung ist aber auch auf Seiten der Schüler groß. Ganz stolz berichten Ece und Rajenda aus der 6. Klasse, dass ihr Kunststück auf dem Seil schon schwierig ist. Immerhin müssen sie in einem Reifen laufend über das Seil balancieren. Die Tauben haben es dagegen der kleinen Cheyenne aus der 1. Klasse angetan. "Sie sind so süß mit ihren farbigen Schwanzfedern!", findet sie.
Der große Auftritt steht dann am Freitag um 10 und um 18 Uhr und am Samstag um 14 und um 18 Uhr bevor. Zur Zirkusarena wird dann die Turnhalle der Anne-Frank-Schule. Die beiden Gruppen teilen sich in die Aufführungen. Nun hoffen die jungen Artisten, dass bei ihren zirzensischen Vorführungen kein Stuhl im Manegenrund leer bleibt und sich die Begeisterung, die bei den Proben zu spüren war, auch auf die Zuschauer überträgt.

Auch Kunststücke auf dem Seil gehörten zum Programm der Vorstellung

Diese Sorge war aber unbegründet. Die vier Vorstellungen waren trotz drückender Hitze sehr gut besucht. Dank der wunderschönen Kostüme, die der Zirkus "Mabema Versaje" mitgebracht hatte, dank der passenden Beleuchtung und der Zirkusmusik kam schnell echte Zirkusatmosphäre auf, die die Zuschauer schnell verzauberte. Alles in allem: ein gelungenes Projekt der Anne-Frank-Schule.

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